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weekend reading (4)

Als ich mal wieder (vor allem meine eigenen) Sachen verlinkte.

Es ist Freitag, das heißt ich will euch wieder mit Links beglücken. Das ist vor allem so, weil ich bis gerade eben an der neusten Episode von „irgendwas mit meta“ geschnitten habe. Ich weiß nicht genau warum, aber dieser Podcast braucht oft sehr lange Zeit für die Postproduktion. Etwas, was unter der Woche ziemlich schwierig ist, wenn ich am Abend nochmal zwei Stunden am Stück dazu komme, bin ich oft genug so abgelenkt, dass ich wenig weiterkomme. Vermutlich liegt es aber auch daran, dass ich enorm perfektionistisch bin und versuche, ein möglichst flüßiges Gespräch nachzubilden und auch so gut wie jedes „Äh“ und jede Sprechpause herausschneide. Und den ganzen Quatsch, den Katja und ich dazwischen reden, sowieso.

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Verrechnet

Als ich mal wieder was über Luftqualität schrieb

Der pensionierte deutsche Lungenarzt Dieter Köhler beschäftigte mich ja schon vor ein paar Wochen. Luftqualität ist eins meiner Lieblingsthemen, das ich auch immer wieder gerne in der woxx behandelte. Als die Aufregung über seine Stellungnahme, die über 100 andere vermeintliche „Expert*innen“ unterschrieben, groß war, schrieb ich einen Artikel darüber, dass das alles nicht sehr stimmig war.

Bild eines Luftsensors, im Hintergrund ein beeindruckendes Panorama mit bewaldeten Hügeln

Mir ging es vor allem darum, aufzuzeigen, wie der Diskurs funktionierte und welche Mechanismen dazu führten, dass Köhler medial so präsent sein konnte. Ich bin immer noch der Meinung, dass das hauptsächlich daran liegt, dass Medien solche vermeintlichen gegenläufige Meinungen sehr erfreut aufnehmen und es so darstellen, als gäbe es zwei Seiten der Medaille. Das hat schon für Klimawandelleugner*innen sehr gut funktioniert, das funktionierte auch für Köhler sehr gut. Das Feindbild der Ökolog*innen, die alles verbieten wollen und selbst keine Heiligen sind, funktioniert sehr gut und spielte natürlich auch mit.

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Weekend Reading (3)

Als ich zum dritten Mal ein paar Artikel (nicht meine eigenen) verlinkte

Eine gefaltete Zeitung

Diese Woche hatte ich Urlaub, was die Nebenerscheinung hat, dass ich nichts für die woxx geschrieben habe. Das Blog lief natürlich weiter, aber das wissen die Menschen, die diese Zeilen lesen, wahrscheinlich ohnehin schon. Ich habe wieder ein paar Links gesammelt, die ihr beim Frühstück, Brunch oder ohne Essensbeilage lesen könnt.

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Weekend Reading (2)

Als ich zum zweiten Mal ein paar Artikel (vor allem meine eigenen) verlinkte

Foto von oben. Wir sehen einen Mann auf einer Parkbank, der eine Zeitung liest. Neben ihm sthet eine Tasse Kaffee.

Heute machen wir wieder Leseempfehlungen. Einerseits, weil Wochenende ist und andererseits, weil heute entgegen der Gewohnheiten ein langer und anstrengender Arbeitsfreitag war. Normalerweise ist Freitag der Tag, an dem für eine Wochenzeitung, die am Freitag erscheint, am wenigsten los ist – das war heute anders und dementsprechend erschlagen bin ich. (Und ich muss micht nicht rechtfertigen, was ich hier tue! Wenn ich nur noch jeden Tag Haikus veröffentliche, ist das so.

Die (eigentlich sehr bundesdeutsche) Diskussion über Luftqualität, die angeblich unbewiesene Tödlichkeit von Luftschadstoffen wie Feinstaub, Stickoxiden und bodennahem Ozon hat mich ziemlich aufregt. Als professioneller Journalist™ (ich habe eine Karte, wo drauf steht, dass ich einer bin, sonst würde ich das vermutlich nicht so schreiben) der ich nun mal bin, habe ich dennoch versucht, seriös zu bleiben und habe mal alles mögliche dazu aufgeschrieben in Atemlos durch den Verkehr.

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Weekend Reading

Als ich ein paar Artikel (vor allem meine eigenen) verlinkte

Ein Schiff, auf dem drei Eisenbahnwaggons stehen, fährt über den Bodensee.

Es ist Freitagabend, ich will auch geistig Feierabend machen und bevor ich wieder einen … merkwürdigen Text fabriziere, verlinke ich euch lieber einige spannende Artikel, die ihr über das Wochenende lesen könnt. Oder halt am Samstagmorgen, so wie Menschen das am Samstagmorgen mit Wochenzeitungen machen. Zumindest höre ich das oft, seit ich bei einer Wochenzeitung arbeite, dass manche sich die ganze Woche darauf freuen, den Samstagmorgen mit Croissant, Kaffee und woxx zu zelebrieren.

Apropos woxx: Diese Woche durfte ich mal wieder das Editorial schreiben. Das ist bei uns zwar nichts soo besonderes, weil wir als gleichberechtigtes Kollektiv arbeiten und eigentlich immer die Person darf, die eine gute Idee hat, aber genau das macht die woxx zumindest in Luxemburg ziemlich besonders. Wenn ich von anderen, tagesaktuellen Medien höre, dass die Journalist*innen nach einem Jahr mal „testweise“ ein Editorial verfassen dürfen, stellen sich mir schon Fragen darüber, wessen Meinung als wichtig angesehen wird. Auf jeden Fall: Diese Woche habe ich über toxische Männlichkeit und mögliche Gegenmittel geschrieben; ein Thema, das mir schon länger am Herzen liegt: Zärtliche Männer, bitte!

