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Hallo wort.lu-Leser_innen!

Jetzt ist das also passiert.

Ein Haus im Dschungel.

Wort.lu, die Webseite der größten luxemburgischen Tageszeitung, interessiert sich nun auch für Blogs und verlinkt mich in der Rubrik „Blogosphäre“ ihrer deutschen Ausgabe. Das kommt ein bisschen überraschend. Nicht nur, weil ich meine Inhalte nicht unbedingt für kompatibel mit der Wort-Linie halte, sondern auch, weil es reichlich spät kommt. Warum ich ein wenig Bauchweh habe und wie das doch alles passiert istWeiterlesen

One lovely blog award

One lovely blog award
Juhu! katka hat mich für den One lovely blog award nominiert. Mich freut es ja schon, dass es wieder Stöckchen gibt, die durch viele viele Blogs gereicht werden. Ich mag das, es erinnert mich an die Zeit, als ich noch dachte, Blogs würden die Welt retten. Ich weiß zwar nicht, wie Stöckchen in diese Weltrettungssache reinspielten, aber das sind Details.

Statt einer wirren Rede vor einem uninteressierten Publikum müssen die Preisträger_innen des One lovely blog awards Regeln befolgen. Na gut:

1. Verlinke die Person, die Dich nominiert hat
2. Blogge die Regeln und zeige den Award
3. Veröffentliche 7 Fakten über Dich
4. Nominiere 7 Blogger_innen und teile ihnen die Nominierung mit

Fakt 1: Ich habe schon Bäume gefällt und kann mit Motorsägen umgehen. Nicht sonderlich gut, aber etwas, was viele nicht vermuten würden.
Fakt 2: Ich habe diesen Sommer aus Versehen mit dem Rauchen aufgehört und kann das immer noch nicht so ganz fassen.
Fakt 3: Mein Vorname ist nicht „luxemburgisch“ oder französisch, sondern hebräisch.
Fakt 4: Ich weiß nicht mehr, ob mir das Trema auf dem e in Joël wichtig ist oder nicht. Es nervt irgendwie, wenn die Leute dafür entschuldigen, das Symbol nicht auf der Tastatur zu finden (copy-paste ginge ja auch?), aber grundsätzlich ist es mir nicht so wichtig. Hier ist erklärt, wie das mit dem ë geht.
Fakt 5: Als Kind war eins meiner Hobbies, Fluggesellschaften anzuschreiben und sie um Werbematerial zu bitten. Das hat erstaunlich gut funktioniert.
Fakt 6: Als Kind wollte ich zuerst Schriftsteller, dann Radiomoderator werden. Jetzt bin ich beides (zumindest ein wenig) und muss mir neue Herausforderungen suchen. Vielleicht Bergsteigen.
Fakt 7: Die Berge mögen mich nicht und ich mag die Berge nicht und das wird sicher auf lange Zeit so bleiben. Einmal setzte ich meinen Fuß auf nackten Fels und in dem Moment fing es an zu hageln.

Ich nominiere: Ninette, Lee, Mirka, Thierry, ben, Florence und Max. Die muss ich jetzt damit nerven, dass sie mitmachen sollen, ja? Und ich krieg 10% ihrer flattr-Einnahmen, ja? Irgendwie riecht das hier nach Pyramidenspiel …

13 Jahre Bloggen

dreizehnjahrebloggen

Schon ein lustiger Zufall. Gerade heute startete die Produktion der Oktoberausgabe des progress‚, dem Printmagazin, für das ich seit über einem Jahr Chefredakteur spiele. Ich hätte mir, als ich vor 13 Jahren ein Blog mit der Mission, „es allen zu zeigen“, begann, nie gedacht, dass ich mal ein dann doch nicht so kleines Magazin als Chefredakteur betreute. Gerade ein Printmagazin! Natürlich kann ich mich jetzt jedes Jahr fragen, ob ich den Menschen, die ich damals meinte, es gezeigt habe. Aber das ist das schöne am Altern: Motivationen ändern sich und die Anerkennung von Menschen, die dich (und du sie) mit 14 schon kacke fanden, nicht mehr erstrebenswert ist Ich weiß auch nicht, ob diese Menschen irgendetwas von dem, was ich so mache und denke, je beeindrucken wird. Es ist mir egal geworden und ich so genau weiß ich nicht mehr, wen ich damals alles gemeint habe. Das Mission Statement dieses Blogs hat sich sowieso immer wieder verändert. Weiterlesen

