Die drei Worte

Als ich es nicht einmal ausprechen konnte.

Es ist so merkwürdig, diese Worte zu hören. Im besten und echtesten Wortsinne: würdig, es zu mir zu merken. Gleichzeitig möchte ich den Kopf in den Nacken legen, meinen Blick gen Himmel richten und das Universum anschreien, warum ich nicht vollends begreifen kann, was das genau bedeutet. Als gäbe es eine Serie, die alle geschaut hätten, nur ich nicht und ich verstehe all die Insider nicht. Ich habe nur eine Ahnung, zwischen all den kribbelnden Händen und dem schnell schlagenden Herzen, aber keine allumfassende Sicherheit und immer wieder den nagenden Zweifel, einfach nur ein loses Kabel im Hirn zu haben, das nie eingesteckt wurde.

Eine defizitäre Menschenhülle, eine sehr langsame chemische Reaktion, die Wörter aneinanderreiht, bis sie einen Sinn ergeben. Oder: Ein Mensch, auf den dieses Verb bezogen wird, das ich mich nicht auszusprechen traue, weil ich stets das Gefühl hatte, es stünde mir nicht zu. Ich würde gerne alles spiegeln, aber ich bin nicht mit Silber überzogen, sondern mit Haaren. Ich möchte die Gött*innen anflehen, mir dieses Geschenk doch zu geben, zumindest dieses eine Mal.

Es fühlt sich großartig ein, und schrecklich. Großartig in der Sache und schrecklich in der Abwesenheit und in meiner Unfähigkeit, einfach die gleichen drei Worte zurückzusagen. Ich spüre, wie ich dem immer näher komme. Vielleicht werde ich auch diese Linie überschreiten, über die Klippe springen und aufgefangen werden von den besten Armen, die ich mir dafür wünschen könnte.

Ich dich auch.

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