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Podcast: Angscht a Schrecken an enger Pubsagence

Neue visuelle Identitäten finden ist nicht immer leicht. Deshalb sucht man sich Hilfe von Professionellen. Problem nur, wenn die sich in einem labyrinthartigem Haus mit gespenstisch weißen Wänden verstecken und es überall verdächtig nach Koks aussieht…

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Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.

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Podcast: Angscht a Schrecken op enger Chreschtdaagsfeier, déi schon am November waar

Die Weihnachtszeit beginnt immer früher. Und damit auch die Zeit, in der man sich auf irgendwelcher Feiern für lau volllaufen lassen kann – oder zumindest ein paar Häppchen futtern kann. Das man auf solchen Feiern jedoch auch jede Menge Angst und Schrecken erleben kann, musste ich am eigenen Leib erfahren.

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Podcast: Angscht a Schrecken Jingels

Ich habe mir einen Spaß draus gemacht, ein paar Jingels für meine »Lieblingsserie« zu machen. Die dürft ihr auch gerne in euerem Podcast spielen oder sie euch auf CD brennen und den ganzen Tag lang anhören.

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Download: Salzsäure, Drogen, Flucht, Toni, Toma

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Der Tag, als der blaue Hirsch starb oder: An iwerhaat, mir hu Kulturjoer, d’Leit sollte méi Drogen friesse

Ich war gestern den ganzen Tag lang damit beschäftigt, das Livestudio von Radio ARA abzureissen und dabei zu helfen, das Aufnahmestudio in ein Sendestudio und den Schneideraum in ein Aufnahmestudio zu verwandeln. Eigentlich mag ich das Gefühl von Baustellen – Werkzeug, mit dem man herumspielen kann, Maschinen, die man gerne mal für ein Industrialprojekt ausleihen möchte und Menschen, die Langwelle auf unbenutzen Telefonleitungen hören können. (Das geht anscheinend auf jeder unbelegten Telefonleitung. Ausserdem hörte man in Junglinster, wo die RTL-Sendetürme stehen, früher diesen Sender im Telefon, weshalb der Ort einer der ersten war, der unterirdisch verkabelt wurde.)
Als mich dann auf dem Heimweg befand, erinnerte ich mich daran, dass dies der letzte Tag des Kulturjahres war. Irgendwo hab ich gelesen, dass man für gestern 40.000 Besucher erwartete. Okay, mag sein, dass ich die Parade verpasst hatte, aber ausser einem gigantischen Verkehrschaos sah ich nichts. Oder, so gut wie nichts. Ein paar Buden, die verzweifelt versuchten, Getränke und Fressalien an nichtexistente Zuschauer eines Events, das so gut wie nicht stattfand, zu verkaufen. Gegenüber vom ArcelorMittal-Gebäude, dh. im »Rousegärtchen« wurde mit Flutlichtern gespielt, während ein Kran irgendetwas hochzog. Das ging aber nicht schnell, sondern sollte wohl lange dauern. Für mich sah es so aus, als würden die ein Auto aus der Tiefgarage darunter rausziehen, aber ich irre da wahrscheinlich. Auf jeden Fall: zu langweilig, und vor allem regnete es mir zu viel.

Ich weiß nicht, wie es später in den Rotunden aussah, aber an die 40.000 glaube ich da auf keinen Fall. Das Kulturjahr ist sehr still gegangen, so wie es die meiste Zeit über sehr still war. Ich fand das irgendwie schade. Es lief eine Unmasse von Dingen, aber so wirklich gab es niemanden, der einen darauf hingewiesen hätte. Vielleicht war ich aber auch bloß einfach zu blind und habe viele tolle Dinge verpasst, weil ich mich nicht richtig informiert habe. Das interessanteste Projekt, von dem ich hoffe, dass es in der Form weiterleben und sich weiterentwickeln wird, ist wohl Flash007, bei dem ich ja bekanntlicherweise selbst – auch hier wieder viel zu selten – mitgemacht habe. Dann war All We Need wohl die beste Ausstellung, die ich gesehen habe, aber auch ParaDies fand ich nicht schlecht (da hab ich ja auch ausgestellt). Die Idee von Ni Vu, Ni Connu, fand ich exzellent – und auch sonst gab es einige tolle Dinge.

