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Sitting (2)

Als Estragon Pizza versprach.

Ein buntes LSD-Löschblatt

„Und es muss wirklich diesen Freitag sein?“, fragte ich etwas verdutzt. Nicht die erste Wahl gewesen zu sein, verletzte mich ein wenig. Und die Idee, dass sich Estragon unbedingt diesen Freitag auf eine psychedelische Reise begeben musste, verwirrte mich. Wenn eins einen vollen Tag zum Runterkommen haben will, ist der Freitag ideal, vor allem bei längerwirkenden Substanzen. Das war natürlich einleuchtend, aber warum Estragon seinen Trip nicht einfach auf ein Wochenende verschob, an dem seine Freund*innen Zeit hatten, wollte nicht in meinen Kopf. Andererseits hatte er vielleicht schon Pläne für die nächsten Wochenenden und wollte seinen Trip nicht noch weiter verschieben? Wer war ich, um ihm das zu verwehren?

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weekend reading 12

Es ist Freitags, ihr kennt das ja.

Ich bin gerade unterwegs und kann nur auf mobiles Netz zurückgreifen, weil das bisher immer zuverlässige ICE-WLAN sich nicht dazu bewegen lässt, mich überhaupt auch nur zu verbinden. Zum Glück habe ich ein Dual-Sim-Telefon und eine Mobilfunkkarte, die sich auch bewegen lässt, einem Hotspot zu Netz zu verhelfen. Die Frage ist nur, wie lange das gut geht. Deswegen wird diese Linkliste eventuell nicht so lang, aber bei wem rechtfertige ich mich hier eigentlich?

Ich habe diese Woche ziemlich viele Dinge für die woxx geschrieben, aber keinen längeren Text für die Printausgabe. Ich finde das immer so lange entspannend und gut, bis dann Freitag ist und ist und ich nichts von mir in der Zeitung finde. Merkwürdig, auf einmal diese altweltlichen „Nur Print ist real“-Gefühle zu haben. Wobei ich sagen muss, dass es auch etwas mit der Textlänge zu tun hat. Geschrieben habe ich: Weltraumforschung: 16.500 Euro für zwei Monate Rumliegen, Windows, Mac oder Linux – welche Betriebssysteme verwendet der luxemburgische Staat? und Schon gestreamt? Love, Death & Robots. Letztere war vermutlich der anspruchvollste Text. Der Podcast, den ich mit meiner Kollegin über ihren Text zur Sexualassistenz aufgenommen habe, verdient natürlich auch eine Erwähnung. Und den Mini-Bericht über unseren Betriebsausflug kann ich euch auch nicht unterschlagen.

Wer bis hierhin gelesen hat, hat den Werbeblock überstanden! Mir ist aufgefallen, dass ich selten Blogs verlinke, was eventuell daran liegt, dass es gar nicht mehr so viele aktive Blogs gibt. Ein neues ist anglosaxonmonk, in dem eine Person authentische mittelalterliche Rezepte nachkocht. Natürlich mit vielen Praxistipps und Fotos.

Ben hat seine Rollenspiele aufgezählt und ausführlich beschrieben, was ich großartig finde. Wer noch nicht so lange hier mitliest, weiß das vielleicht nicht, aber Ben ist ein großes Vorbild für mich, was den Stil und die Frequenz des Bloggens angeht. Außerdem sind unsere Blogs fast gleich alt.

Zum Schluss dann noch ein Youtube-Tipp: bei kurzgesagt wird sehr bunten Animationen vor allem Weltraumwissenschaft erklärt. Meistens geht es große physikalische Konzepte und die weit entfernte Zukunft. Sehr kurzweilig und „trotzdem“ lehrreich.

Die Fackel

Als ich ein Konzept halbwegs durchzog.

