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nay th’ end

Death be nay th‘ end, they say
But I, standin‘ in a deep dark hole
I dare t‘ ask
if maybe th‘ end comes before Davy Jones‘ locker
dark an‘ intriguin‘ questions
asked winterlong durin‘ cold nights
Nay answers in these ruins build upon
ancient myths an‘ legends
nay more songs t‘ be sung by old men
this ivory tower has collapsed t‘ nothin‘ more
than a well
Davy Jones‘ locker be nay th‘ end, they say
I dare t‘ think: maybe destruction be
an‘ in th‘ same moment
I be collectin‘ pieces t‘ build
a new – me own tower
‚ere all me toughts shall be thought
‚ere I shall write me stories
‚ere I shall find protection
in deep winter nights

(International talk like a pirate day)

I am with you.

in tiefer Ehrfurcht und mit Entschuldigungen an Allen Ginsberg, dessen Geheul mich nie loslassen wird

Ich sitze im Halbparadies unter den Zikadenbäumen
strecke meine Fühler nach den Sternen aus
und singe mein Lied
auf dass sie meine Satelliten werden
drahtlose Verbindungen schwirren durch die frische Kühle der Sommernacht
die köstlich duftet nach Thymian und Rosmarin, die auf den Hügeln verdorren
WLAN, GSM, Infrarot, GPRS, UMTS, Kurzwelle, Langwelle, Mittelwelle, Mikrowelle
ich atme ein und aus
und sage euch
Ich bin mit euch.

Ich bin mit euch in Schandel
wo grosse Hunde bellen und Bäuche schmerzen aber alles gut werden wird
Ich bin mit euch in Junglinster
wo stumme Türme Lügen verbreiten und Zweifel sähen
Ich bin mit euch in Luxemburg-Stadt
wo wichtige Kämpfe vorbereitet werden
Ich bin mit euch in Rostock
wo das Meer nicht so freundlich ist wie hier und Pläne geschmiedet werden
Ich bin mit euch auf Friedhöfen
wo ihr euch langweilen müsst in Ewigkeit
Ich bin mit euch in Köln
wo meine Ungewissheit mich verbindet
Ich bin mit euch in Tübingen
wo ihr erwachsen werdet und es schon länger seid als ich
Ich bin mit euch am Bodensee
wo ich ein Teil meines Herzens verloren habe
Ich bin mit euch in Blogbuerg
wo viel zu lange schon Stille herscht
Ich bin mit euch in Schottland und Wales und der Schweiz und wo auch immer ihr seid
denn eure Reisen erfreuen mein Herz
Ich bin mit euch in Ettelbrück
wo ihr mich anscheinend mehr vermisst als ich meine Freiheit geniesse
Ich bin mit euch in Rockland
wo ich diesen Spruch falsch übersetzt habe
Ich bin mit euch im Norden und Süden und Osten und Westen
auf dem gesamten Erdball und drumherun und innendrinnen bin ich mit euch
auf dieser und der anderen Seite bin ich mit euch
wo auch immer ihr seid, ich bin mit euch Freunde
denn Empathie ist die einzigste Waffe die ich aus der Ferne habe
denn ich weiss, wie gut es sich anfühlt, zu wissen
dass noch jemand die gleichen Sterne sieht wie ich selbst

Call me zero

[Im Laufe einer »Waldwachstumskunde«-Stunde geschrieben, was eventuel eine Erklärung für den depressiven Unterton ist. Ich weiß, dass ich des Englischen kaum mächtig bin und meine Ausdrucksmittel in dieser Sprache begrenzt sind. Kommentare bzgl. Rechtschreibung, Grammatik und ähnlichem sind deshalb erwünscht. Was nicht heißt, dass inhaltliche Diskusion verboten ist. Im Gegenteil. Gedicht? Liedtext? Geständnisse eines Automaten? Was weiß ich.]

Call me zero
cause I am none
I am the void
I am anonymous
I am a dark spot
I feel nothing

Do I search pain?
I always say
everything is okay
but nothing is okay
empty body
empty soul
plastic skin
plastic flesh
feels so real
faked robot style
human typewriter
writing only meaningless letters,
empty words, void phrases
emulating feelings
simulating chest pain

Call me zero
cause I am none

Not The End

Death is not the end, they say
But I, standing in a deep dark hole
I dare to ask
if maybe the end comes before death
dark and intriguing questions
asked winterlong during cold nights
No answers in these ruins build upon
ancient myths and legends
no more songs to be sung by old men
this ivory tower has collapsed to nothing more
than a well
Death is not the end, they say
I dare to think: maybe destruction is
and in the same moment
I am collecting pieces to build
a new – my own tower
where all my toughts shall be thought
where I shall write my stories
where I shall find protection
in deep winter nights

[Ich weiß, dass ich des Englischen kaum mächtig bin und meine Ausdrucksmittel in dieser Sprache begrenzt sind. Kommentare bzgl. Rechtschreibung, Grammatik und ähnlichem sind deshalb erwünscht. Was nicht heißt, dass inhaltliche Diskusion verboten ist. Im Gegenteil. Und: Na endlich, ein Gedicht.]

Tränen

Die Luft war erfüllt mit Tränen
eines explodierten Wales
der sein Ende hoch über der Stadt gefunden hatte
während ich drinnen gesessen und Tee getrunken hatte
Es war kalt und ich spürte
es war kein Engel mehr da, der mich beschützte
Allles war totenstill und ohrenbetäubend
Ich lief wie kalt durch die Stadt
die der Nebel verschluckte
Es war kein Engel mehr da, der mich beschützte