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Schaumschläger

[Dieser Beitrag ist nicht in dieser Reihenfolge entstanden, wie ich ihn hier zusammenstückele.]

Wild schäumen die verwischten Traumerinnerungsfetzen ins Unterbewusstsein zurück, als du diese Zeilen liest. Dein Körper ist wie elektrisiert – deine Hände kribbeln mal wieder.
Dir ist, als hörst du das Pendel wieder kurz über deinem Kopf schwirren – was du selbst nicht wahrnehmen willst. Damokles ist blind für Schwerter. Du hast geglaubt, aufschreiben würde wegsperren bedeuten, aber vielleicht musst du auch veröffentlichen. Und dann ist die Gefahr, dass diese Bilder ein noch stärkeres Eigenleben führen könnten, egal.
Immer wieder diese Berührung. Finale Bestimmung?

Vielleicht sollte man Träume einfach deshalb aufschreiben, damit sie einem aus dem Kopf verschwinden. Wie man sich einen Dorn oder Splitter aus dem Finger zieht, weil er einen ständig enerviert.
Man kann bei diesem Traum nicht wirklich von stören reden. Im Endeffekt, im Rückblick sozusagen, bleibt ein wohliges Gefühl der Geborgenheit. Zu den Tatsachen: I. und ich auf irgendeinem Konzert. (Mal wieder.) Es muss Sommer sein, denn I. trägt, wie alle Mädchen auf dem Konzert, nur ein Top. Und das ist auch schon bezeichnend für diesen Traum: Hitze, gepaart mit leichter Kleidung (die du an ihr noch nicht gesehen hast, soweit du dich erinnern kannst.) und dieses seltsame Gefühl, in der Menschenmenge eingeschlossen zu sein. Sie steht vor dir – und du nimmst sie in den Arm, deine Hände auf ihrem Bauch.
Die Umarmung ist intim, zu intim für Freundschaft. Das ist es, was den Traum so merkwürdig erscheinen lässt, weil trotz irgendeiner Story mit unwichtigen Nebenfiguren und ungewollten(?) Berührungen nur dieses Gefühl der Geborgenheit bleibt, nicht mal, wie sonst üblich, ein Kopfschütteln oder das berühmte »Blub«.

Traumdeutung?
Schnelle, skizzenhafte Gedanken: Du schreibst über Ina, als du zu einem Konzert mit I. fährst. Schlimmer noch: Du bekommst auf dieser Fahrt seit langem wieder Lust, zu schreiben. Da scheint es irgendwo also eine Verbindung zu geben (Als ob das nicht offensichtlich wäre!) Ina = I.? Nee.
Merkwürdig, dass deine Hände kribbeln, wenn du in deinem Heft liest, wann du jenen Text geschrieben hast, was nur in einer kleinen Randnotiz vermerkt ist. Was heißt das jetzt?

Eigentlich weißt du nur, dass es keine Antworten gibt. Und das auch diese Antwort ein klein wenig Selbstbetrug ist.

Nur ich und ich und ich und Tinitus

Die Neubauten kommen nach Luxemburg, die Neubauten kommen nach Luxemburg, die Neubauten kommen nach Luxemburg, die Neubauten kommen nach Luxemburg, die Neubauten kommen nach Luxemburg, die Neubauten kommen nach Luxemburg und es ist meine Schuld.(*)
Das Ticket ist natürlich schon bestellt. Bleibt die Frage, ob ich es wagen soll, ein Interview anzufragen oder nicht. Wobei ich momentan eher dazu tendiere, es zu tun, immerhin gibt es so eine Chance nur einmal im Leben. Na ja, mal sehen.
Ich freu mich jetzt schon irre, vor allem, da es bisher so aussieht, als ob das Konzert das erste der Tour sei. :-)

Bleibt bloss noch zu hoffen, dass die Rockhal ordentlich gefüllt sein wird am 4. April!

(*) Well, ich habe der Rockhal damals, als angekündigt wurde, dass es eine Frühlingstour geben würde, eine Mail geschickt, sie sollen mal schauen die nach Luxemburg zu kriegen, und ich hab ne nette Antwort bekommen, man würde sich für meinen Vorschlag bedanken und das ganze an die Booker weiterleiten. Also bin ich schon irgendwie Schuld, denk ich mal.

