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Einschlafen

Meistens schlafe ich mit einem Hörbuch bzw. Podcasts mit Hörbuchcharakter ein. Ich bekomme nie sehr viel davon mit, höchstens zwei, drei Minuten, weshalb ich mit einer Folge von Dreiviertelstunde sehr lange komme. Allerdings heißt das auch, dass ich die Geschichte nicht unbedingt immer sehr aufmerksam verfolge.
Aber manchmal gibt es Nächte, da mag ich kein Hörbuch hören. Nicht, weil mich die Geschichte langweilt oder ich es nicht mag, mit einer Stimme einzuschlafen. Sondern weil ich mit meinen Gedanken alleine sein will.

Ich lege mir dann meistens ( ) von Sigur Rós auf und meditiere beim Einschlafen und Betrachten der Bilder in meinem Kopf über meine eigene (Nicht)Einsamkeit nach.
Und darüber, dass es schon lange niemanden mehr gibt, an den ich vor dem Einschlafen denken könnte. (Es gibt wahrscheinlich keine Möglichkeiten, irgendwelche schmierigen Witze abzuwenden, deshalb bitte ich euch jetzt einfach so tun, als stünde hier etwas so mächtiges, das alle Zweifel über die Art des “ an-jemanden-denkens“ auflöst.)

Und ich befinde dieses „Traurigsein“, diese Melancholie auf Kommando durchaus befreihend.