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Was sonst noch so passiert …

Mein richtiges Ich ist nicht ganz so sehr verschnupft wie dieser Ich-Erzähler, aber ich habe noch immer das dumme Gefühl, dass sich unter den Schleimbrocken, die meine Nase so produziert, bald ein lebensfähiger befinden wird. Desweitern leide ich zeitweise unter leichtem Schwindelgefühl, wohl produziert durch den Schleim in den Nebenhöhlen. (Oder sowas. Bin ich Arzt?) Chris hat aus diesem Video, das ich gestern bei Facebook gepostet habe, weil ich es toll, aber keinen Blogpost wert fand und das wohl polarisiert hat. Eveant hat ein neues Layout und bindet twitter noch weiter ein, was toll ist. Ich habe Fred von Eveant ja fast mal um Hilfe gebeten, weil A. längere Zeit auf dem Klo verschwunden war und ich den Mann in meinem Zustand für die kompetenteste zu erwartende Hilfe gehalten habe. Wenige Stunden später habe ich dann mit ihm über Roboter diskutiert.

Ich sehe mir ja eher ungern Videos an. Das liegt wahrscheinlich daran, dass mein RSS-Reader und Mailclient, (Thunderbird) kein Flash unterstützt, dh. ich muss einen weiteren Klick durchführen und – und das wiegt schwerer – meine Musik auschalten. Trotzdem tue ich es immer häufiger. Auf BoingBoing Gadgets findet sich ein Mann, der aus einer Zigarette ein Messer bastelt, während auf Fox jemand behauptet, Obama baue Konzentrationslager für Neocons.
Thierry hat sein Blog jetzt vollständig auf Luxemburgisch umgestellt, was nicht nur nett aussieht, sondern auch cool ist. (+200 EP für die Nerd-Skala, Thierry!)
Pierre Peters, seines Zeichens luxemburgischer Faschist/Nationalist, Biohühnerzüchter (und gerüchteweise Ehemann einer italienischen Frau), war, wie Grommel richtig gesehen hat, bei der Trierer NPD zu Gast und hat doch einen Haufen Lügen und Schwachfug verbreitet.

Eingangsseiten sind sowas von 1996.

Ich würde eigentlich ganz gerne eine Art (politische) Wochenrückblicksendung oder Rubrik fürs Radio/als Podcast machen. Die würde ich dann State Of The Onion nennen.
Außerdem sammle ich fleißig schöne Bilder und Fotos in meinem ffffound und wer auf meinem Facebookprofil nicht genug zu stalken findet, kann sich die ultimative Zusammenfassung meines digitalen Lebens bei meinem Suppending ansehen.

Zu guter Letzt (nicht, weil mir nichts mehr einfallen würde, sondern, weil ich müde bin) können auf Why I don‘t tweet alle in 140 Zeichen ausdrücken, wieso sie sich sonst nicht in 140 ausdrücken.

Nine Inch Nails DVDs für lau!

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The Interwebs at it‘s best: The One Is On Us verschenkt einen Konzertfilm von NIN. Diese haben natürlich *keine* 400 GB an HD-Filmmaterial ins Netz gestellt, weil sie sie aus Rechtegründen nicht selbst verwerten konnten. Nine Inch Nails haben natürlich auch *nicht* die Fans aufgefordert, Konzertfilme aus dem Material zu schneiden.
Aus irgendeinem wunderlichen Grund heraus gibt es auf The One Is On Us trotzdem DVDs für lau und ein professionel abgemischtes Live-Album als torrent von der „Lights in the Sky“-Tour.
(via Spreeblick)

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Einen poetisch-romantischen Flip haben, weil du auf ein Werbeplakat gestarrt hast. Im Rausch einen Lesbenporno auf Bierdeckel schreiben. Dazu gleichzeitig Egotronics Lustprinzip und sämtliche Sigur Rós Lieder im Kopf hören. Wir springen auf und ab, während der Bus beschleunigt.

Das Draußen fühlt sich noch nach Dezember an. Vielleicht gibt es noch irgendwo Weihnachtsplätzchen und morgen früh eine heiße Schokolade mit Zimt? Im Bus schreiben, ungewöhnlicherweise. In knapp einer Woche wirst du schon wieder lesen. Das ist schön, könnte zur Gewohnheit werden. Schon wieder vergisst du, rechtzeitig auszusteigen, weil du mit den Gedanken ganz woanders bist, auf deinem Blick, in Münster, auf einem Raumschiff.

Deine Schuhe sind noch warm, als du den weg zum Bahnhof beginnst. Schnell schreibst du den Satz noch im Stehen zu Ende, auch wenn es drollig aussehen muss. In der Avenue de la Gare dann eine Bekanntschaft, die sich noch entschuldigt, nicht auf die Lesung gekommen zu sein. Es mag an der noch verbliebenen Weihnachtsstimmung, dem einsamen Glühweinstand deiner Seele liegen, aber dein Herz geht auf und du freust dich. Es sind die kleinen Begegnungen, die Großes bewirken.

