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Die Hitze

Als es viel zu heiß war.

Es ist viel zu heiß, ich verbringe den Tag im Dunkeln und hoffe, dass das aus irgendeinem magischen Grund hilft. Das tut es nur so halb, es wird nicht besser, selbst am Abend nicht. Ich versuche alle Tricks, die mir einfallen, aber im Endeffekt ist es bereits zu spät. Es wird nicht besser, aber immerhin Nacht.

Die Rosen in der Nacht.

Als ich mich etwas traute.

Ich traue mich etwas, und dann noch etwas. Das erste ist wichtig und wird mir vermutlich erst im Nachhinein wie eine gute Entscheidung vorkommen, das zweite ist eher klein und erfordert trotzdem so etwas wie Mut. Ich kann gar nicht richtig glauben, dass ich das tatsächlich gemacht habe.

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Das trübe Wasser

Als eine Epoche zu Ende ging.

Ich starte den Tag so unglaublich gut, ich kann mein Glück nicht fassen, als ich verschwitzt auf meinem Bett liege und den Kaffeegeschmack noch auf der Zunge habe. Es gäbe nur eine Möglichkeit, alles noch besser zu machen, wäre die Abwesenheit von Zeit und Distanz.

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Der Schwalbenlärm

Als ich in einem Text steckte.

Ich stecke kopfüber in einem Text und komme nicht so richtig raus. Obwohl ich versuche, nicht nicht abzulenken, verhadere ich mich ständig in meinen zehntausend offenen Tabs, finde das richtige PDF nicht mehr und weiß dann auch noch nicht, was ich mit dem angefangenen Satz eigentlich sagen wollte.

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Die Last

Als ich mich selbst nicht verstand.

Ich verstehe mich nicht selbst. Zumindest nicht den Teil, der ständig paranoid in meinem Kopf bereits Streitgespräche führt, die überhaupt nicht nötig sind. Ich beruhige mich damit, dass auch dieser Kelch irgendwann leergetrunken sein wird und ich alles ablegen kann wie eine verschwitzte Rüstung, unnötig geworden nach all den internen Auseinandersetzungen.

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