Das Erwachen

Als etwas anders war, im Guten.

Es ist so merkwürdig, ich kann mich nicht erinnern, mich je so gefreut zu haben, neben einer Person aufgewacht zu sein. Ich bin sicher schon glücklich neben jemanden aufgewacht, aber meistens war ich verwirrt oder fand es merkwürdig, nicht in meinem Bett zu liegen oder jemanden in meinem Bett zu haben, aber diesmal war das anders. Ich weiß nicht, was der Unterschied ist, vielleicht sind es nur ein paar Millimeter auf einer mir unbekannten unsichtbaren Skala.

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Bucket of Bolts – ETHA (1)

Als ich das Raumschiffspiel spielte.

Ich machte heute mal etwas anderes als sonst, und vielleicht halte ich das auch die nächsten Tage durch. Ich habe vor kurzem die PDF-Version von Bucket of Bolts erhalten, einem Solo-RPG, bei dem eins ein Raumschiff kreiert und es einige Zeit lang begleitet. Das, was ihr hier lesen könnt, ist der erste Teil des ersten Aktes von drei, es sollte also noch ein paar Teile mehr geben. Ich habe zwar schon das eine oder andere Solo-RPG angefangen, aber das Konzept von Bucket of Bolts gefällt mir so gut, dass ich denke, dass ich es diesmal auch durchziehe. Und wieso nicht meine Kreation mit euch teilen? Wer beim Kickstarter nicht dabei war, kann die PDF-Version hier erwerben und mehr über das Spielkonzept lesen.

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Das große Glas Wasser

Als eine Tür aufging.

Diese Tür geht auf, und du stehst auf einmal da. Ich kann es nicht ganz fassen, dass es wirklich und endlich soweit sein soll, aber es passiert tatsächlich. Noch trennt uns diese merkwürdige Absperrung, deren Sinn sich mir nicht völlig erschließt, auch wenn sie sie vermutlich einen Zweck erfüllt. Du wirst mir später sagen, dass ich einfach so durch diese Tür gekommen bin und da war. Wie tröstend, das die Wirklichkeit für uns beide so unwirklich war.

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Die Rückkehr (2)

Als ich zurück war und es nicht sein wollte.

(Ich war etwas mehr als zwei Wochen im Urlaub und habe ganz frech entschieden, in dieser Zeit einmal nicht zu bloggen. Ich bereue es eh ein wenig, aber manchmal ist es halt wirklich ganz gut, die Eindrücke einfach auf sich wirken zu lassen.)

Als das Flugzeug abhebt, wünsche ich mir fast, ich könnte irgendetwas tun, um meinen Aufenthalt doch noch zu verlängern. Dinge, die unvermeidbar passieren werden, nicht zu wollen, hilft nicht so viel, aber es fühlt sich manchmal weniger verzweifelnd an, wenn ich zumindest einen unerfüllbaren Wunsch äußern kann. Ich muss an die Worte denken, die mir gesagt wurden, an mein Grinsen, das ich unter der Maske tragen soll, während ich in den Sonnenuntergang fliege.

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Die Viertelstunde

Als ich die schlimmste Viertelstunde meines Lebens hatte.

Ich liege die ganze Nacht wach, zumindest fühlt es sich so an. Mein Hals kratzt und eigentlich habe ich Pläne, die sich damit halt überhaupt nicht verwirklichen lassen. Der Gedanke lässt mir beinahe die Tränen kommen. Als mir dann eine freundliche Stimme das Gegenteil mitteilt, möchte ich der dazugehörigen Person beinahe um den Hals fallen.

Das Müdigkeitsmysterium

Als ich zu früh aufwachte.

Ich wache viel zu früh auf und kann mich nur über meinen Körper ärgern, der zwar richtigerweise vor meiner normalen Uhrzeit wach wurde, aber halt auch anderthalb Stunden vor dem Wecker. Nach einigem Rumliegen und -wälzen entscheide ich mich für Kaffee und Frühmorgensnervosität, die den halben Tag anhalten soll. Während zwei Stunden ist alles in Ordnung, ehe mich am Abend eine seltsame Müdigkeit befällt, die ich mir kaum erklären kann.