Die grauen Hefte

Deckblatt des "Buch der Skizzen und Notizen Band III"
Ich bin gerade wieder auf Sommerfrische in Luxemburg. Ich finde es nie leicht, in mein Jugendzimmer zurückzukommen, weil hier natürlich sehr viele Erinnerungen wach werden an Zeiten, die nicht immer so leicht waren. Vieles davon ist auf dem Blog hier dokumentiert, manches nur angedeutet, einiges habe ich vielleicht auch nie aufgeschrieben. Mit ungefähr Vierzehn habe ich neben dem Blog auch angefangen, eine analoges Notizheft zu pflegen, um nicht auf eine Losblattsammlung angewiesen zu sein. Ich wollte ein schwarzes Heft, es gab aber nur ein graues. Ein graues Heft der Marke Atoma im NichtganzA4-Format wurde zu meinem Markenzeichen, und ich fand das besser als Moleskine, weil es mein eigenes Ding war. Mittlerweile besitze ich einige Moleskine, benutze die aber viel seltener als meine grauen Hefte zu Schulzeiten, die ich wirklich überall mit mir mitschleppte. Ich habe mich gestern zum ersten Mal seit Jahren getraut, diese Notizhefte wieder aufzuschlagen und habe ein paar Einträge abfotografiert. Weiterlesen

Blogging like nobody’s reading

Die Luxemburger Blogosphäre ist ein eher filigranes Netz …
Dieser Text ist zuerst in der Zeitschrift forum erschienen und richtet sich deswegen auch an Leser_innen, die nicht so vertraut mit Blogs sind. Für alle, die den Artikel schon auf Papier gelesen haben, gibt es einen Nachtrag.

Moderne Kunst in Luxemburg – ein Symbolbild für Blogs?Photo by we-make-money-not-art

Ein Weblog – oder kurz Blog – ist ein elektronisches Medium, das Artikel in umgekehrt chronologischer Reihenfolge anzeigt und meistens über Kommentar- und Abofunktionen verfügt. Das gilt mittlerweile wohl auch für die meisten Nachrichtenseiten, die aus „historischen“ und organisatorischen Gründen jedoch nicht zu Blogs gezählt werden. Die meisten Blogs zeichnen sich durch eine stark persönliche Note aus – Ausrichtung, Stil und Themen bestimmen in den meisten Fällen die Autor_innen selbst, die meisten Blogs sind Freizeitprojekte, die unentgeltlich oder nur durch geringe Werbe- oder Spendeeinnahmen gedeckt betrieben werden. Weiterlesen

Umzug

"Observation balloon ascending" by National Library of Scotland
Die Idee, aus meiner Namensdomain eine Art Visitenkarte zu machen, hatte ich ja schon länger. Mir ist nur nie eine gutecoole Domain eingefallen, die etwas mit dem Namen des Blogs zu tun hat. Das ist immer noch nicht passiert, aber soulzeppel.in ist so cool. Außerdem hatte ich mit meinem bisherigen Hoster einige Probleme, was den Druck, doch endlich umzuziehen, erhöhte. Wenn die Datenbank alle paar Tage mal ausfällt und ich keine Antworten auf meine Supportanfragen bekomme, verziehe ich mich lieber.

Das Blog enjoying the postapocalypse läuft also ab jetzt unter http://soulzeppel.in. Es gibt Weiterleitungen, die insbesondere alle Permalinks auffangen und das auch längerfristig tun werden. Die Links in euren Blogrolls, Linklisten und ähnlichem solltet ihr allerdings ändern, ebenso eure Feedreader, der neue RSS-Feed findet sich hier (atom gibt es auch).
Wenn ihr diesen Satz liest, ist alles in Ordnung.

Also auf, wir reisen mit dem großen Seelenzeppelin!

