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Erstaunlich warm und erstaunlich kurz

Als ich unmotiviert so etwas wie Tagebuchbloggen machte.

Ein Stück Garten mit vielen violetten Blumen

Es war heute erstaunlich warm. Vielleicht glaube ich doch, dass bald so etwas wie Sommer oder zumindest Frühling kommt. Ich traue dem Wetter nie, bin immer misstrauisch. Die unvorsichtige Art, in der ich mich kleide, drückt dieses Misstrauen aus. Immerhin könnte es ja auch viel wärmer und trockener werden und dann würde ich schwitzen in dieser Hitze statt zu frieren weil ich ich zu faul war, eine Jacke anzuziehen.

Die Wärme ist gut, denn ich habe endlich wieder meine Haare geschnitten und sehe weniger aus wie ein verwirrter Magier, als das für die letzten paar Wochen der Fall war. Gibt es eigentlich einen Namen dafür, dass Menschen (oder ich) schlecht darin sind, Dinge in regelmäßigen, aber recht weit auseinanderliegenden Abständen zu tun? Tragen sich Menschen das nächste Haareschneiden in den Kalender ein, oder passen sie einfach mehr darauf auf als ich? So saß ich in der Sonne, jammerte still über meine Unzulänglichkeiten und fühlte mich wie ein frischgeschorenes Schaf. Wobei frischgeschorene Schafe vermutlich eher unter einem Schock leiden, ich war mir nur nicht sicher, ob alle Haare die Länge hatten, die sie haben sollten.

Ich gieße die Pflanzen für das neue Pflanzenjahr, aber es sind nur ein paar wenige Töpfe mit Erde, die ich nass spritzen muss. Ich hatte gehofft, ich könnte die Zeit nutzen, mich zum bloggen zu inspirieren, aber es ist nur eine kurze, schnell erledigte Tätigkeit, an deren Ende ich mir den Kopf ganz sanft an der Dachschräge stoße.

Das ist keine Metapher für irgendetwas.