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Langsam.

Dolle Mina's dressed as sperm cells

Ich bin mal wieder zu langsam. Ich will nicht das vierte oder fünfte Review zu dem wirklich wunderbaren und sehenswerten luxemburgischen Film „Ons Identitéit – Mir hunn se fonnt“ schreiben, denn Thorben, Thierry und Pa haben das schon getan. Bleibt mir nur zu sagen: Seht euch den Film an!

Ich war auch zu langsam, um einen persönlichen Aufruf zum Spenden à la Jimmy Wales online zu setzen. Nachdem Spreeblick, Titanic und Thierry das gemacht haben, wäre es wohl unlustig. Flattrn dürft ihr meine Artikel trotzdem gerne, wer größere Geldbeträge überweisen will, kann sich gerne bei mir melden, ich übermittle dann die Kontodaten.

Ansonsten ist das Internet voller lustiger Dinge, so zum Beispiel einem tumblr über Pokémon, einem guten Artikel über Geschlechterrollen und Beziehungen von Malte Welding, einem Video über das Malen von Schlangen im Mathematikunterricht, eine Würfelsammlung, Tintin und Lovecraft und die Information, dass Sperma 1,5 GB an Information enthält. Und auch sonst gibt es unglaublich viele tolle Dinge in den Weiten des Netzes!

Filmsommer 2009: Midnight Meat Train

midnightmeattrain

Der Fotograph Leon Kauffmann, bisher eher schlecht als recht durch Fotos für die Sensationspresse über die Runden kommend, fotografiert auf der Suche nach Motiven ein Model, das kurz danach für vermisst erklärt wird. Bald vermutet er einen Zusammenhang mit dem Verschwinden weiterer Menschen und einem Schlachter, den er beim Austeigen aus der New Yorker U-Bahn fotografiert hat. Er wird besessen von der Idee, dass der Schlachter irgendetwas mit dem Fakt zu tun hat, dass immer wieder Menschen in der U-Bahn verschwinden. Seine Freundin Maya (Leslie Bibb), die in einem Restaurant arbeitet, in das Leon immer sein Tofu mitbringt, um es dort vom mürrischen Küchenchef Otto, gespielt von Peter Jacobson (bekannt als Dr. Taub in House), braten zu lassen, erklärt ihn für verrückt und will, dass er mit seinen Nachforschungen, bei denen er vom Schlachter Mahogany (Vinnie Jones) auch schon mal durch das Schlachthaus gejagt wird, aufhört.

Durch Zufall landet er wieder in der U-Bahn, in der Mahogany seine Opfer mit einem gigantischen Fleischhammer tötet, um sie dann von Nägeln und Haaren befreit im letzten Wagen des Zuges kopfüber an Fleischerhaken zu hängen und beobachtet das grässliche Schauspiel, ehe er vom wortlosen Schlachter entdeckt wird. Merkwürdigerweise tötet dieser ihn nicht. Leon erwacht im Schlachthaus und hat ein merkwürdiges Symbol auf seiner Brust eingeritzt. Auf den Schreck hin verputzt er erstmal ein Steak in Ottos Restaurant. Die Polizei glaubt ihm natürlich nichts, so dass er sich im Schlachthaus mit allerlei Messern und Beilen ausrüstet und durch die geheime U-Bahnstation wieder in den Midnight Meat Train einsteigt. Seine Freundin Maya und sein bester Freund Jurgis, gespielt von Roger Bart, ermitteln derweil auf eigene Faust im Appartement des Schlachters, wobei Jurgis von Mahogany erwischt wird.

Es kommt zum Showdown in der U-Bahn, Leon tötet Mahogany in einem heldenhaften Kampf und findet raus, das das Fleisch der entführten Menschen tatsächlich ins Schlachthaus gebracht wird. Sein Freund Jurgis hat die Attacke des Schlachters nur knapp überlebt. In der Endszene sitzt Leon im Restaurant und isst wieder Tofu. Auf die Frage, wieso er dem Steak wieder abgeschworen hat, meint er nur: „Ich weiß jetzt, wo das Zeug herkommt!“

Leider endet Midnight Meat Train nicht so. Das wäre ein halbwegs gutes, akzeptables Ende gewesen. Die Auflösung ist mehr als dürftig und zerstört vor allem die ganze Atomsphäre des Filmes, der eigentlich bis auf das Ende halt, ganz solide ist. Die Hintergrundgeschichte des Fotografen, der Künstler werden will und „das Leben der Stadt“ einfangen will, ist ganz okay und der mysteriös-stumme metzelnde Schlachter gibt genug Rätsel auf, die eben nur unbefriedigend erklärt werden. Kamera, Schnitt und Musik verleihen dem Film eine spannende Atmosphäre. Aber das Ende, leider durch die Geschichte des Schriftstellers und Produzenten Clive Baker vorgegeben, konnte der japanische Regisseur Ryuhei Kitamura auch nicht mehr retten. Nett fand ich den Aufritt von Peter Jacobson, der hoffentlich auch bald mal größere Rollen spielen kann.

