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Rückblickend

Als ich eine Liste machte

ein sonnenuntergang im rückspiegel eines autos

Dinge, von denen ich rückblickend gerne schon vor 10 jahren gewusst hätte, dass sie großartig bzw. wichtig sind sind:

  • Sojamilch in Ramen!
  • Gepunktete Notizbücher
  • Popmusik kategorisch nicht zu mögen macht niemanden cooler
  • Träume immer aufschreiben
  • Hafermilch im kaffee
  • Kaffee ganz ohne mülch
  • Nicht auf Parties gehen wenn eins keinen Bock hat
  • Regelmäßig mit Menschen die weiter weg sind kommunizieren ist nicht unmöglich und sollte öfters von dir ausgehen
  • Rollenspiele machen so viel Spaß wie du denkst
  • beim Schreiben hilft nur Regelmäßigkeit und Ausdauer

Die Brache

Als es einen Stromausfall gab

Mein Blick auf die Welt ist getrübt. Nicht nur, dass meine Brillengläser und das Zugfenster schmutzig sind, ich vernebele ihn mir auch selbst. In der Dämmerung fühle ich mich wohl, die Nacht begrüße ich wie eine alte Bekannte, unter deren Mantel ich mich sicher fühle.

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Die Nachdenklichkeit

Als ich über das Wetter (und so) nachdachte.

Ich muss über so vieles im Leben noch nachdenken, fragt mich später. Zum Beispiel kann ich mit dem Wetter dann doch nicht wirklich umgehen. Und damit, dass ich immer übers Wetter schreiben muss, kann ich noch viel weniger wirklich umgehen. Es beeinflusst mich, aber mich beeinflussen auch andere Dinge, über die ich eher nicht schreibe.

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Die Wohltemperiertheit

Als ich durch den Park nach Hause ging.

Es ist kalt und nass. Oder halbwegs temperiert und nass, ich kann es nicht so genau sagen, mein Temperaturempfinden ist nicht sonderlich ausgeprägt. Vor allem stimmt es nie mit dem von anderen Menschen überein, weil ich zu jeder Jahreszeit einen haarigen Ganzkörperanzug unter meiner Kleidung trage. Das Wetter ist auf jeden Fall nicht mehr so unangenehm wie noch vor einigen Stunden, so dass ich mich kaum beschweren will.

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Die Fahrradtour

Als ich eine wichtige Nachricht für die Nachwelt festhielt

Am vergangenen Wochenende bin ich mehrere Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Aus der vier-Seen-Tour wurde schon vor Fahrtantritt die drei-Seen-Tour, die ein weiterer Mitfahrer und ich dann zu einer zwei-Seen-Tour machten, vor allem aus Angst vor dem Anstieg in Langres. Der Akku des Elektrofahrrads sollte dann ja doch bis zur Anhöhe halten. Das tat er auch, was mir jedoch nicht wirklich weiterhalf, denn nach wenigen hundert Metern habe ich geschoben. Zumindest bis zu einem Punkt, an dem es nicht mehr ganz so steil war.

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In the Garden

Als ich einen Neubauten-Ohrwurm hatte

You will find me waiting for the spring and summer
You will find me waiting for the fall
You will find me waiting for the apples to ripen
You will find me waiting for them to fall
You will find me by the banks of all four rivers
You will find me by the spring of consciousness
You will find me if you want me in the garden
Unless it‘s pouring down with rain


The Garden lyrics © Sony/ATV Music Publishing LLC

Knochenloses Glibberwesen

Als ich nicht schon wieder über Müdigkeit schreiben wollte

Eine Landschaft aus dem Zug heraus fotografiert. Grüne Wiesen, baune Wälder, sehr grauer Himmel, sehr triste Stimmung.

Ich möchte nicht schon wieder einen Text darüber schreiben, wie müde ich bin. Aber es ist die eine singuläre Beschäftigung meines Hirns. Ich denke mir oft, dass „heute“ der schwierigste Tag zum Bloggen war, dass ich nur so gerade daran vorbeigeschrammt bin, nichts zu bloggen. Ich weiß auch nicht, ob es wirklich eine gute „Regel“ ist, dass tatsächlich Kalendertage und nicht gefühlte Tage gelten. Ich weiß auch nicht, wer diese Regel aufgestellt hat, ich kann es kaum gewesen sein, aber ich kann es auch kaum nicht gewesen sein.

Ich möchte eintauchen in ein etwas zu heißes Bad und merken, wie die Hitze mein Inneres komplett aufweicht und ich mich dann als matschiges, knochenloses Glibberwesen in mein Bett legen kann. Und schlafen kann, den langen Schlaf der Gerechten und den der Ungerechten.

Die Sprachlosigkeit

Als meine Nase lief und mein Hals kratzte.

Fünf Kühltürme eines Stahlwerkes nebeneinander. Nur die Spitzen sind zu sehen, davor steht eine graue Wand, davor ist ein Geländer zu sehen. Im Hintergrund blauer Himmel und einige Wolken.

Ich bin sprachlos. Meine Nase läuft, mein Hals kratzt und es nervt mich. Es hält mich vom Denken ab, lenkt meine Gedanken in Richtungen, in die sie nicht gehen sollten. Dabei hab ich mich heute morgen schon viel besser gefühlt und dann hab ich mir ein großartiges Linsencurry gekocht, das eigentlich alles wegwischte. Aber auch das hielt nicht lange an.

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So wütend.

Als ich über „soziale Netzwerke“ sinnierte.

Ein Bergtal mit einigen bunten Häusern und einem sehr bedrohlichen, düstern Himmel.

Mich macht alles so wütend. Dinge, die mich nicht so reizen sollten, weil es doch eh immer das gleiche ist: Menschen auf „sozialen Netzwerken“ verbreiten Quatsch, oder was ich für solchen halte und ich möchte gleich losschreien. Oder auf Google scholar drei Paper suchen, die sie widerlegen. Was soll das bringen? Ich kann ja nicht einmal Menschen von Dingen überzeugen, die mir wirklich wichtig sind.

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