Im Zeitungsladen des Bahnhofs kaufst du dir Salzkekse. Einfach so, weil du Lust drauf hast. So viel zum Thema gute Vorsätze. Die Musik, nun die viel zu lange verneinten Red Sparrows, lässt alles zu einem beneidenswerten Brei werden.
Augen zu und hier bleiben.

Podcast: Angscht a Schrecken op engem Release vun Quentin Lagonza

Manche Konzerte sind einfach Pflicht. Und so war diese Albumreleaseparty der befreundeten Band Quentin Lagonza für mich auch Pflicht. So bin ich sogar in den regnerischen Süden Luxemburgs gefahren und bin dort natürlich auf sehr viel Angst und Schrecken getroffen…

Das Album könnt ihr bei der Band selbst, bei amazon und bald sicher auch bei iTunes kaufen. Was ich ganz subjektiv empfehle.

[audio:http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken03/angschtaschrecken85.mp3]
MP3-Download Angscht a Schrecken op engem Release vun Quentin Lagonza

Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.

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Podcast: Angscht a Schrecken am Verso

Eine neue Musicbar ist in Luxemburg/Stadt aufgegangen. Und als Gonzojournalist muss man natürlich die erstbeste Gelegenheit ergreifen, um sich den Laden mal genau von Innen anzusehen…

[audio:http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken81.mp3]
MP3-Download Angscht a Schrecken am Verso

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Mit einem Summen in unseren Ohren spielen wir endlos weiter

Með Suð I Eyrum Við Spilum Endalaust
So lautet der übersetzte Titel des neuen Albums »Með suð í eyrum við spilum endalaust« (Ich freue mich darauf, DAS im Radio auszusprechen!) von Sigur Rós, das Ende Juni erscheinen wird. Ab morgen wird es schon einen Vorgeschmack daraus Heute schon gibt es für lau auf der Homepage der Isländer einen Vorgeschmack darauf, geben, nämlich den Song »Gobbledigook « und das dazu passende Video. Und ab 9. Juni gibt es das ganze Album als Stream. Find ich klasse und ich bin ja mal sehr gespannt. Das Cover finde ich hübsch, aber sehr hell für Sigur Rós. Und: Woo-hoo!
(via nicorola. Danke an Georges für den Hinweis, dass es den Titel jetzt schon gibt.)

Nine Inch Nails weiter auf Online-Feldzug

Trent Reznor, bzw. Nine Inch Nails ist weiter auf dem Online-Feldzug gegen die Musikindustrie und veraltete Distributionsmodelle unterwegs. Heute wurde die Single Discipline veröffentlicht, die man sich gegen Angabe seiner Emailadresse für lau auf der Webseite von NIN runterladen kann. Wer seine Mailadresse nicht angeben will, dem sei PirateBays Dienst slopsbox.com empfohlen. Und es ist wieder Gesang zu hören. In dem Kommentar-Tag der Mp3 ist die Botschaft »Go to www.nin.com May 5 « zu lesen. An dem Datum erwartet uns wohl wieder ein neues Album von NIN. Ich tippe mal darauf, dass es kein neuer Teil der Ghosts-Serie wird, sondern ein komplett neues, nicht rein instrumentales.

Was für NIN eigentlich selbstverständlich ist, jedoch auch erwähnt werden sollte: Discipline kann auf remix.nin.com als einzelne Tracks heruntergeladen und remixt werden.

Die Musikindustrie scheint bald tot zu sein, wenn ihr nicht bald etwas einfällt. Kulturflatrate!

Überkompression und »Loudness War«

Das Thema hatten wir ja schon mal. Die SZ hat sich ebenfalls damit beschäftigt. Der Artikel beinhaltet wenig neues, ausser einem relativ interessanten Teil über die klassische Musik, der allerdings nicht wirklich die Fragen beantwortet, die in der Diskusion hier aufgekommen sind: Dass man Kompression einsetzen muss, um Musik mit einer hohen Dynamik überhaupt auf eine CD zu kriegen, ist klar. Inwiefern der »Loudness War« sich auch auf dem Klassikmarkt zu bemerken macht, darüber erzählt uns die SZ leider nicht viel oder im Grunde genommen das, was zu erwarten ist: man geht behutsam vor.

Gibt es Einhörner?