Sehr schade ist, dass man das Kulturjahrcafé Exit07 jetzt einfach schliesst – man hätte zumindest versuchen können, jemanden zu finden, der es im Spirit von 07 weiterführt. Was mit der nicht-renovierten Rotunde 2, die einen wunderbaren Industrieruiniencharme hat, passiert, ist auch ungewiss. Vermutlich wird man sie wie ihr Gegenstück renovieren, den Boden von Giftstoffen befreien und dann wird sie genauso steril aussehen wie die Rotunde 1 jetzt schon. Klappe zu, Hirsch tot, quasi.

Mit dem Kulturjahr, das nie wirklich von dem allgegenwärtigen blauen Hirsch loskam, stirbt die Kultur aber hoffentlich nicht. Es gab davor und es wird danach auch noch eine ganze Reihe wunderbarer Aktionen im Kunstbereich geben – und eine literarische ist ja im kommen.
Abschliessend hoffe ich einfach, dass mein Satz zum Kulturjahr auch 2008 noch irgendwie zu gebrauchen sein wird:
»An iwerhaat, mir hu Kulturjoer, d‘Leit sollte méi Drogen friessen«

Nackt. Essen. Drogen. Nackt.

Schreiben. Du fühlst dich, als hättest du seit Jahren nicht mehr geschrieben. Dabei ist es eher so, dass du keine Zeit hast oder zu müde bist, als dass du nicht schreiben wolltest.
Du hast in Dänemark immer seltsame Träume gehabt. Nacktes Abendessen und die seltsamen Nachwirkungen.
Das Handy macht sich auch nicht mehr die Mühe, merkwürdige Töne in den Boxen zu produzieren. Drecksding.
Mädchenmusik in den Ohren. In meinem Kopf spielt eine Reaggeband. Wenn das wirklich Musik ist?

Ich bin wirr und genieße es. Mein Leben dreht sich um mich herum, und ich versuche mit großen Schritten dem Untergang zu entfliehen. Welcher Untergang, fragst du, und schon schiesst dir jemand in den Kopf. Er schneidet deine Augen mit einem Skalpell heraus und benutzt die Löcher als Toilette. Die Augäpfel werden frisch in dünne Scheiben geschnitten und mit Zwiebeln und Muskatnuss gebraten. Die Pfanne wird zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt, danach mit etwas Milch wieder aufgekocht. Man nimmt die Augenscheiben in den Mund, drückt sie gegen den Gaumen und raucht schnell eine starke Zigarette.
Der Effekt soll wunderbar sein. Visionen und Gefühle, direkt im Gehirn, ohne einen Umweg. Man ist völlig abgeschottet von der Aussenwelt, weshalb niemand es tut.

Jetzt erfindest du schon Drogen, die du selbst natürlich niemals nehmen würdest. Du solltest dich in die Wanne legen und darauf hoffen, dass dein dreckiger, von kleinen feinen Narben übersähter Körper von den heißen Dämpfen gereinigt wird. Du könntest auch ein thailändisches Mantra der Hiatchi-Indianer dazu singen.

Irgendwo übergibt sich ein Mensch hinter seinem Bildschirm. Er wird es nicht wegwischen, sondern auf die Würmer warten

Enjoy!