Ein Streichholz in der Dunkelheit

Ich möchte eine Fackel entzünden und durch die Dunkelheit laufen, alleine. Das Licht, das ich bringe, wird niemanden wärmen, es wird niemanden erleuchten, es wird höchstens Menschen verblenden. Ich hingegen wärme mich an der Unverständnis, die mir entgegengebracht wird, denn ich trage eine Fackel durch die Nacht, obwohl in der Stadt eine funktionierende und funktionale Straßenbeleuchtung existiert. Das ist mein Lebensgefühl, das ich nicht anders beschreiben kann.

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Der McMoment

Als ich mich – wie alles – wiederholte.

Ein Glas Wasser, in dem Chiasamen schweben.

Ich will nicht jeden Tag nur eine Variation des gleichen Textes schreiben. Aber leider scheint mein Leben gerade eins dieser single-issue-lifes zu werden, von denen ich immer höre, dass niemand sie lebt. Am Morgen habe ich versucht, den McMoment des letzten Mittwochs – er wirkt schon wieder so unvorstellbar weit weg – nachzustellen, aber es ist mir nicht gelungen. Mein Kopf war nicht in der Musik, der Regen nicht anwesend, und auch der Nebel, der gewissenhaft am Horizont hing, konnte die Stimmung nicht retten.

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Das Biegen und das Brechen

Als ich über Herzensbruch nachdachte.

Fertiggerichte in Dosen in einem österreichischen Supermarkt.

Immer, wenn ich dachte, jemand hätte mein tiny heart gebrochen, war es stets eine Lüge. Mein Herz ist intakt, alles was gebrochen wurde ist dieses merkwürdige, unkontrollierbare Nervenbündel in meinem Bauch, das als zweites Gehirn funktioniert. Außerdem habe ich vor kurzem gelernt, dass eine meiner Gehirnhälften nicht sprechen kann und deswegen eventuell ein Doppelleben führt, von dem ich bisher nichts wusste und das ich auch nicht verhindern kann, selbst wenn ich es wollte.

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Die Fahrradtour

Als ich eine wichtige Nachricht für die Nachwelt festhielt

Am vergangenen Wochenende bin ich mehrere Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Aus der vier-Seen-Tour wurde schon vor Fahrtantritt die drei-Seen-Tour, die ein weiterer Mitfahrer und ich dann zu einer zwei-Seen-Tour machten, vor allem aus Angst vor dem Anstieg in Langres. Der Akku des Elektrofahrrads sollte dann ja doch bis zur Anhöhe halten. Das tat er auch, was mir jedoch nicht wirklich weiterhalf, denn nach wenigen hundert Metern habe ich geschoben. Zumindest bis zu einem Punkt, an dem es nicht mehr ganz so steil war.

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In the Garden

Als ich einen Neubauten-Ohrwurm hatte

You will find me waiting for the spring and summer
You will find me waiting for the fall
You will find me waiting for the apples to ripen
You will find me waiting for them to fall
You will find me by the banks of all four rivers
You will find me by the spring of consciousness
You will find me if you want me in the garden
Unless it‘s pouring down with rain


The Garden lyrics © Sony/ATV Music Publishing LLC

Springtime

Als ich mich über den Frühling wunderte

Ich bin jedes Jahr aufs Neue überrascht, wie der Frühling alles verändert, mit welcher Geschwindigkeit Blüten kommen und wieder verschwinden. Möge mir die Fähigkeit, darüber zu staunen, nie vergehen.

weekend reading 11

Als ich wieder einmal einige Links postete.

Ich hab mich letzte Woche mit Carlos Paulos vom Projekt „Pipapo“ unterhalten. Pipapo macht Aufklärungsarbeit rund ums Feiern, vor allem aber über Drogenkonsum. Dabei geht es nicht so sehr darum, Menschen von Drogen fernzuhalten, sondern um einen aufgeklärten und geplanten Umgang damit. Drogen und Feiern: Den Rausch planen. Auch über die geplante Cannabislegalisierung in Luxemburg haben wir uns unterhalten und dabei unter anderem über THC-Gehalt und CBD-Hype gesprochen: „Cannabis ist schon längst verfügbar“.

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