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Live-Blogging

Das nächste Mal blogge ich die Oscars auch live. So wie hier. Und an mindestens 15 anderen Stellen im Web. Ich verstehe relativ wenig von Filmen, aber Spaß macht das sicher, sich die Nacht so um die Ohren zu schlagen. Und dann hat man wenigstens einen Grund, morgens totmüde zu sein.

Und ich konnte eh bis 3 Uhr nicht schlafen, verdammt.
Good Morning everybody.

(Ach, Babel hätte mehr Oscars gewinnen können. Aber ich hab The Departed ja auch nicht gesehen und bin, wie erwähnt, qualifiziert. nicht qualifiziert)

Wieso ich blogge (II)

Weil es die gottverdammte Revolution ist.

Es war nie einfacherer, Texte ins Internet zu setzen. Aber ich hatte auch mit komplizierten Lösungen nie meine Probleme. Ehe ich auf das Blog-CMS Nucleus umgestiegen bin, habe ich das Blog jeden Tag als HTML-Text geschrieben und geupdated. Irgendwann dachte ich, dass es wohl furchtbar schick wäre, ein RSS-Feed zu haben. Dann habe ich das RSS-Feed halt auch selbst gecodet.
Trotzdem gibt es mehr als genug Leute, die sich alleine bei der Vorstellung, auch nur irgendetwas mit HTML zu tun haben zu müssen, vor Angst fast in die Hose machen oder schon keine Lust mehr haben.

Mit Blogs ist das egal. Es funktioniert einfach oder man findet einen hilfsbereiten Menschen, der einem das Blog einrichtet. Das muss einmal getan werden, und dann kann man schreiben. Das kann jeder tun, und ebenso kann jeder es danach lesen.

Die umgekehrt chronologische Reihenfolge der Einträge scheint den meisten Menschen gut in den Kram zu passen. Vielleicht liegt es auch einfach nur an unseren Lesegewohnheiten im Internet. Das aktuellste steht oben, wo es am besten sichtbar ist.
Man muss, anders als bei „personal homepages„, nicht lange suchen um zu finden was man sucht oder was man finden soll. Das Design ist einheitlich, was die Übersichtlichkeit nochmals erleichtert.

Gut: Jeder kann bloggen und jeder findet sich mit Blogs zurecht. Ist das nun schon die Revolution?
Die wahre „Revolution“ entsteht durch das Linken, die Kommentarfunktion, die Fähigkeit, nicht nur Texte ins Internet zu setzen, sondern sich auch mit anderen Menschen auszutauschen. Es gibt wohl kaum ein Medium, dass eine direktere Kommunikation zwischen Sender und Empfänger ermöglicht als das Blog.

Ich hatte anfangs sehr wenig Kontakt mit anderen Bloggern. Alle Blogs, die ich damals (back in 2001/2002) fand, erschienen mir uninteressant oder ich verstand nicht sofort, worum es dabei ging. Trotzdem war Bloggen für mich eine wichtige Sache – obwohl ich zeitgleich auch eine/mehrere Homepages unterhielt. Irgendwann kam dann auch der „Klick“ mit Kommentaren und Kontakt zu anderen Blogs, und mit einem Schlag traf ich auf eine völlig andere Welt, etwas großes, das mich sofort faszinierte.

Ich denke, diese Gedanken kann man noch vertiefen. Und da ich „Wieso ich blogge“ von Anfang an als Reihe konzipiert habe, wird da wohl noch einiges nachkommen. Ich finde es jedenfalls interessant, über das Bloggen zu bloggen. Und da mir die Frage nach dem „wieso eigentlich“ in den letzten Tagen öfters gestellt wurde, bringe ich so einige dieser Gedanken auch hier unter.