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Ausgeschüttet und wütend

Als ich Kaffee verschüttete.

Zwei Fotos mit vollen Tassen mit Milchkaffe auf Holzfußboden. Neben den Tassen liegen Kaffeebohnen. Die Bilder sind von einer KI generiert und sehen deswegen etwas merkwürdig aus.

Die Kaffeetasse kippt um, der lauwarme Kaffee bildet einen sehr flachen See auf meinem Schlafzimmerfußboden. Immerhin ist er mir nicht auf mein heiliges altrosa Sofa gekippt. Ich ärgere mich. Über diesen unnötigen Verlust. Über die Umstände, in denen es zu ihm kam, die immer mit zu wenig Achtsamkeit zu tun haben. Diesmal hat es nur den Fußboden getroffen, das letzte Mal war es die Laptoptastatur, die In meinem Kopf tadele ich mich selbst mit der Stimme meines Vaters.

Den ganzen Tag über bin ich schlecht gelaunt, aber vielleicht das gar nicht an dem verschütteten Kaffee. Noch ohne Brille vor den Augen sehe ich mir Instagram an, was vermutlich nicht die beste Idee ist, den Tag zu beginnen. Dort sehe ich einen Post, bei dem jemand Memes von „Galerie Arschgeweih“ als Antworten auf Fragen bei Grindr benutzt hat. Ich halte das für ziemlich gephotoshopt. Bei näherer Betrachtung ist es das vielleicht nicht, aber es hat trotzdem sehr starke „erfunden“-Vibes. So wie diese Facebookdialoge, bei denen immer alle perfekte Rechtschreibung und Interpunktion beherrschen, aber sich trotzdem so benehmen, dass es möglichst lustig ist.

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End of Rebuild of Evangelion

Als ich es endlich gewagt hatte.

Seit einigen Jahren steht der letzte Manga-Band von Neon Genesis Evangelion ungelesen in meinem Regal. Ich habe mich bisher einfach noch nicht getraut, mir anzuschauen, wie das Ende im Manga umgesetzt wurde. NGE hat die Besonderheit, dass es anders als viele andere Anime keine Mangavorlage hatte. Zwar erschienen drei Bände vor der Erstaustrahlung, die waren dennoch eher als Begleitmaterial gedacht und wurden logischerweise bald von dem Anime (über den ich übrigens hier bei der woxx ausführlich geschrieben habe) überholt. Die spätere Fertigstellung geschah in einer gletscherhaften Langsamkeit – in Japan erschien der letzte Band 2013. Was auch bei den vier Rebuild-Filmen ein Problem war: Die ersten drei Teile kamen 2007, 2009 und 2012 raus, was ja irgendwie verkaftbare Abstände sind. In Japan zumindest, die Nordamerika-Releases waren 2009, 2011 und 2016. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich welche Filme gesehen habe, es war auch gar nicht so leicht, an sie zu kommen.

Der letzte und vierte Film (Evangelion: 3.0+1.0 Thrice Upon a Time) ließ aber bis 2021 auf sich warten. Und das muss eins ja auch irgendwie mitkriegen – und obwohl NGE so viel meiner Jugend geprägt hat, hab die Nachrichten um die Rebuild-Filme nicht fiebernd verfolgt. Eher so: Alle paar Monate mal dran gedacht, dass der letzte Film ja noch irgendwann kommen soll. Als mir eine Arbeitskollegin letztes Jahr einen Artikel mit einem Review zu dem vierten Rebuild schickte, war ich ein wenig überrascht, dass es „schon soweit“ gewesen sei. Seitdem habe ich den Tab mit dem Artikel offen. Und genau wie beim Manga traute ich mich nicht, den Film gleich anzusehen. Dazu gehörte Vorbereitung, mindestens müsste ich die Rebuild-Filme alle nochmal sehen.

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weekend reading 123

Als ich sehr viele Links postete, was längst überfällig war.

Weißer Text auf schwarzem Grund, wie die Title Cards aus dem Anime Neon Genesis Evangelion. Text: Soul Zeppelin Weekend Reading. Episode: 123. Endlich wieder Weekend Reading.

Ich mache jetzt hier mal eine Liste der Artikeln, die ich in den letzten Wochen so geschrieben habe: Diese Woche zum Beispiel habe ich das Forum 428: Drogen reviewt. 88 versiegelte Quadratkilometer gibt es in Luxemburg – das ist aber noch nicht alles, was eins über die Flächennutzung dort wissen kann. Zu Halloween habe ich schauerliche Filmtipps geschrieben, die ich vermutlich demnächst mal zu Blogposts für die einzelnen Filme ausbauen werde. Viele Ideen, wenig Handeln habe ich über die Luxemburger Klimapolitik geurteilt und es ist leider wahr. Das liest sich auch aus diesem meinem Artikel über den Klima-Biergerrot heraus.

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