Der sternennasse Himmel

Als es hagelte.

Es regnet in Strömen, mit Hagelsteinen. So heftig, dass ich für einen Moment nicht daran denke, dass heute eigentlich ein stressiger Tag ist, dass ich meinen Text über die Bienen fertigschreiben muss, dass ich so viele offene Fragen habe, die ich mir nur selbst beantworten kann. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich jeden Tag eine neue Erklärung suchen, warum meine Hände jetzt kribbeln, statt einfach zuzugeben, was wirklich in mir vorgeht.

Als wüsste ich das, als wäre es eine Möglichkeit, das zu wissen, ohne gleich von der Klarheit betrunken durch das Dorf zu torkeln und das nunmehr gelüftete Geheimnis gen Himmel zu schreien. Es gibt kein Wissen, es gibt nur das Raten und die Iteration, jeden Tag auf ein Neues, bis ich wieder unter dem sternennassen Himmel stehe und mit unwissendem Blick die Wolkendecke anstarre.

Nach dem Sturm hat sich ein Strauch aus seiner Bondage gelöst.

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