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du hannerhältegt Stéck Schäiss

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Übersetzt steht da: Luxemburg, du hinterhältiges Stück Scheiße. Meine Freund_innen des Künstler_innenkollektives Richtung22 haben ein Theaterstück über die Nationbrandingkampagne des Großherzogtums geschrieben. Ich lege euch den Besuch ans Herz, denn wenn R22 etwas anfasst, wird das meistens ziemlich gut. Der Spruch, der sich etwas an „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ anlehnt, passt in meinen Augen sehr gut zur hinterhältigen Politik Luxemburgs. Sowohl auf der Ebene der Steueroptimierungen, auf der Luxemburg nur davon profitiert, dass andere keine/nur sehr wenig Steuern zahlen möchten, als auch auf der gesellschaftlichen Ebene, wo ungefähr 80 Prozent der Wahlberechtigten Nicht-Luxemburger_innen das Wahlrecht verwehrt haben. Mit dem Argument, die sollen doch einfach Luxemburgisch lernen (Wer an dieser Stelle „hä?“ denkt: Ja, das tat ich auch. Fakten oder Sinnzusammenhänge spielten in dem Referendum keine Rolle). Und wenn ich mir die Kommentare unter Artikeln, die von 42 Refugees berichten, die eins der reichsten Länder der Welt gnädigerweise aufgenommen hat, ansehe, bestärkt sich der Eindruck nur allzusehr. R22 erklären in diesem Text, warum sie den Titel gewählt haben und hier gibt es Tickets für die Vorstellungen zu reservieren. Während ich dies schreibe, sind nur noch sehr wenige Plätze frei, also macht euch ran.

Ach ja, ihr könnt jetzt dann auch das hier machen: Follow my blog with Bloglovin, wenn ihr eure Blogs über Bloglovin lest.

Edit:
Das Stück gibt es nun auch auf vimeo zum Streamen oder runterladen.

choose your own dream!

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Seit ben in diesem Artikel (darüber, was ein Buch ist) interactive Fiction erwähnte, kribbelte es mir in den Fingern, endlich was mit Twine zu machen. Ich weiß schon seit mindestens fast einem Jahr, dass Twine existiert, denn ich habe ein Buch zum Thema „mit einfachen Mitteln selbst Spiele entwickeln“ gelesen, um einen Artikel (bzw. einen Absatz) darüber zu schreiben.

Anfang Juli spielte ich ein paar Tage mit Twine herum, ohne aber über drei Passagen hinauszukommen, weil ich mich zu sehr auf die technischen Details und Möglichkeiten fixierte. Da es verschiedene Twine-Versionen und verschiedene Storyformate gibt, die alle eine unterschiedliche Syntax brauchen (die ich jedoch in den feineren Details in keiner Version ganz verstehe), lässt sich damit viel Zeit verbringen. Im August ist mir dann die Idee gekommen, dass ich mein aktuelles Lieblingsgenre der ausgedachten Träume ja mal in Twine schmeißen könnte, um zu sehen was dabei herauskommt.

Hier klicken um ausgedachte Träume zu spielen/lesen/testen/wasauchimmer.

„ausgedachte Träume“ ist ein literarisches Experiment, im besten Fall sowohl Textadventure als auch Literatur, im schlechtesten Fall ein weirdes choose your own adventure-Ding. Ein Wort zu Warnung: Dies ist eine sehr frühe Version, weshalb noch nichts poliert ist, es keine Spezialeffekte und sehr wenig Bilder gibt. Für einen ersten Durchgang reicht es aber sicherlich.

Ich freue mich sehr über Feedback! Das ist mein allererstes Projekt dieser Art, daher kann es sein, dass irgendwo der Wurm drin steckt oder Dinge nicht so funktionieren wie sie sollen.

photo cc by Jason Trbovich

Linkspam (6)

linkspam6

Ich habe an dieser Stelle einmal wieder einige interessante Links zusammengetragen, zu deren Lektüre ich euch raten möchte. Beim letzten Mal konnte ich noch von nervigen Extremrechten berichten, die mich als „Antifa-Schläger“ bezeichneten, weil ich meinte, dass „Extreme Rechte sind dumm“ keine Kritik an deren menschenverachtender Ideologie sei. Wie dem auch sei: Die neuste Folge „Angscht a Schrecken zu Lëtzebuerg“ habe ich hier noch nicht verlinkt: In Angscht a Schrecken am Summerlach 2015 erkläre ich, wieso das „Sommerloch“ der luxemburgischen Medien ein hausgemachtes Problem ist und dass es journalistisch bessere Antworten auf rassistische offene Briefe gibt, als diese abzudrucken.
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Interview: Last Summer Dance

lastsummerdance

Ich habe letzte Woche Tessy und Christian von dem luxemburgischen Festival Last Summer Dance interviewt, heute lief das Interview im Radio. Ich bin seit gestern Abend wieder in Wien (und „müsste“ jetzt nicht mehr jeden Tag bloggen, aber so lange wie ich das schaffe, werde ich es weiterhin versuchen) und bereue es tatsächlich ein wenig, dass ich das nächste Wochenende nicht mehr in Luxemburg bin, da ich das Festival so natürlich verpasse. Ich bin eigentlich kein Festivalmensch: die Vorstellung, mit vielen Menschen gemeinsam im Freien Musik zu hören macht mir eher Angst, aber auf das LSD (hihi) würde ich gehen. Neben Musik gibt es auch Workshops, Diskussionsveranstaltungen, eine Kunstausstellung, gefühlt tausende Fressbuden und und und.