(Foto: „Observation balloon ascending“ by National Library of Scotland)

Elf Jahre Bloggen

Signallers carrying large rolls of telegraph wire. The rolls look like large cotton reels, with a stick attached for carrying. The men are walking over a muddy and exposed area. Duckboards have been laid on the ground to make it easier underfoot. All of the men are in uniform and wearing steel helmets. Three men stand off to the side talking. To the right of the pathway the ground looks water-logged and dangerous.

Nachdem ich mich letztes Jahr so gewundert habe, dass schon zehn Jahre vergangen sind, kann ich mich dieses Jahr eigentlich nur wundern, wie schnell doch die Zeit vergeht. Ein Erstaunen, das ja oft älteren Menschen angedichtet wird, vermutlich vergeht für Kinder die Zeit einfach nur langsamer, so wie die Welt auch viel viel größer für sie erscheint. Dieses Blog existiert jetzt also schon elf Jahre. Klingt gar nicht mehr so gigantisch wie zehn Jahre.

Dieses Jahr stand unter dem Stern des programmatischen Wunsches nach „Mehr!„, den ich im Februar geäußert habe. Das Jahr 11 dieses Blogs konnte mit 35 Artikel sogar weniger als das Jahr 10 verzeichnen. Immerhin bilde ich mir ein, immer besser zu scheitern und ich habe es endlich geschafft, das Layout zu überarbeiten und die Ausrichtung zu schärfen. Zumindest ist sie in meinem Kopf geschärft, ich weiß, worüber ich schreiben will, schaffe es dann aber dann doch oft nicht, weil ich zu viel Zeit mit Glitch oder Facebook oder Serien oder Menschen im Meetspace verbringe. Ich will aber nicht noch ein Jahr darüber lamentieren, wie wenig ich bloggen würde, denn ich bin mit den meisten Artikel hier sehr zufrieden, besonders auf die Artikel über Umweltschutz und grüne Gentechnik bin ich recht stolz.

In letzter Zeit haben wieder mehr Menschen kommentiert und den flattr-Button geklickt, was ich sehr schön finde. Generell ist es mir weniger wichtiger geworden, wie viele Menschen hier lesen. Ich schaue nur noch sehr selten in die Statistik, als mich Anne gefragt hat, welches Tool ich verwende, um festzustellen, welche Artikel viel gelesen werde, amüsierte ich mich schon ein bisschen selbst über mein „Keins“. Natürlich ist es mir auf irgendeine Art und Weise wichtig, zu wissen, dass das hier Menschen lesen, aber genaue Zahlen sind mir egal(er) geworden, Kommentare jedoch wichtiger.

Danke euch fürs Lesen, Kommentieren und flattren. Letztes Jahr habe ich ganz vergessen, meinen Gastblogger_innen für ihre Beiträge zu danken. Ich fand es schön, hier auch eine Plattform für Menschen zu bieten, die danach teilweise selbst angefangen haben, zu bloggen. Ein letztes Wort zum Qualitätsmanagement: Mir wurde zu meinem 25. Geburtstag der Duden-Band „Richtiges und gutes Deutsch“ geschenkt. Damit kann ja fast nichts mehr schiefgehen.

photo: Telegraph wire going up for No Man‘s Land, National Library of Scotland

State of the Blog

Ich sollte mehr hier reinschreiben. Es ist schlimm, wie wenig ich blogge, wenn ich es damit vergleiche, wie oft ich mal gebloggt habe, wie wichtig es mir war. Jetzt ist es mir fast egal. Ich mag das Layout nicht mehr, aber das kann doch nicht wirklich ein Grund sein, oder?

Es ist nicht mehr wie früher. Es kommen weniger Kommentare und es gibt weniger Blogs in der „Nachbarschaft“, zumindest fühlt sich das so an. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich jetzt in einer Großstadt lebe und mehr Möglichkeiten habe, so dass ich den Blogklumpen um mich herum nicht so brauche. Vielleicht bin ich viel zu oft auf twitter und blase meine Gedanken in kleinen, maximal hundertvierzig Zeichen großen Fetzen heraus. Und auf diesem Blog erscheinen nur noch die großen Stücke, wenn ich Zeit habe. Aber selbst die werden kaum kommentiert. Ich weiß aber nicht, ob ich, wenn ich mir ansehe, was manche auf ihren Blogs für eklige Kommentare ertragen müssen, wirklich mehr Kommentare wünsche. Das Internet ist an vielen Stellen sehr ungemütlich geworden. (Oder ich merke es mehr.)

