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Interview: Last Summer Dance

lastsummerdance

Ich habe letzte Woche Tessy und Christian von dem luxemburgischen Festival Last Summer Dance interviewt, heute lief das Interview im Radio. Ich bin seit gestern Abend wieder in Wien (und „müsste“ jetzt nicht mehr jeden Tag bloggen, aber so lange wie ich das schaffe, werde ich es weiterhin versuchen) und bereue es tatsächlich ein wenig, dass ich das nächste Wochenende nicht mehr in Luxemburg bin, da ich das Festival so natürlich verpasse. Ich bin eigentlich kein Festivalmensch: die Vorstellung, mit vielen Menschen gemeinsam im Freien Musik zu hören macht mir eher Angst, aber auf das LSD (hihi) würde ich gehen. Neben Musik gibt es auch Workshops, Diskussionsveranstaltungen, eine Kunstausstellung, gefühlt tausende Fressbuden und und und.

Aber hört selbst (indem ihr diesen Link anklickt).

HARIKO

Ich habe gestern schon über das Projekt HARIKO des luxemburgischen Roten Kreuzes geredet und den Podcast zu der Reportage, die ich gemacht habe, versprochen. Wenn ihr diesen Link anklickt, kommt ihr zum Podcast. Und hier findet ihr meine ganze heutige Radiosendung.

HARIKO

Ich finde die Idee des Projektes ja supergut und hoffe, dass das so klappt, wie die Initator_innen sich das vorstellen. Die suchen übrigens noch Bands und Musiker_innen, die in Proberäume in den Keller einziehen wollen, falls wer das liest und den Kontakt braucht, gebe ich den gerne weiter.

Hat nichts mit dem Projekt zu tun, aber ich habe das gerade gelesen und fand es lustig: 15 etwas unüblichere Uni-Mottos und die bizarre Syntax von Sexiest Man Alive.

Vorgelesen: Vernissage postmoderne

Ich nahm vor ungefähr zwei Wochen an einer Poetry Slam-Show teil. Ich kann eigentlich gar nicht richtig slammen und hatte dementsprechend ein bisschen Bammel, gemeinsam mit Menschen wie Mieze Medusa und Yasmo auf einer Bühne zu stehen. Meine Texte sind dann aber gut angekommen, ganz besonders Vernissage postmoderne. Und da nicht alle Menschen, die meine Texte lesen, nach Wien in das viel zu kleine Tüwi kommen konnten, habe ich den Text mal aufgenommen:

Die Aufnahme auf Soundcloud.

Welcome to Night Vale

Logo Welcome to Night Vale.Ich habe es schon einmal in einer meiner Linkspam-Posts erwähnt: Welcome to Night Vale ist einer der besten Podcasts, die ich kenne. Eine fiktive Community Radio-Sendung des etwas … merkwürdigen Wüstenstädtchen Night Vale, in dem Lovecraft‘sche Alpträume auf mysteriöse und leicht bedrohliche Geheimdienste, Geheimpolizei(en), kapuzenbemantelte Wesen und die GLOW CLOUD treffen ist ja einfach auch ein hübsches Motiv. Dieses wird treffend, fast feinfühlig umgesetzt. Durch den Charakter der Radiosendung mit ihren verschiedenen Rubriken können auch kleinere Ideen leicht erzählt werden, ohne eine Story ganz aus den Augen zu lassen. Weiterlesen

Radiocamp Nachlese

Der Bodensee von Bregenz aus gesehen. Himmel und See machen einen Großteil des Bildes aus, beide in strahlendem Blau. Der Himmel nimmt zwei Drittel des Bildes ein, ein schmaler, grüner Uferstreifen trennt ihm vom grünblauen See.

Es ist spannend. Je mehr internetfähige Geräte ich mit an den Bodensee zum Radiocamp schleppe, umso weniger blogge ich von dort. Dabei habe ich damalsâ„¢, als es nur drei internetfähige Rechner auf dem ganzen Camp gab, sogar livegebloggt. Heuer hatte ich ein Smartphone und mein Netbook mit und habe nicht einmal wirklich getwittert. Das kann aber auch zu einem guten Teil daran liegen, dass die meisten Teilnehmer_innen ähnlich ausgestattet waren und das Camp-WLAN das nicht so prickelnd fand und das Internet daraufhin mehr oder weniger streng rationiert wurde („Workshop X braucht von 9 – 14h Internet, bitte schaltet das WLAN auf euren Telefonen aus„).

Ich habe ziemlich spontan einen Workshop mit dem lustigen Titel „Wie mache ich Jugendradio?“ übernommen. Zwei Stunden haben wir über Jugendradio in seinen verschiedensten Formen geplaudert, dann sind wir dazu übergegangen, zwei Hörspiele zu produzieren. Wie das passiert ist, habe ich im Radiocampblog aufgeschrieben.

Anhören könnt ihr euch die Hörspiele hier:

Die Mückenmafia
[audio:http://www.freie-radios.net/mp3/20130516-diemckenma-56026.mp3] Download

Die Rückkehr
[audio:http://www.freie-radios.net/mp3/20130516-dierckkehr-56024.mp3] Download

Ich würde gerne mehr in Richtung Hörspiel machen. Mir schwebt eine Serie vor, mit vielleicht 15 Minuten pro Folge, vielschichtige Story, halbwegs gut produziert. Vielleicht ja sogar auf Luxemburgisch.

