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Das Schönste auf der Welt

And the way I feel tonight
I could die and I wouldn‘t mind
And there‘s something going on inside
[…]
Yeah, the world could die in pain
And I wouldn‘t feel no shame
And there‘s nothing holding me to blame

Pixies – Head On

Und plötzlich kommt es wieder über mich. Schreibenwollen. Schreibenkönnen. Lusthaben. Obwohl das mit dem Lust haben ja eher Quatsch ist, denn ich habe ständig Lust, ich habe immer den Drang, zu schreiben, aber es geht halt nicht immer. Manche mögen diesen Drang als unnatürlich ansehen, andere werden vielleicht verstehen, dass es einem sogar physisch schlecht gehen kann, wenn man längere Zeit nicht schreibt. Das gibt es übrigens auch mit vielen anderen Sachen. Ich könnte da Geschichten erzählen! Aber das hatte ich nicht vor, und deshalb schreibe ich diesen Artikel auch nicht. Ich wollte mich vielmehr der Frage stellen, die sich sundancer in diesem Posting gestellt hat und der sich Thierry ebenfalls schon angenommen hat. Und bei Sara ist das Thema ja auch schon angeklungen:
Was ist das Schönste auf der Welt?

Sundancer schreibt, das Schönste auf der Welt sei Freiheit, die Freiheit zu atmen. Das ist ein schöner Gedanke. Für mich war irgendwann einmal klar, dass wirkliche Freiheit nur innerhalb der wenigen Quadratzentimeter, die mein Kopf im Raum einnimmt, möglich ist. In und mit Hilfe von diesem Bündel von Nervenzellen, wo offensichtlich das haust, was ich als mein Ich, mein Geist, meine Seele bezeichnen würde, kann ich ganze Universen erschaffen, mir die irrwitzigsten Geschichten ausdenken und mit Personen reden, die nicht einmal existieren. Ich bin völlig frei, was nicht unproblematisch ist. Spitzfindige Gestalten werden mir jetzt sagen, dass auch mein Denken so sehr von äußeren Einflüssen gesteuert wird, dass ich wohl nie ganz frei sein werde. Aber immerhin ist man in Gedanken ein ganzes Stück freier als in der »realen Welt«. Was wiederum zur Frage führt, ob es die wirkliche und grenzenlose Freiheit denn nun überhaupt gibt, und wenn ja, ob sie überhaupt erstrebenswert ist.

Thierry meint, das Schönste auf der Welt sei das Glück, Menschen um sich herum zu haben, die einen lieben und die man selbst lieben kann sowie am Leben zu sein und es genießen zu können. Das ist auch schön. Aber wie genießt man das Leben? Wann kann man von sich behaupten, Menschen um sich herum zu haben, die einen lieben und die man lieben kann?

Als sturköpfiger Individualist, der immer anders sein muss als alle anderen, habe ich natürlich meine eigene Antwort auf die Frage.
Für mich ist das Schönste auf der Welt wenn man nicht denkt. Ich meine damit nicht, dass man unbesonnen handelt, sondern jene seltenen Momente, in denen man einfach das vollkommene Glück spürt, und nicht mehr nachdenkt. Es ist schwierig, jene Momente überhaupt zu orten, da man sie nicht bewusst erlebt sondern einem nur im Nachhinein überhaupt auffällt, dass man an rein gar nichts gedacht hat.
Ich muss zugeben, meine Antwort klingt bei weitem nicht so poetisch oder so großartig und wahr wie die Antworten von sundancer und Thierry, aber es war das erste, was mir bei der Frage durch den Kopf ging. Und vielleicht kann man ja alle drei Antworten kombinieren: Das Schönste auf der Welt ist es, die Gewissheit zu haben, dass jemand da ist, den man liebt und der zurückliebt, die Freiheit zu atmen zu haben und Momente zu erleben, in denen man nicht mehr nachzudenken vermag oder braucht.