Aber hört selbst (indem ihr diesen Link anklickt).

HARIKO

Ich habe gestern schon über das Projekt HARIKO des luxemburgischen Roten Kreuzes geredet und den Podcast zu der Reportage, die ich gemacht habe, versprochen. Wenn ihr diesen Link anklickt, kommt ihr zum Podcast. Und hier findet ihr meine ganze heutige Radiosendung.

HARIKO

Ich finde die Idee des Projektes ja supergut und hoffe, dass das so klappt, wie die Initator_innen sich das vorstellen. Die suchen übrigens noch Bands und Musiker_innen, die in Proberäume in den Keller einziehen wollen, falls wer das liest und den Kontakt braucht, gebe ich den gerne weiter.

Hat nichts mit dem Projekt zu tun, aber ich habe das gerade gelesen und fand es lustig: 15 etwas unüblichere Uni-Mottos und die bizarre Syntax von Sexiest Man Alive.

Linkspam (5)

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Heute, liebe Leser_innen, gibt es mal wieder Links. Einerseits, weil ich zu müde bin, um noch großartig etwas zu schreiben, obwohl ich fest vorgenommen hatte, heute mal früher mit dem Schreiben zu beginnen. Aber wie so oft sind dann Dinge dazwischen gekommen und dann war es auf einmal halb Zwei und ich dachte an mein andererseits, das nämlich darin besteht, dass Links nicht unbedingt besser werden, wenn sie monatelang auf im Entwürfeordner herumliegen. Zuerst lege ich euch die neuste Folge meines Podcasts ans Herz: Angscht a Schrecke mat deenen „dommen“ Rietsen beleuchtet die Frage, warum es nicht so toll ist, Rechte grundsätzlich als „dumm“ abzustempeln und sich der vermeintlichen eigenen Intelligenz und Immunität gegen Rassismus zu erfreuen. Eine rechte luxemburgische Facebookseite bedankte sich für diesen Debattenbeitrag damit, dass sie mich einen „Antifa-Schläger“ nannte. Ob es an dem lustigen Kuchenbild liegt, das ich als Illustration für den Artikel genommen habe?
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Sommerfrische

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Ich scherze ja manchmal und sage, ich würde gerne im Sommer in die Sommerfrische nach Luxemburg fahren. Im Moment sind die Temperaturen zwar noch in den oberen Zwanzigern, aber derweil ist es in Wien locker mal zehn Grad wärmer. Ich bin also, mit reichlich schlechten Gewissens ob meines Ökoheiligenscheins, gestern nach Luxemburg geflogen. Während dem Flug las ich die ersten Kapitel von „Die vorläufige Chronik des Himmels über Pildau„. Darin geht es unter anderem über ein Tagebuch und die angebliche Wichtigkeit des Tagebuchführens. Ich dachte also kurz darüber nach, mir vorzunehmen, während des Monats, den ich nun in Luxemburg verbringen werde (es sei denn, jemand schenkt mir einen Urlaub am Meer, dann fahre ich auch gerne zwischendurch ans Meer), jeden Tag zu bloggen. Weiterlesen

Linkspam (3) Femcamp, Sidbanoff und andere Scoops

Zwei Origami-Kraniche in einem BrunnenEs ist wieder Linkspam-Zeit! Ich habe wieder einmal tausende Tabs offen und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, also verblogge ich einfach mal die Links, die mir spannend erscheinen.

Als ersten Linktipp eine Aufforderung zum Mitmachen: Olja Alvir, ihres Zeichens Journalistin, Jugošlawienerin und Jungautorin will eine Doku über den Südbahnhof Wiens, der dem neuen Hauptbahnhof Platz machen musste, drehen:

der Südbahnhof – Verkehrsknoten wie finanzieller, kultureller und gesellschaftlicher Umschlagplatz. Hier kamen in den 50ern die ersten Gastarbeiter*innen in berstend vollen Zügen an, hierher brachten in den 90ern Busse die Menschen aus dem Jugoslawienkrieg nach Österreich. In der Zeit vor dem Internet und flächendeckenden Mobiltelefonen war der liebevoll „Sidbanoff“ genannte Jobbörse, Wohnungsanzeiger, Bank und Beratungszentrum.

Wer mitmachen will, meldet sich am Besten gleich bei Olja: Doku-Projekt: „Sidbanoff“
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