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Im Nebel

Als ich eines Abends im Nebel stand

Ein Bahnsteig im Nebel.

Ich wache morgens im Nebel auf und gehe am Abend mit dem Nebel schlafen.
Ich ignoriere, dass er tagsüber nicht da war, dass die Sonne schien und ich die jubelnden Gedanken an den nahenden Frühling beinahe schon nachvollziehen konnte.
Der Nebel hat das Land eingepackt, wie in Watte.
Ich atme aus und ein und bei jedem Ausatmen kommt eine kleine Nebelwolke aus meinem Mund und meiner Nase.
Vielleicht besteht der Nebel ja auch nur aus der Summe allen Atems, der morgens und abends in den Himmel geblasen wird?

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Tränen

Die Luft war erfüllt mit Tränen
eines explodierten Wales
der sein Ende hoch über der Stadt gefunden hatte
während ich drinnen gesessen und Tee getrunken hatte
Es war kalt und ich spürte
es war kein Engel mehr da, der mich beschützte
Allles war totenstill und ohrenbetäubend
Ich lief wie kalt durch die Stadt
die der Nebel verschluckte
Es war kein Engel mehr da, der mich beschützte