Ich sitze in einem Konzertsaal und lausche einem klassischen Musikstück. Musik, von der ich nichts verstehe, die mich aber trotzdem irgendwie beflügelt. Außer mir ist niemand hier. Ich sitze alleine in diesem riesigen Raum, während das Orchester spielt, als wäre der Saal voll. In Neonbuchstaben leuchtet der Name des Komponisten und des Stückes über der Bühne. Ich kann mit dieser seltsamen Mischung aus Symbolen und Zahlen nichts anfangen – der Name des Komponisten scheint nur aus Sonderzeichen zu bestehen. Hier sollte meine Bühne sein.
Hier sollte ich als Hamlet, Othello, Kaufmann, Tod, Orpheus stehen.
Hier sollte mein Blut vergossen werden, hier sollte ich heiraten, hier sollte mein Drama stattfinden.

Irgendwo dröhnt ein billiger Kühlschrank. Vielleicht ist es auch nur das Surren eines Fernsehers auf dem Videokanal ohne Signal.
Hintergrundrauschen aus dem All. Die Verbindung zu Alpha Centauri ist schlecht, ich höre ständig meine eigene Stimme. Das andere Ende der Leitung versteht mich kaum. Im Radio: Billiger Telefonsex, während die Moderatoren auf den Tischen tanzen.
Diesmal rettet dich keine Atombombe. Diesen Alptraum musst du ganz alleine austrinken. Wie Bier mit zu viel Schaum.
Wollte sie dich betrunken machen? War das ihr Plan? Deine Zunge lockeren, um sie letztendlich zu verschlingen?
Dieses Blasinstrument sollte mit furzen aufhören, das würde ihm gut tun. Blähungen sind ein ernsthaftes gesundheitliches Problem, dem in unserer Gesellschaft viel zu wenig Achtung geschenkt wird. Verkaufen sie deshalb noch heute ihre Seele und erhalten sie ein zweites Gehirn gratis dazu!

Ist dies eine Folter, oder soll ich tatsächlich noch länger in diesem Traum bleiben? Der diabolische Dr. Faust hat sich mit anderen Superschurken verbündet, um meinen Schädel mit ihren antiken Folterinstrumenten zu öffnen und mein Gehirn zu untersuchen. Vielleicht pflanzen sie Chips ein, um meine Hände zu steuern, während ich schlafe?

Der Held der Oper tritt vor, fällt auf die Knie und bittet seinen Gott um Erlösung.
»Dein Wille komme, oh Spongebob!«
Statt mir trifft ihn eine Erscheinung und sein Geiste klärt sich auf. Große Schuppen fallen ihm aus den Augen. Ein Team von Sanitätern stürzt von beiden Seiten auf die Bühne, wischt den Schaum vor seinem Mund mit einer übergroßen Klobürste ab und zieht die Schuppen mit chromglänzenden Apparaturen aus dem Auge des Heldens. Es stellt sich heraus, dass er ebenfalls seine Kontaktlinse verloren hat.
Ein Gott fällt aus der Reinigungsmaschine, die irrtümlicherweise schon auf der Bühne stand. Er torkelt, offensichtlich betrunken, in den Orchestergraben und fällt in die Tuba, die dennoch nicht ihren Einsatz verpasst. Pflichtbewusst bis zum Ende.
Der Tumult auf der Bühne löst sich auf. Der Held, nun erleuchtet, kleidet sich in nacktes Segeltuch. Es scheint nicht zu kratzen.

Wieder flammen Buchstaben über der Bühne auf. Ich verschlucke mich an einer Erdnuss. Dies sollte meine Bühne sein!
Hier sollte mein Drama stattfinden!
Der schwarze Block erklärt sich solidarisch und stürmt den Konzertsaal. Im Orchestergraben leichter Applaus, ohne dass jemand seinen Einsatz verpasst. Einzig die Musik ist nicht wahnsinnig geworden. Dr. Schiwago spielt Simultanschach mit einer Herde Einhörner, während der Held noch immer von seiner Erleuchtung singt. Großartige Landschaften überlappen sich mit dem Gemetzel aus einem Sandalenfilm. Man projeziert zwei, drei, vier Filme über- und nebeneinander, um den Zuschauer zu verwirren. Aber war ich je nur Zuschauer?
Die Sitze beginnen zu brennen, der schwarze Block hat die Philharmonie zum Einsturz gebracht. Säule um Säule kracht dumpf im Hintergrund. Das Orchester spielt weiter. The show must go on. Der Held, einsam wie ich selbst, ein Spiegelbild nunmehr, singt noch immer, während die Ruinen um die Bühne zu wuchern beginnen. Ich muss keine Angst haben um meinen Kragen, man hat ihn mir chirurgisch entfernt.
Ich warte. Auf das Ende. Auf einen weiteren Gott aus dem Nassstaubsauger.
Die Tage der Wut beginnen.
[Notiz des Autors an sich selbst: Eigentlich wollte ich ein Gedicht schreiben. Sei‘s drum.]