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Wie das Netz aussieht

Als ich zwei Links zum Thema vom Vorpost postete

Ein Switch mit vielen bunten Ethernet-Kabeln

Lustig, wie der Zufall manchmal so spielt. Gestern bloggte ich darüber, dass ich IRC-Kanäle und insgesamt ewig langes Chatten vermisse, heute spülte mir Twitter wie zum Dank dafür zwei Artikel zum Internet in die Timeline. Der erste behandelt ebenfalls die Nostalgie, mit der manche von uns an das alte, langsame, hässliche Netz zurückdenken.

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Podcast-Empfehlungen

Als ich endlich mal alles, was ich gerne und regelmäßig höre, in Blogform aufschrieb.

Kopfhörer auf einem Tisch

Ich habe heute nicht so viel Lust, einen längeren Text zu verfassen, deswegen mache ich ein wenig klassisches Bloggen und gebe eine Liste an Podcast-Empfehlungen weiter. Und die Zeit drängt gerade, und ich will mich allerdings auch nicht weiter dafür rechtfertigen, was ich auf meinem Blog mache.

Politik

Ich bin ja der Meinung, dass so gut wie alles politisch ist, aber einige Podcasts beschäftigen sich sehr explizit mit Politik.
npr politics ist der Politik-Podcast des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in den USA. Die Journalist*innen des npr geben ihre Einschätzungen zu aktuellen Geschehnissen und fassen einmal die Woche die wichtigsten Entwicklungen der US-Politik zusammen. Ich mag es, dass da auch oft ein wenig persönliches beredet wird und oft versucht wird, Zusammenhänge zu erklären. Allerdings nicht immer besonders neulingsfreundlich.

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du hannerhältegt Stéck Schäiss

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Übersetzt steht da: Luxemburg, du hinterhältiges Stück Scheiße. Meine Freund_innen des Künstler_innenkollektives Richtung22 haben ein Theaterstück über die Nationbrandingkampagne des Großherzogtums geschrieben. Ich lege euch den Besuch ans Herz, denn wenn R22 etwas anfasst, wird das meistens ziemlich gut. Der Spruch, der sich etwas an „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ anlehnt, passt in meinen Augen sehr gut zur hinterhältigen Politik Luxemburgs. Sowohl auf der Ebene der Steueroptimierungen, auf der Luxemburg nur davon profitiert, dass andere keine/nur sehr wenig Steuern zahlen möchten, als auch auf der gesellschaftlichen Ebene, wo ungefähr 80 Prozent der Wahlberechtigten Nicht-Luxemburger_innen das Wahlrecht verwehrt haben. Mit dem Argument, die sollen doch einfach Luxemburgisch lernen (Wer an dieser Stelle „hä?“ denkt: Ja, das tat ich auch. Fakten oder Sinnzusammenhänge spielten in dem Referendum keine Rolle). Und wenn ich mir die Kommentare unter Artikeln, die von 42 Refugees berichten, die eins der reichsten Länder der Welt gnädigerweise aufgenommen hat, ansehe, bestärkt sich der Eindruck nur allzusehr. R22 erklären in diesem Text, warum sie den Titel gewählt haben und hier gibt es Tickets für die Vorstellungen zu reservieren. Während ich dies schreibe, sind nur noch sehr wenige Plätze frei, also macht euch ran.

Ach ja, ihr könnt jetzt dann auch das hier machen: Follow my blog with Bloglovin, wenn ihr eure Blogs über Bloglovin lest.

Edit:
Das Stück gibt es nun auch auf vimeo zum Streamen oder runterladen.

choose your own dream!

chooseyourowndream

Seit ben in diesem Artikel (darüber, was ein Buch ist) interactive Fiction erwähnte, kribbelte es mir in den Fingern, endlich was mit Twine zu machen. Ich weiß schon seit mindestens fast einem Jahr, dass Twine existiert, denn ich habe ein Buch zum Thema „mit einfachen Mitteln selbst Spiele entwickeln“ gelesen, um einen Artikel (bzw. einen Absatz) darüber zu schreiben.

Anfang Juli spielte ich ein paar Tage mit Twine herum, ohne aber über drei Passagen hinauszukommen, weil ich mich zu sehr auf die technischen Details und Möglichkeiten fixierte. Da es verschiedene Twine-Versionen und verschiedene Storyformate gibt, die alle eine unterschiedliche Syntax brauchen (die ich jedoch in den feineren Details in keiner Version ganz verstehe), lässt sich damit viel Zeit verbringen. Im August ist mir dann die Idee gekommen, dass ich mein aktuelles Lieblingsgenre der ausgedachten Träume ja mal in Twine schmeißen könnte, um zu sehen was dabei herauskommt.

Hier klicken um ausgedachte Träume zu spielen/lesen/testen/wasauchimmer.

„ausgedachte Träume“ ist ein literarisches Experiment, im besten Fall sowohl Textadventure als auch Literatur, im schlechtesten Fall ein weirdes choose your own adventure-Ding. Ein Wort zu Warnung: Dies ist eine sehr frühe Version, weshalb noch nichts poliert ist, es keine Spezialeffekte und sehr wenig Bilder gibt. Für einen ersten Durchgang reicht es aber sicherlich.

Ich freue mich sehr über Feedback! Das ist mein allererstes Projekt dieser Art, daher kann es sein, dass irgendwo der Wurm drin steckt oder Dinge nicht so funktionieren wie sie sollen.

photo cc by Jason Trbovich