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Unproduktiv

Ich bin momentan sehr unproduktiv. Ich weiß nicht mal wieso – es ist eine Art generelle Lustlosigkeit. Ich habe weder die Emails, die auf Antwort warten, beantwortet, noch an irgendwelchen Projekten gearbeitet, irgendetwas geschrieben oder aufgenommen, ich habe nicht einmal irgendwelche großartigen IM-Gespräche geführt, und ich weiß nicht mal, ob ich das später noch tun werde. Ich lebe von Tag zu Tag – scheinbar ohne großes Ziel vor Augen. Ich sitze mit Tee und Muffins hier und fühle mich einfach nur leer. Die Muffins sind irgendwie so klebrig, dass man nur die Wahl hat, das Papier mitzuessen oder einen guten Teil Teig wegzuwerfen. Ich habe mich für letzteres entschieden, nehme ich doch schon ernährungsbedingt relativ viel Ballaststoffe auf.

Es fühlt sich merkwürdig an, mal wieder »einfach so« zu bloggen. Ich weiß nicht, wann ich das das letzte Mal getan habe, so Bauchbloggen ohne zumindest eine Zielsetzung. Als ich die Pressemitteilung für die Lesung Mitte Dezember rausgehauen hatte, wollte ich der Presse erst mal ein Blog ohne Katzenbildercontent bieten (was natürlich Blödsinn ist, man kommt hier nach zwei Klicks zu Inhalt, der ganz und gar nicht literarisch ist) und habe mich deshalb mit solchen Artikeln zurückgehalten, und dann fühlte es sich eine gute Zeit lang irgendwie falsch an, »einfach so« zu schreiben.

Vielleicht geht es mir auch deshalb so, weil ich zwischen die Fronten einer merkwürdigen Verschwörung geraten zu sein scheine, auf der einen Seite der Geheimdienst, auf der anderen die rechts ultrakommunistische ADR Pol-Pot-Brigade (oder so ähnlich). Das regt einen dann einige Minuten am Tag auf und dann schreibt man ein paar tolle Zeilen und die Welt sieht wieder anders aus.
Die Zeit fliegt dahin mit Nachgrübeln und Wikipedia-Rumgeklicke, und alle paar Minuten schreibe ich einige Zeilen oder auch nur Wörter in diesen Artikel.

Es gibt auch kein Fazit. Vielleicht sollte ich nur anmerken, dass ich meinen Tee mit Zucker weitaus leckerer finde als in gesund.

Back again

Nette Geschichte der Zufälle, mal wieder. (Dieser Eintrag dient dazu, Dinge zu erklären, die der normale Leser nicht einmal bemerkt haben sollte. Aber hey, wir sind hier im Internet, ich gehe davon aus, dass ihr mein Blog jede 5 Stunden anklickt.)
Gestern Abend gegen 23 Uhr wollte meine Verbindung mal wieder nicht. Irgendwo habe ich das Gefühl, dass solche Ausfälle vorauszusehen sind, denn es kam in letzter Zeit immer wieder zu kürzeren Ausfällen, aber ich dachte halt, zwischen den Jahren und am Wochenende arbeitet eh niemand, da wolllte ich auch keinen Anrufbeantwortet mit meinen Bedenken belangen.
Okay, ich überlebe Abende ohne Internet, aber meine Motivation, zu schreiben, war vollkommen dahin. Vor allem, da ich mein Produkt ja gerne gepostet hätte. Natürlich schreibe ich oft off-line und poste auch nicht immer sofort, aber na ja, wenn es gar nicht geht, hat man erst Recht keine Lust. Ich auf jeden Fall nicht. Also, Film angekuckt, bis mir fast die Augen zugefallen sind.
Dann, vor dem Schlafengehen, nochmal probiert, ob es nicht wieder geht. Also, das Internet. Es ging. Bis auf gewisse Seiten. Mein Blog zB. schien keine Verbindung zur Datenbank herstellen zu können. Und andere Seiten waren gar nicht zu erreichen.
Hatte jemand das gesamte Internet lahmgelegt? Hatte sich der Y2K-Bug um 8 Jahre verspätet, dann aber wieder um ein paar Tage verfrüht?
Nixda. Irgendwann erinnerte ich mich, dass mein Hoster die Datenbank updaten wollte. Das war‘s also! Und die anderen Webseiten, die da nicht zu erreichen waren? Egal. Darüber schlafen.

Heute morgen ging immer noch nix. Auf der Status-Seite meines Hosters stand etwas von technischen Problemen während dem Datenbankupdate. Okay, dachte ich, setzte eine HTML-Seite mit Entschuldigung und dem literarischen Output von gestern online. Und jetzt dürfen sich all jene, die nur per RSS mitlesen, in die Zehe beißen, denn die haben den neusten Teil der Ina-Saga nämlich verpasst. Ehe ich nämlich damit zufrieden bin, wird er nicht wieder online so leicht zu finden sein. Die restlichen Seiten, die gestern nicht gingen, waren auch einem Update zum Opfer gefallen. Über die Feiertage scheinen Hoster sonst nichts zu tun haben.
Auf jeden Fall könnte es sein, dass morgen wieder nichts läuft. Dann ist es auf jeden Fall wieder nicht meine Schuld.
Ach, und WordPress habe ich nebenbei auch noch geupdated.

Damit weiter im Programm, es steht noch ein herrlicher Jahresrückblick an. *gähn*
Und: Ich fand den dritten Pirates ja mal ein wenig entäuschend, vor allem gegen Ende. Legolas ist jetzt Davy James Jones?

