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Der 2020-Musikrückblick

Als ich auf ein Jahr Musikkonsum zurückblickte.

Ich habe mich dieses Jahr so auf mein erstes, richtiges Spotify Unwrapped gefreut, dass ich es überhaupt nicht gepostet habe. Das macht natürlich nichts, denn dafür gibt es ja diesen Blogpost, in dem ich meine Top 10 Alben und Songs präsentiere, obwohl ich mir selbst über die Regeln nicht ganz klar bin. Durch das Abo von dem bösen grünen Musikstreamingdienst habe ich viel mehr Musik gehört als die Jahre vorher. Durch ständiges Homeoffice seit März kann ich auch bei der Arbeit hören, was ich auch ausgiebig getan habe.

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Der 2020-Film- und Serienrückblick

Als ich versuchte, mich an alle gesehenen bewegten Bilder zu erinnern.

Letztes Jahr nahm ich mir vor, etwas organisierter an das Festhalten der Filme, die ich gesehen habe, ranzugehen. Der Account bei letterboxd war sicherlich ein Anfang, hätte ich etwas mehr darauf geachtet. Normales Kinogehen fiel dieses Jahr beinahe komplett flach, weshalb ich auch wesentlich weniger Filme gesehen hab. Ein Besuch auf dem Luxembourg City Film Festival 2020 war eine meiner letzten Aktivitäten vor dem letzten Lockdown, bevor es durch diesen je abgebrochen wurde.

2019 habe ich überhaupt nicht über Serien gesprochen; vermutlich, weil ich gar nicht so viele gesehen hab. Das hat sich heuer ein wenig geändert, weshalb ich beschlossen habe, die hier ebenfalls zu besprechen.

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Der 2019-Musikrückblick

Als ich über meinen Musikkonsum nachdachte.

Zum Beginn des Herbsts fragte mich auf einer Party am Waldrand jemand, was für Musik ich so hören würde. Und mir fiel keine Antwort an. Keine gute auf jeden Fall, weil „Ich höre Chillwave-Mixes auf Youtube“ nicht wirklich eine Antwort auf so eine Frage ist. Irgendwie hatte es sich ergeben, dass aus einer Person, die religiös die Diskografie neuentdeckter Bands abhörte, um deren Werk zu verstehen, jemand geworden war, der Musik nur so nebenbei hörte.

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Der 2019-Spielerückblick

Als ich auf die Games zurückblickte, die ich dieses Jahr spielte.

Ich dachte, das hier würde eher eine kurze Sache werden, weil „so viel habe ich dieses Jahr doch gar nicht gespielt“, aber nachdem ich jetzt kurz bei einigen Spielen geschluckt habe, die dann doch schon so einige Stunden verschluckt haben, muss ich das vielleicht doch überdenken. Steam zeigt mir insgesamt 21 Spiele an, die ich dort gespielt habe. Hinzu kommt noch ein Titel, den ich bei Epic kaufen musste (honk honk!), ein Titel von Gog und mindestens ein Indie-Spiel. Macht mindestens 24 Spiele, die ich 2019 zumindest einmal kurz offen hatte.

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Der 2019-Filmrückblick

Als ich versuchte, mich an alle gesehenen Filme zu erinnern.

Gar nicht so leicht, sich zu merken, welche Filme eins alles in einem bestimmten Jahr gesehen hat. Also, natürlich wäre es leichter, wenn eins jeden Tag bloggen würde und das zum Anlass nähme, jeweils kurz eine Rezension zu schreiben, aber so etwas mache ich ja nicht. Ich habe mir jetzt relativ lang angesehen, was alles so „großes“ 2019 herausgekommen ist. Um dann festzustellen, dass vieles, was ich heuer gesehen habe, in den USA schon Ende 2018 in den Kinos war. Ganz schön verwirrend. Anschließend stellt sich natürlich die Frage, ob ich da jetzt eine Hitliste draus mache oder zu jedem Film kurz etwas schreibe?

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Der 2019-Bücherrückblick

Als ich feststellte, dass ich so gut wie nichts gelesen hab.