Auf Rotten Tomatoes hat der Film merkwürdigerweise 70% bekommen, metacritic ist realistischer und vergibt 58 Punkte und bescheinigt „mixed or average reviews„.

Wegen des lausigen Schlusses und verpatzter Möglichkeiten (Soylent Green!) würde ich den Film nur absoluten Gerne-Fans empfehlen und vergebe 38 von 100 möglichen Tofustücken.

photo cc by Molly Des Jardin

Filmsommer 2009: Fighting

fighting

Ich war in den letzten Wochen für meine Verhältnisse oft im Kino und habe somit einige Filme gesehen. Und dann kann man ja auch ruhig mal einige Wörter zu diesen Filmen schreiben. Den Anfang macht Fighting von Dito Montiel.

Shawn McArthur, gespielt von Channing Tatum, verkauft gefälschte iPods und Harry Potter-Bücher in New York. Er wird von einigen jungen Männern angegriffen, die er verprügelt, ohne jedoch sein Geld zurück zu bekommen. In einer Bar trifft er dann einen der Männer, der ihm das Geld zurück gibt und ihm anbietet, für ihn in einem illegalen Straßenkampf teilzunehmen und so viel Geld zu machen.
Shawn nimmt an und gewinnt, in dem er seinen russischen Gegner in ein Waschbecken stößt. Auf der Siegesfeier in einem VIP-Raum einer Disko trifft er auf die Kellnerin Zulay Valez, gespielt von Zulay Henao, in die er sich verliebt. Außerdem trifft er auf seinen ehemaligen Erzrivalen, der von seinem Vater trainiert wurde.

Harvey Boarden, gespielt von Terrence Howard verschafft Shawn noch einige Kämpfe, während dieser eine Beziehung mit Zulay anfängt. Irgendwann kurz vor seinem großen Kampf mit seinem Erzrivalen bemerkt er jedoch, dass beide sich kennen und verdächtigt sie, eine Affaire zu haben …

Was klingt wie ein mäßiger Kampffilm mit der obligatorischen Liebesgeschichte, ist ein auf allen Ebenen gut gemachter, abwechslungsreicher Film, der mich auch überzeugen konnte, obwohl ich nicht gerade ein Fan von Martial Arts-Filmen bin. Durchaus empfehlenswert. Anscheinend ist das Erstlingswerk von Dito Montiel, Guide to Recognizing Your Saints, noch besser.

Die Reviews zu Fighting sind durchaus gemischt. Während Rotten Tomatoes nur 41% vergibt, so bescheinigt metacritic 61 von 100 möglichen Punkten und generally favorable reviews.

Ich vergebe 65 von 100 möglichen nuklearen Sprengköpfen.

photo cc by petite corneille

Live-Blogging

Das nächste Mal blogge ich die Oscars auch live. So wie hier. Und an mindestens 15 anderen Stellen im Web. Ich verstehe relativ wenig von Filmen, aber Spaß macht das sicher, sich die Nacht so um die Ohren zu schlagen. Und dann hat man wenigstens einen Grund, morgens totmüde zu sein.

Und ich konnte eh bis 3 Uhr nicht schlafen, verdammt.
Good Morning everybody.

(Ach, Babel hätte mehr Oscars gewinnen können. Aber ich hab The Departed ja auch nicht gesehen und bin, wie erwähnt, qualifiziert. nicht qualifiziert)

Filme

Ich freue mich auf eine ganze Reihe von Filme, die dieses Jahr in die Kinos kommen sollen. So zB. der Simpsons-Kinofilm. Obwohl ich mir da nicht sicher bin, wie man eine Geschichte erzählen will, die sich wirklich von der Serie abhebt. Aber ich lasse mich da sehr gerne überraschen.
Dann gibt es noch Across the Universe, bei dem der Trailer einfach so fantastisch aussieht, dass ich wirklich Lust habe, ihn mir anzusehen. Sehr bunt, storiemässig scheint es auch interessant zu sein, und hach, die Studentenbewegung in High Definition!

Es muss aber nicht immer bunt und freie Liebe sein: Children of Men ist da das komplette Gegenteil. Die Menschheit ist steril geworden und es herschen bürgerkriegsartige Zustände. Der Trailer ist es auf jeden Fall wert, angesehen zu werden, da da auch tolle Musik, nämlich von Sigur Rós, verwendet wird. Um Mal an Thierrys Filmposts anzulegen.