Black Dog

Wie passend: Ich höre gerade Black Dog von dem Reunion-Konzert von Led Zeppelin, als ich einen Blogpost schreiben will. Da könnte ich ja gleich anmerken, dass die Sache mit dem Cat-Content wohl auf ewig Wunschtraum bleiben wird, da meine Familie sich heute einen Hund anschaffen wird. Für jene, die es interessiert: Bernersennen-Schäferhundmischling, weiblich, 9 Wochen alt. Ich bin ja mal gespannt. Namenstechnisch werden sich 7 Leute wohl nie eins werden, und ich unterstütze im Moment Sira (abgeleitet von Sirius, ui!), was wirklich das kleinere Übel darstellt. Natürlich werden alle meine Vorschläge wie »Sgt. Pepper« sofort mit einem »Au ja! Gute Idee!« begrüßt und sofort verniedlicht. Aus Sgt. Pepper würde dann Peppa.
Na ja, immerhin habe ich das nächste Mal, wenn ich ein Herbarium machen muss, Begleitung. Und Spaziergänge sollen ja inspirierend wirken.

Said this denke ich, dass ich das, was ich eigentlich schreiben wollte, wohl auf später verschiebe. Erstens mag ich gemischte Beiträge nicht so sehr und zweitens ist es in meinem Zimmer unerklärlicherweise eiskalt. Drittens brauche ich immer noch ein Kabel. Und neuen Tee. Weshalb ich mich jetzt schon mal im Gassigehen üben werde.

Mähh…

Mir ist langweilig. Und lustlos bin ich noch dazu. Ich habe nicht einmal Lust, einen Flamewar anzuzetteln (wüsste auch nicht, worüber). Ich hatte mir eigentlich einen ziemlich aktiven Tag vorgenommen, stattdessen habe ich den ganzen Nachmittag damit verbracht, eine gottverdammte Powerpointpräsentation zusammenzubasteln. Ich HASSE Powerpoint. Powerpoint ist das Business-Pendant zu langweiligen Diashows von dem letzten Badeurlaub auf Korfu.

Sollte ich je dem Erfinder von Powerpoint, Robert Gaskins, über den Weg laufen, so sei Gott ihm gnädig. Ich werde es nicht sein.

Und jetzt will ich mich betrinken und gefühlvolle Texte über Dreiecksbeziehungen schreiben, wenn niemand die Gedärme hat, mit mir zu per IM zu schreiben.

Käuflich? Haste gedacht!

Ein angeblicher »großer Fan meines Blogs« wollte einen Artikel hier kaufen. Für ein Poster, das 12,85 Euro kostet und wahrscheinlich einen realen Gegenwert von 3 Euro hat. Darüber hätte ich dann auch bloggen sollen. Die Idee ist strunzdumm, besonders wenn man mein Blog kennt. Ich habe also eine nette, höfliche Mail zurückgeschrieben und dem guten Mann die Lage erklärt. Und gefordert, dass er meine Mailadresse löscht. Es zuckte mich dann wieder in den Fingern, das P-Wort unter meinen Namen zu schreiben, aber das ließ ich lieber bleiben.

Leute: Lasst es doch sein. Ich will keine Poster, Energydrinks oder sonst was von dem billigen Kram, den ihr an Blogger verschicken wollt, damit sie Werbung für euch machen. Ich fühl mich nicht einmal geschmeichelt, dass ihr an mich gedacht habt.

Love? Hate! Kill! Chop! Fry! Destroy! oder: Last Chrismas, I gave you my heart. Do you want my liver this year?

Unfähig, zu beschreiben, was du fühlst. Landschaften der Zerstörung in deinem Inneren. Als habe ein atomarer Krieg dort gewütet. Mindestens. Täglich ein Einschlag, täglich ein Krater. Und wieso?
Ich weigere mich, aufzugeben. „Nein, ich werde dieses gottverdammte Spiel zu Ende spielen, so war ich CAPTAIN J. Fireball heiße!“, denkst du dir und musst selbst über das „CAPTAIN“ lachen. Wie furchtbar. Was für eine schrecklich lächerliche Vorstellung.
Brauche Muse, bezahle mit Texten.
Irgendjemand hat dich in ein tiefes Loch gestossen, ein Bohrloch in eine Tiefe, die du eigentlich nicht wieder betreten wolltest.
Was ist das für eine Scheiße hier unten?

Ein Ungeheuer mit hunderten von Mahlzähnen kommt auf dich zu und das einzige, was du zu deiner Verteidigung hast, ist kein Schwert, wie du gedacht hast, sondern ein rostiges Stahlrohr, das einmal einem Urzeitstaubsauger gehört hat.
Bloggen ist Seelentherapie. Nur will das nie jemand zugeben. Verschiedene Dinge verstehst du einfach nicht. Es will nicht in deinen Kopf hinein. Vor allem die Frage, wieso du plötzlich bloss ein rostiges Stahlrohr in der Hand hast, verschlägt dir quasi den Atmen. Und im gleichen Moment denkst du, dass du noch nie gehört hast, dass eine Frage jemanden den Atmen verschlagen hast. Also kann auch der faulige Atmen des Urzeitungeheuers mit 100ten von Mahlzähnen, in dessen Maul du schon quasi stehst, dir den Atmen verschlagen.

Das alles ändert nichts an deiner mehr als schlechten Situation. FUCK!