20 Jahre Bloggen

Als mein Blog Geburtstag hatte.

Heute jährt es sich zum 20. Mal, dass ich diesen Post verfasste und damit mein wohl langanhaltenstes „Hobby“ bisher startete. Ich dachte damals vermutlich nicht, dass ich 20 Jahre bloggen würde. Allerdings ist es halt auch schon 20 Jahre her, dass ich es tat und so genau kann ich micht daran erinnern, was ich mir damals – gerade erst Vierzehn geworden – so gedacht habe.

Wie es zu diesem Blog kam, habe ich vor zehn Jahren bereits ausführlich beschrieben. Wer keine Lust hat, sich das durchzulesen, muss sich mit dieser Zusammenfassung begnügen: Ich wollte eigentlich das Bildbearbeitungsprogramm Gimp. Durch meine damalige schlechte Internetverbindung ging es aber nicht, die herunterzuladen. So riet mir ein Internetbekannter, doch ein gewisses PC-Magazin zu erwerben, da war Gimp auf CD-ROM. Und darin war auch ein Artikel über Blogs – was mich mit etwas gutem Zureden dieses Bekannten dazu brachte, das doch mal zu probieren.

Letztes Jahr habe ich zwei Dinge versprochen: Ein neues Design und eine Retospektive auf die verschiedenen Designs, die ich im Laufe der Jahre auf die Augen meiner Leser*innen losgelassen habe. Beides kann ich zumindest heute nicht liefern, weil mir in den letzten Monaten beziehungsweise Tagen die Motivation dafür gefehlt hat und andere Dinge Vorang hatten. Letzteres auch der Grund, weshalb ich ein wenig mit dem täglichen Rythmus pausiert habe. Allerdings merke ich schon, dass es mir fehlt, öfters zu schreiben, weswegen ich – einmal mehr – Besserung gelobe. Es muss ja auch nicht täglich sein.

Wobei ich merke, dass Gewohnheit einfach sehr hilft, um die Regelmäßigkeit aufrecht zu erhalten. Im Sommer habe ich mir Urlaub genommen, und nach diesem Urlaub fiel es mir eher schwer, wieder reinzukommen, und von Ende September bis heute habe ich beinahe einen Monat lang keinen Post verfasst. Andererseits wäre so eine „hohe“ Frequenz in manchen Jahren ein Wunsch von mir gewesen – und ich bin eh nur mir selbst und vielleicht den paar Leuten, die hier mitlesen, Rechenschaft schuldig.

Manchmal hatte ich ohnehin das Gefühl, sehr viele sehr ähnliche Texte zu schreiben, was ich auch schon letztes Jahr bemerkt hatte. Trotzdem gibt es gerade aus dem Sommer noch so viel Erfahrungen und Eindrücke, die ich gerne niederschreiben würde, und wofür ich mich endlich einmal wirklich hinsetzen müsste. Außerdem würde ich mein Bucket of Bolts-Spiel gerne beenden.

So viel großartiges habe ich heute gar nicht zu sagen, ich kann mich nur wie jedes Mal, wenn ich diesen Bloggeburtstag feiere, darüber freuen, dass diese kleine, feine Sammlung meiner Gedanken und literarischen Versuche existiert. Es ist wunderbar, nachlesen zu können, was mich gefreut hat, was mich traurig gemacht hat, worüber ich nachgedacht habe und wie ich Worte so aneinander gereiht habe, dass ich mich auch Jahre danach immer noch darüber freuen kann. Daran denken, dass das hier Kunst ist. Und das ist alles, was ich hier tun will: Ein paar Gedanken festhalten, einige schöne Wörter schreiben, vielleicht auch den*die andere*n inspirieren.

Happy Birthday, Blog!


Hier die Geburtstagstexte der vergangenen Jahre:

Zehn Jahre Bloggen
Zehn Jahre Schreiben
Elf Jahre Bloggen
13 Jahre Bloggen
14 Jahre Bloggen: Mein halbes Leben
15 Jahre Bloggen
18 Jahre Bloggen
19 Jahre Bloggen

Foto: Bundesarchiv, Bild 102-00960A / CC-BY-SA 3.0

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