Kopenhagen 7

Uah. Gähn. Müde. (Schon wieder? Noch immer?)
Wir werden gerade mit AIR beschallt, was irgendwie ein wenig merkwürdig ist, vor allem da alle sehr müde aussehen, was aber vielleicht auch nur die Wirkung dieser Musik ist. Gestern also diese merkwürdige Südstaatenrockband im Gimle gesehen. Gimle ist übrigens sowas wie die KuFa, nur cooler. Und der Konzertsaal ist rund.
Der Sänger hatte jedoch keine Schuhe an. Nur seine weissen Socken, die ein wenig so aussahen, als würde er sie eine Woche lang tragen und dann wegwerfen. Die Band hat gerockt, der Sound klang gut und ich fühlte mich unterhalten. Danach wollten einige Leute noch weiterfeiern, aber ich bin nach der Zugreise zurück nach Kopenhagen sofort ins Hostel, habe noch ein wenig Naked Lunch gelesen und bin dann eingeschlafen. Die Tage sind auch ohne Dehydrierung und Kater anstrengend genug.
Und der Fakt, dass das Gimle ein Café hat, in dem sie Westernfilme zeigen, fand ich sehr erschreckend. Vor allem da zwei Bildschirme vorhanden waren und man diese Cowboyfilme in Stereo sehen konnte.

Kopenhagen 6

Die OST-Sessions für heute sind vorrüber. Die Dinge werden langsam konkret, es geht mehr und mehr ans „eingemachte“ und ich freue mich wirklich auf morgen, wo wir wohl richtig heftig an dem Konzept des YOURCE-Netzwerkes und der dazugehörigen Webseite werkeln werden.
Und wieder einmal: Müdigkeit, totale Unfähigkeit, die Konferenz, Dänemark, die Leute hier und Kopenhagen für einen Moment zu verdrängen und mich auf andere Dinge zu konzentieren. Und dennoch sind diese Dinge in meinem Untergrund drin und brodeln irgendwo. Aber ich geniesse die Zeit, die Nähe zum Meer und Atmosphäre hier. Meine Sorgen werden noch früh genung zurück kommen.

Heute Abend geht es erst einmal nach Roskilde zu diesem Konzert. Da bin ich ja mal sehr gespannt.

Podcast: Angscht a Schrecken op mengem eischten Metalfestival

Diese Woche geht es um meine erste Erfahrungen in der Metal-Szene, genauer: um mein erstes „Metal-Festival“, den „Circle of Death“ und ähnliche Schreckensgeschichen.

Angscht a Schrecken op mengem eischten Metalfestival (mp3, 5,36 MB)

Das ganze gibt es wie immer auch mit Hintergrundmusik und furchtbar tollem Jingle auf Radio ARA zu hören. Und das
in der Sendung Crumble zwischen 16 und 17 Uhr auf 103,3 und 105,2 MHz oder per livestream! Den gesamten Text kann man mit Klick auf „Mehr!“ lesen.

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Podcast: Angscht a Schrecken mam Billy Corgan

Übersicht über sämtliche „Angscht a Schrecken“-Folgen

Es ist mal wieder so weit. Angscht a Schrecken on the Air. Diesmal geht es, wie könnte es anders sein, um unseren Freund Billy Corgan, der am letzten Donnerstag als Sänger der Smashing Pumpkins in der luxemburgischen Haupstadt aufgetreten ist. Im Vorfeld des Konzertes habe ich mir so meine Gedanken gemacht, was denn so passieren könnte. Und das war nicht gerade wenig.

Angscht a Schrecken mam Billy Corgan (mp3, 4,41 MB)

Das ganze gibt es wie immer auch mit Hintergrundmusik und furchtbar tollem Jingle auf Radio ARA zu hören. Und das heute in der Sendung Crumble. Das zwischen 16 und 17 Uhr. Und heute gibt es, wie Thierry schon so schön angekündigt hat, einen weiteren Grund, einzuschalten. Nämlich werde ich mit Thierry ein wenig über Blogs und Podcasts reden, ausserdem wird sein Podcast „Bouneschlupp“ Premiere „on air“ haben.
Es heisst also einschalten, heute zwischen 16 und 17 Uhr auf Radio ARA, 103,3 und 105,2 MHz oder per livestream.

Den Text der Episode findet sich wie gewohnt unter „Mehr!“.

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