_

Der Wirbel

Als meine Gedanken sich anfühlten wie eine auslaufende Badewanne.

Ich versuche, über die vergangenen Tage nachzudenken, aber es gelingt mir nicht. Es ist immer noch alles so tumultartig, so verworren, wirbelnd. Jemand hat den Stöpsel gezogen, das Wasser fließt ab, um sofort wieder von oben in mich zu strömen. Ich bräuchte gerade noch ein Wochenende nach dem Wochenende, aber mir steht so etwas nicht zu. Mir bleibt nur, halbwegs früh schlafen zu gehen und keinen allzu langen Text hier zu schreiben, bevor ich das tue.

Der Schrecken

Als ich mich erschreckte.

Es gibt Momente, in denen eins sich furchtbar erschreckt und dann nur noch glücklich ist, dass sich alles wieder einrenken wird. Die Nacht ist kalt und dunkel und voller Schrecken, aber nicht so kalt, dunkel und schrecklich, wie eins meinen könnte.

Passt auf euch auf.

Die Produktivität

Als es etwas besser ging.

Heute geht alles ein wenig besser. Vermutlich, weil ich länger frühstücke, dabei aber mindestens genauso gehetzt bin wie gestern. Aber weniger alleine, was mich immer zum Essen animiert und vermutlich alleine deswegen eine gute Sache ist. Der Tag war auch nicht unproduktiv, aber zu sehr zersplittert. Ich bilde mir gerne ein, dass ich, wenn man mich nur ließe, wunderbar produktiv am Stück an etwas arbeiten könne. Die Realität sieht aber ohnehin so aus, dass ich alle fünf Minuten auf twitter schaue, ob es dort etwas neues gibt.

Weiterlesen

Ich möchte ein funktionalerer Mensch sein.

Als sie im Radio ein Cover spielten.

Beim Frühstück spielen sie im Radio die Coverversion eines Songs, den ich sehr gut kenne. Er sitzt mir in den Knochen, hat sich durch beständiges Hören in mein Mark eingebrannt. Für das Frühstück habe ich nicht viel Zeit. Der Bus, den ich eigentlich nehmen wollte, verspätet sich um zehn Minuten, und so nehme ich lieber einen Zug etwas früher.

Weiterlesen

Das Tagesfazit

Als ich ein unbefriedigendes Fazit zog.

Am Ende des Tages habe ich alles erledigt, was ich unbedingt tun wollte. Und dennoch fühle ich mich nicht zufrieden, weil ich zu viel auf Twitter geschaut habe, weil ich nicht konsequent genug war, obwohl ich sogar Wäsche gewaschen habe. Irgendwann werde ich lernen, meine Zeit richtig einzuschätzen. Und auch merken, dass nicht immer alles so schnell gehen muss, wie ich es glaube. Ich habe immer noch keine einzige Seite in einem Buch gelesen dieses Jahr. Ich sollte das ändern, ich weiß das, und ich schleppe immerhin auch ständig Bücher von A nach B, um dann immer drauf zu vergessen.

Der Brand

Als ich einen ungemütlichen Sonntag hatte.

Das Jahr fängt nicht gut an. Es war wohl zu viel verlangt, sich eine ruhige erste Woche zu wünschen. Oder überhaupt zu glauben, es würde sich irgendetwas ändern, nur weil eine Zahl auf einem Kalender sich ändert.

Weiterlesen

Der 2019-Rückblick

Als ich den letzten Rückblick auf 2019 warf.

Eins meiner großen Vorbilder beim Bloggen ist ja ben_, der sich jedes Jahr einer rigorosen Selbstkritik unterzieht. Da ich am Anfang des Jahres keine Vorsätze niedergeschrieben habe, kann ich mich schlecht damit vergleichen. Das Jahr 2019 war, um es nochmal zu wiederholen: anstrengend. Im Großen und Ganzen fühle ich mich zufrieden, aber viele Kleinigkeiten zerrten an meinen Nerven. Weder dem immer näher rückenden Abgrund (innerlich wie auch äußerlich) kann ich entrinnen, noch dem zwischenmenschlichen, das dann doch manchmal an mir nagt.

Weiterlesen

Das Fest (2)

Als ich meine Worte bereute. Ich mag das Fest immer noch nicht. Ich sehe die Fotos der anderen und frage mich, wie es wohl wäre, wenn ich in diesen Häusern lebte, wenn ich mit diesen Leuten feierte und fühle mich ein wenig neidisch. So wie ich mir beim Tanzen viel zu oft vorstellte, in Wirklichkeit an einem anderen Ort zu tanzen. Weiterlesen