Fünf Bücher habe ich bei Goodreads als gelesen eingetragen. Vorgenommen hatte ich mir 20. Und das meiste von dem, was ich tatsächlich gelesen habe, waren Comics. Eventuell müssten das ein paar mehr sein, aber wirklich viele waren es nicht. Der Stapel ungelesener Bücher ist größer geworden, jener mit Sachbüchern, in die ich einmal reingeschaut habe, ebenfalls. Möglicherweise liegt es am Podcastkonsum, der dazu geführt hat, dass ich meine Zeit in öffentlichen Transportmitteln nicht mit Lesen, sondern mit Hören verbringe.

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Soundeffekte

Als ich über Töne schrieb

Ein analoges Mischpult mit Fadern und Knöpfen in verschiedenen Farben.

Wer regelmäßig irgendwas mit meta hört, denkt es sich vermutlich schon: Ich mag Soundeffekte. Eine meiner frühesten und liebsten Beschäftigungen beim Freien Radio war es, Jingles bzw. Spots zu produzieren. Ich habe leider keinerlei Ahnung von Musik und kann auch kein Keyboard spielen, sonst würde ich vermutlich öfters Begleit„musik“ zum Podcast spielen. Aber so kleine Spots für Fake-Podcasts (wie „Detective Joël“) oder sonstige Witz-Ankündigungen (wie „Katja und Joël spielen Pokémon Obst und Gemüse“) zu basteln bereit mir enorm viel Spaß. Nicht nur, weil ich dann endlich mal die kreativeren Effekte in Audacity ausprobieren kann, sondern auch, weil es für mich sehr befriedigend ist, ein wenig Musik und wacky Aufnahmen zusammenzustöpseln und nachher kommt etwas raus, das ich einfach sehr lustig finde.

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Neverboy

neverboyGestern war ich das erste Mal in einem Comicbuchladen. Vielleicht stimmt das nicht ganz, aber gestern bin ich zum ersten Mal mit dem Gedanken „Heute will ich mir ein Comic kaufen“ in einen entsprechenden Laden gegangen. Und zwar zu dem neusten Wiener Comicbuchladen, Bunbury‘s in der Lindengasse. Der Laden ist recht klein und hat noch nicht soo unglaublich viel Auswahl. Was allerdings dort steht, ist ein spannender Mix aus deutschen, englischen und japanischen Heften, der sowohl die großen Verläge als auch unbekanntere Publisher abdeckt. Die Beratung war auch sehr freundlich und hat treffsicher etwas aus dem Regal gezogen, das ich schon kannte (die sehr empfehlenswerten Rat Queens, zu denen ich irgendwann vielleicht auch noch was schreibe) und mochte. Ich werde da wohl öfters hin.

Neverboy ist ein ehemaliger imaginärer Freund, der irgendwie den Sprung in die reale Welt geschafft hat. Er kann nur dort bleiben, wenn er sich ständig Drogen einflößt. Dadurch hält er sein scheinbar normales Leben inklusive Frau und Kind aufrecht. Auf dem Fersen ist aber nicht nur die Realität, die ihn sehr farbenfroh überrollt, wenn ihm die Drogen ausgehen, sondern auch noch Agent_innen des Fantasieministeriums, das die Beziehungen zwischen realer und fiktiver Welt regelt. Das ganze Setting verspricht einen wunderbaren psychedelischen Trip an den Grenzen dessen, was unsere Welt zusammenhält. Als Gegenstück zu Neverboy, der um jeden Preis in der realen Welt verbleiben will (auch wenn das mit der Familie auf einmal nicht mehr so klappt) dient der glücklose Künstler Julian Drag, der die Welt des Fiktiven für seine Kunst regelrecht melken will.

„Neverboy“ ist aber keine „Fear and Loathing in Las Vegas“-mäßige Tour de Force durch das gesamte Arsenal psychedelischer Drogen, sondern verwebt auf eine geschickte Art und Weise imaginäre Freund_innen, Inspiration und schlichte Kinderfantasien miteinander zu einer Story, die mich enorm gefesselt hat. Die Zeichnungen inklusive Farbgebung haben mir sehr gut gefallen und übertragen die generelle Stimmung sehr gut. Natürlich stellt sich bei so viel Drogenkonsum und Fantasie ständig die Frage, was denn jetzt real ist und was „nur“ Einbildung. Weiterlesen