Ich habe eben gesehen, dass auf meiner Matratze (auch so ein Wort, das ich schreiben kann, dann aber so komisch aussieht, dass ich meine, es sei falsch) das Wort »Enjoy« drauf gedruckt ist. Ich weiß nicht, ob man das Verfahren mit dem Muster und Wörter auf Matratzen gebracht werden, drucken nennt. Wahrscheinlich nicht, aber ihr wisst, was gemeint ist: Das war so, als man die Matratze gekauft hat und das ist kein Fehler. Nun gibt es auf Matratzen bzw. in Betten ja vieles, was man genießen kann: Schlaf, Selbstbefriedigung, Lesen, Träume, Telefonate, Sex. Was mich wieder an meinen Traum erinnert, den ich heute Nacht geträumt habe.
Symbolfoto: Drogen und eine Matratze
Symbolfoto: Drogen und eine Matratze (cc by Louie)

Ich war mit A. in D., meiner ehemaligen Schulstadt und Sitz ihrer Schule. Und das Gebäude, in dem wir uns befanden, hatte auch irgendwie etwas mit der Schule zu tun, auch wenn alles anders aussah als gewohnt und mein räumliches Lokalisierungsgefühl mir meldete, daß ich mich auf dem gleichen Platz befand wie die Schule. Wir waren in einem Schlafzimmer, vielleicht ein Zimmer eines Hotels oder eher: eines Internats. Und wir hatten einen Schrank in diesem hässlicher 70er-Jahre grün und der war gefüllt mit Drogen, die wir an Jugendliche verkauften. Oder gratis austeilten. Für diesen Teil kann ich nur spekulieren, denn die Erinnerung ist sehr nebelig.

Ich frage mich, ob man das eigentlich so neblig verschwommen träumt, oder ob es wirklich nur die Erinnerung ist.
Auf jeden Fall wurden wir irgendwann mal entdeckt. Ich weiß auch nicht mehr, von dem, es hatte nur etwas sehr offizielles an sich. Vielleicht war es ja die Polizei. Obwohl, ich glaube dass die Leute noch sehr nett mit uns waren. Irgendwann gingen SMS umher und es ging von drei Tagen Gefängniss die Rede.
Dann kommt wieder ein Teil, der noch verschwommener ist, als der Rest: A. war irgendwann weg und ich war dabei, zu flüchten. Auf jeden Fall dachte ich das. Bei mir war noch eine Person, die ich kannte, aber jetzt absolut nicht mehr identifizieren kann.
Irgendwann rief A. mich an und teilte mir mit, ich solle unbedingt in den Keller/Festsaal kommen. Der war in einem anderen Gebäude, das ganz aus Beton war und gar nicht nach Schule aussah. Im Festsaal lief der Abspann irgendeines Filmes, den die Schule wohl gedreht hatte. Ich war also zu spät. Vor dem Gebäude waren viele Menschen, mit denen ich mich unterhielt. Einige alte Bekannte begrüßten mich und fragten, was ich denn hier täte.
(Dann wachte ich irgendwann auf.)

Meine Träume sind verwirrend. Und für diejenigen, die sich jetzt auch fragen, ob ich Drogen genommen habe, ehe ich eingeschlafen bin: Ich war gestern sehr brav und habe einen Mochito getrunken, thankyouverymuch!

Chemische Drogen selbst herstellen!

Mag sein, dass ich ein ganz klein wenig so wirke, als ob ich ganz genau wüßte, wie man chemische Drogen herstellt. Aber ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. In meiner Obhut würde wahrscheinlich auch die resistenteste Cannabispflanze eingehen. Ich kann halbwegs mit einer Motorsäge umgehen, aber die Sache mit dem grünen Daumen ist eine andere.

Jedenfalls suchen eine Menge Leute nach Dingen wie „wie schnell läuft die reduktion von ephedrin und natrium ab“, „reduktion ephedrin natrium ammoniak“, „4-hydroxybutansäure kaufen“ oder auch „phenylaceton bestellen“.
Alles Dinge, die man wissen will, wenn man Cristal Speed oder Liquid Extacsy herstellen möchte.
Drogen, deren Auswirkungen so schlimm sind, dass ich nicht mal davon träumen möchte. Leute! Esst Pilzgerichte! Spielt im Schnee! Aber lasst solche Dummheiten!
Oder schaut gefälligst zu, dass endlich eine vernünftige Drogenbauanleitungsseite ins Netz kommt. Denn hier werden die Menschen doch bloss verzweifelt!