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It’s the end of the world as we know it.

Gleich drei Schreckensmeldungen erschüttern Luxemburg. Die erste kommt aus einer mir nicht gänzlich unbekannten Stadt und klingt wie aus einem schlechten Thriller, dessen Autor lieber Psychologe als Autor gewesen wäre: Ein Verbrecher ist aus der Psychiatrie in Ettelbrück geflüchtet und ist jetzt wahrscheinlich auf dem Weg nach Portugal. Und die spanische Presse meldet, er sei in Spanien. Die lokalen Autoritäten wirken überfordert. Ich vermute, der Mann sitzt immer noch im Park neben der Anstalt und füttert die dicken Goldfische im Springbrunnen.

In Cattenom, dem Atomkraftwerk, das man anstelle des Atomkraftwerk gebaut hat, das man in Luxemburg bauen wollte, ist ein Arbeiter »leicht« radioaktiv verstrahlt worden. Was auch immer das heißt, leicht radioaktiv verstrahlt. Aber wie wir alle wissen, sind Atomkraftwerke, besonders wenn sie in strukturschwachen französischen Grenzgebieten stehen, sehr sicher. Und Radioaktivität ist völlig natürlich und so gesund wie Joghurt.

Die schlimmste Meldung finde ich allerdings, dass die ADR mit der AHL zusammen in die Wahlen geht. Das frühere Aktionskomitee für Rentengerechtigkeit und Demokratie, heutige »alternative Reformpartei« nimmt Mitglieder der Männergesellschaft mit auf ihre Listen. Wenn man hellbraun mit Scheiße mischt, was kommt denn da raus?
Ich hatte ja gehofft, die beiden Parteien würden sich (und der CSV) gegenseitig Stimmen klauen.

Was bleibt da? Sich zurücklehnen und die Show geniessen. Vielleicht fordert die braune Partei ja bald die Verlegung der Psychiatrie nach Cattenom und macht sich vollends lächerlich. [Bonusvideo nach dem Klick] Weiterlesen