Die Enjoybarkeit der Postapokalypse

Als ich das Gefühl hatte, ein ruhiges Wochenende gehabt zu haben.

Das Wochenende war ruhig. Das stimmt überhaupt nicht, es waren an allen Tagen eigentlich zu viele Menschen und zu wenig Serien. Ich habe Dinge zu Ende gebracht und Dinge getan, die eigentlich nur ein paar Minuten dauern, die ich aber davor nie erledigt hatte. Das ist gut, das hilft, das fühlt sich produktiv an. Aber es hilft nicht wirklich beim Entspannen. Die Woche, die vor mir liegt, wird kurz und vermutlich alleine deswegen sehr anstrengend und unangenehm. Ich werde mich einfach durchkämpfen, habe ich beschlossen. Beschlossen, als hätte ich irgendeine Option.

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Die Schredderfolge

Als ich mir nicht sicher war, ob ich nicht doch hätte „die Drogenfolge“ schreiben sollen.

Es ist ein wenig merkwürdig, nach einem großen Sturm in Luxemburg über die Hitzewelle zu schreiben, aber irgendwie habe ich es im Gefühl, dass die vorherigen beiden nicht die letzten des Sommers gewesen werden sein. Diese Podcastfolge wird also wieder aktuell werden, falls sie es nicht ohnehin noch ist. Warm ist es ja trotzdem.

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weekend reading 28

Als es wieder mal Links gab.

Okay, das geht heute etwas schneller, weil es ist schon beinahe Mitternacht und der Tag war aus irgendeinem Grund anstrengend, was vermutlich an der Post-Unwetter-Heimreise lag. Ich hab diese Woche ein Editorial über Hate Speech im Netz geschrieben, in dem darauf eingehe, was die beiden Massenschießereien mit uns zu tun haben. Im Podcast haben wir darüber (auf Luxemburgisch) ebenfalls geredet. Den Artikel meiner Kollegin über Body Positivity lege ich euch auch ans Herz.

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Der halbe Sommer

Als ich nicht das gebacken bekam, was ich wollte.

Es bleibt so wenig vom Tag nur noch, in das ich gerne so viel reingequetscht hätte. Das wird nicht funktionieren, es kann nicht funktionieren, es hat noch nie funktioniert, zumindest nicht so. Ich hatte so viel vor diesen Sommer, aber ich habe noch nicht einmal die Hälfte davon geschafft, und ich weiß nicht, was ich noch alles machen kann.

Das macht aber nichts, denn ich habe zweieinhalb freie Tage vor mir, und immer noch den halben Sommer.

Das Unangenehme

Als ich ein Problem wegprokrastinieren wollte.

Foto aus dem Zug aufgenommen, verschwommenes grünes Gebüsch, dahinter ein paar einzelne Bäume.

Ich treffe eine Entscheidung, recht spontan, weil ich endlich einsehe, dass ich etwas tun muss. Ich hasse mich selbst dafür, sie nicht schon früher getroffen zu haben, nicht schon darüber hinweg zu sein. Ich bin recht gut darin, dem Unangenehmen aus dem Weg zu gehen, bis es mich an den Füßen hält und ich stolpere. Das ist nicht unbedingt eine Qualität. Danach bin ich glücklich, mich immerhin für etwas entschieden zu haben und eine Deadline vor mir zu sehen. Das Problem fühlt sich gleich viel weniger groß an, vielleicht verschwindet es nun einfach von selbst.

Der Urlaubstag

Als ich bunte Wimpel über mir hatte.

Es ist den ganzen Tag regnerisch, ich ziehe das erste Mal seit gefühlten Monaten wieder freiwillig eine lange Hose und eine dünne Regenjacke an. Und merkwürdigerweise fühle ich mich kurz wie im Urlaub, auch wenn an all dem, was ich tue, nichts urlaubmäßig ist.

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Das Tröpfeln

Als ich abgelenkt war.

Ein gelber Gartenschlauch auf Betonuntergrund.

Ich bin abgelenkt, den ganzen Tag, vielleicht weil ich am Weg zur Arbeit so viele Ideen hatte, die ich alle schon wieder verwarf, als ich aus dem Zug gestiegen bin. Das Problem, sich eine Aufgabe zu suchen und die dann umsetzen, statt drei verschiedene anzufangen, diese aber nie zu beenden, scheint manchmal zu groß. Außerdem ist es warm und der Bürohund benimmt sich merkwürdig, ich weiß nicht, was ich drüber denke solle. Es passiert nicht viel, die Stunden tröpfeln so vor sich hin und bevor ich eine Sinnkrise haben kann, fahre ich wieder heim.

Die rote Erde

Als ich im Wald war.

Wald, rote Felswand und viele Bäume

Es ist möglich, im Nachhinein alles zu verklären, aber ich möchte das nicht. Ich habe an einer Kurve rumgespielt, bis das Foto so aussah. Ob das noch irgendetwas mit der Wirklichkeit zu tun hat, die der Sensor in meinem Handy aufgefangen hat, weiß ich nicht mehr. Ich habe die Erinnerung an einen Spaziergang, der vor wenigen Stunden stattfand, schon wieder verdrängt.

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Die Gedankenlosigkeit

Als ich Wein verschüttete.

rosenblätter, darüber himmel

Den letzten Wein verschütte ich im Treppenhaus, weil ich lieber tausend Dinge schleppe, statt zweimal zu gehen und dabei natürlich stolpere. Die Brombeeren, die ich mit Zucker aufgekocht habe, muss ich wieder in den Kühlschrank stellen, weil ich sie nicht pur essen kann. Ich weiß nicht, zu was ich sie essen soll, jetzt wo ich kein Eis mehr habe, aber ich werde mir wohl irgendetwas ausdenken. Meine Gedanken sind nicht sonderlich geistreich oder interessant an diesem Abend. Immerhin habe ich eine gute halbe Stunde über Verkehrsplanung gesprochen, worüber ich einfach jeden Tag stundenlang reden könnte, ohne dass es mich langweilen würde.

Es gibt kein Fazit, nicht heute.

weekend reading 27

Als mal wieder Zeit für Links war.

Weißer Text auf schwarzem Grund: Soulzeppel.in Weekend Reading. Episode 27 Freitagabend, Zeit für links.

Oh Leute, diese Woche war ich recht fleißig! Am wichtigsten ist wohl trotz der Kürze das Editorial über Klimawandelleugner*innen, das ich „Den Vogel abgeschossen“ nannte. Weil es um eine Person namens Vogel geht, die in Luxemburg eine gewisse Berühmtheit hat und – ja, die Auswirkungen des Klimawandels leugnet. Darüber haben wir auch im Podcast (auf Luxemburgisch) geredet.

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