Ich bilde mir ein, genug zu sagen zu haben. Nur sprudelt es nicht mehr so aus mir heraus wie sonst. Der Gedanke kommt mir bekannt vor, ich denke ihn wahrscheinlich schon, seit ich das Blog habe. Momentan suche ich nach einer möglichst einfachen und gleichzeitig auch nachhaltigen Methode, ein eigenes, einspaltiges WordPress-Theme zu stricken, mit dem das hier wieder mehr Spaß machen wird. Das Layout ist nun wirklich schon sehr alt und ich mag Platz für Texte schaffen, nicht für die Sidebar.

Mal sehen, wie es weitergeht. Ich habe auf jeden Fall nicht vor, aufzuhören. Ich atme nur manchmal sehr lange und sehr tief durch.

Mehr!

Ich will wieder mehr bloggen. Ich weiß eigentlich selbst nicht, warum ich in letzter Zeit so selten blogge. Und das so gut wie nur noch in der Rubrik „literarische Spielwiese“. Im Januar habe ich versucht, damit anzufangen, so richtig geholfen hat der Vorsatz nicht. Ich würde auch gerne einige „fundierte“ Artikel schreiben, zu Themen, in denen ich mich auskenne oder die mich interessieren. „Umweltpolitik“ oder der Themenkomplex „Umwelt und Gesellschaft“ wären neben dem öfters schon angedeuteten „Feminismus und Gender“ Dinge, über die ich schreiben möchte. Und mittlerweile glaube ich auch, genug Ahnung zu haben, um über diese Themen schreiben zu können. Meine Artikel über die Jagd und über Märchen aus dem Pleistozän wären Beispiele dafür. Wobei ich über Umwelt sicherlich mehr weiß als über Genderthemen, einfach deswegen, weil ich „was mit Umwelt“ studiere.

Da ich das jetzt einfach mal so ankündige, muss ich es dann auch machen. Ich weiß natürlich nicht, ob das klappt. Zumindest wisst ihr, dass ich gerne würde und euch nicht nur aus Böswilligkeit nicht unterhalte.

Ein anderes Thema ist das Layout des Blogs, das mir schon länger nicht mehr gefällt. Ich mag zwar das Headerbild noch, aber das war es dann auch schon. 100e2r geht anders. Dann stelle ich mir die Frage, ob ich das Blog nicht unter einer eigenen Domain laufen lassen soll. joeladami.net wäre dann eine Visitenkarte, ein online-Lebenslauf. Ob ich das unbedingt brauche, ist auch so eine Frage, aber repräsentativer als ein Facebook-Account oder ein Blog, das eben nicht auf den ersten Blick über mich informiert, wäre es schon. Ihr merkt, das Mantra „Spätere Arbeitgeber_innen werden dich googeln!!!!11Elf“ hat sich eingebrannt. Angriff ist in der Hinsicht die beste Verteidigung und sämtliche Dienste, sei es about.me oder gar facebook, können von heute auf morgen abgeschaltet werden. Besser also, das eigene „Profil“ selbst zu hosten. Andererseits reicht vielleicht auch ein „Lebenslauf“ auf meiner Autorenseite.

Ansonsten: Meine Radiosendung Crumble lässt sich jetzt auch als Podcast hören. Meine Suppe benutze ich wieder regelmäßiger, da gibt es aber vor allem Bilder, die ich auf irgendeine Art und Weise interessant finde. Ich habe mir außerdem fest vorgenommen, in nächster Zeit Kuchenbaum fertig zu schreiben und Verlagen zur Veröffentlichung vorzulegen. Für Tipps oder Hinweise dementsprechend bin ich natürlich immer offen.

photo cc by Dinukshan Kuruppu