Interview: “Onst Gewëssen” vu Richtung 22

Ein luxemburgisches Interview über einen luxemburgischen Film verlangt einen luxemburgischen Text.

Fir de Crumble hunn ech de Lars vun Richtung 22 interviewt. (Spellchecker.lu schléit mir „intervieft“ fir. Ech loosse vill mat mir maachen. „Mä“ zum Beispill. Mä domadder hält et op. Pardon.) Mir hunn bal eng hallef Stonn iwwert de néie Film „Onst Gewëssen“, Richtung 22, Kulturpolitik zu Lëtzebuerg an Filmdistributioun geschwat.

Ech hunn den Interview op knapp eng Véirelstonn geschnidden, hoffentlech ouni eppes essentielles auszeloossen. D‘Tounqualitéit ass éischter dauschend wéi berauschend, mä léiwer en Interview an net-immenser Qualitéit iwwer Skype wéi guer keen.

[audio:http://media.blubrry.com/aracityradio/p/podcast.ara.lu/wp-content/uploads/2013/04/onst-gewessen-richtung22.mp3]
Download als mp3

De Film wäert ab dem 1. Mee op Richtung22.org ze gesi sinn, am Interview sinn keng Spoilern.

Write Out Loud

Als Joshi mich vergangenen Sommer am Rande einer Lesung fragte, was ich von der Idee eines Hörbuches mit Texten luxemburgischer Autor_innen hielt, muss ich wohl erst einmal die Stirn gerunzelt haben. Die Idee, auf CD veröffentlicht zu werden, erschien mir etwas unrealistisch. Natürlich habe ich trotzdem nicht Nein gesagt, sondern Texte zusammen gesucht und die lange, beschwere Reise in den wilden Osten Luxemburgs, mystisches Land von Blogger_innen und Schnapsbrenner_innen zum brainfood-Studio auf mich genommen. Und nun sind wir, dank Joshis unermüdlichem Einsatz auf CD bei op der lay veröffentlicht worden. Write out loud heißt das Projekt, es sind Werke von Joshi Gottlieb, Claudine Muno, Laetitia Kaiser, Sarah Pepin, Vanessa Wujanz, Jacques Schiltz, Thierry Heles (edit: Da ich die Namensliste von seinem Blogpost geheguttenkopiert habe, stand er ursprünglich nicht hier. Tschuldigung!) und meiner Wenigkeit zu hören. Ich kann es immer noch kaum fassen.

Die CD kostet 8 € und lässt sich hier bestellen. Menschen, die momentan in Wien wohnen oder einen Besuch planen, melden sich am Besten gleich bei mir, dann sparen wir uns den Versand und können eventuell auch noch einen Kaffee zusammen trinken!

heiter scheitern

heiterscheitern

Ich bin vor einiger Zeit durch einen Link von Nele über den Podcast heiter scheitern gestolpert. Ein queeres Stößchen aus den Zonen der Unbewohnbarkeit beschreiben die drei Podcasterinnen aus Hamburg ihr Projekt. Es erinnert ein wenig an den wohl bekannteren Spreeblick-Podcast. Leute sitzen irgendwo und reden über Zeugs und das wird aufgenommen. Während Johnny und Tania Spreeblick meistens über ihr Privatleben und lustige Begebenheiten daraus erzählen und dabei von Thema zu Thema springen, so haben Marlen, Steff und Joke immer schon ihr Grundthema Queer. Und jeder Podcast behandelt einzelne Facetten bzw. mehr oder weniger spezifische Themen aus queerer Sicht.

Horizonterweiterung ist garantiert, so leben die Drei z.B. in einer funktionierenden, Dreierbeziehung. Und man verzeihe mir meine Unwissenheit, aber auch wenn ich das Konzept Polyamory kannte, so wusste ich einfach bis vor kurzem nicht, dass es sowas gibt und wie das funktioniert. Auch wenn ich empfehlen würde, bei der ersten Folge anzufangen, wenn man keine/wenige Vorkentnisse hat, so fand ich die Folge über Beziehungen und die über I kissed a girl am interessantesten.

Absolute Hörempfehlung.
Übrigens merkwürdig, wie sehr meine Anforderungen an Radiosendungen und an Podcasts varieren. Ich finde solche Gesprächspodcasts toll und überlege schon, in einer eventuellen WG einen einzuführen, während ich sowas im Radio niemals hören würde bzw. Musikpausen einbauen würde. Aber funktionieren beide Medien tatsächlich so unterschiedlich? Oder könnte man auch eine anderthalbstündige Diskusionssendung im (freien) Radio ohne Unterbrechungen senden?

Photo cc by celesteh

Raymond Clement

raymondclement-teaser

Noch bis zum 25. April läuft im Rahmen des europäischen Monats der Photographie die Austellung Element 5 des luxemburgischen Photographen Raymond Clement. Holz bzw. Bäume sind das Thema der Austellung, die echt beeindruckende Bilder aus allen Teilen der Welt zeigt, welche die drückende Sonne der kanarischen Inseln genauso verspüren lassen wie die Kälte der öslinger Kuppen.

Auch hier habe ich es mir nicht entgehen lassen, das Mikro zu zücken und den Photographen mit ein paar Fragen zu löchern:
[audio:http://www.graffiti.lu/audio/Crumble/2009/RaymondClement.mp3]

(Foto von Raymond Clement und mir unterliegt dem Copyright von Jean-Marc Parries)