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Das Überkochen

Als ich all meinen Mut zusammenfasste.

„Wo waren wir?“
Die Person, die wir einst Ruth nannten, schaut mich etwas verwundert an. Als habe unser Gespräch einfach eine Woche pausiert. Dabei stehen wir seit gefühlten Ewigkeiten in dieser nutzlosen Kälte unter diesem nutzlosen Himmel, im hohen Gras, das nicht sein sollte, bestückt mit Raureif, den ich nicht ausstehen kann, weil ich Angst davor habe, mich daran zu schneiden, so scharf wirkt er in meiner unterkühlten Hand, wenn ich sie gedankenverloren wie ich bin aus der Tasche ziehe und an einem Grashalm entlang reibe.

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Die Idylle

Als ich durch Dörfer fuhr.

Das Lachen hört nicht auf. Ich erkenne, wie merkwürdig meine Feststellung geklungen haben muss, wie selbstverständlich sie war. Natürlich die die Person, die wir einst Ruth nannten, nicht P. Sie tut jetzt so, als habe sie das nicht selbst in den Raum gestellt, als hätte sie nicht von einem großen Streit gesprochen.

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Die Filterkaffeemaschine

Als ich den Blick zuwandte.

„Schau mich an.“
Ich blicke stur weiter in den Himmel, der tatsächlich lila wurde. Ich möchte meine Gedanken darauf konzentrieren, mich zu fragen, ob das heißt, dass die Sonne bald aufgeht.
„Na los. Trau dich.“
Ich weiß ganz genau, dass ich mich nicht trauen sollte. Aber der Himmel ist so undankbar, er ist einfach nur ein Stück Pappe, das ungleichmäßig und ohne große Lust und Mühe eingefärbt wurde. Ich sehe ganz genau, dass er nur Kulisse ist, dass es sich nicht um einen echten Himmel handelt. Außerdem ist es noch immer kalt.

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Die Versenkung

Als ich mein Schweigen brach.

„Dein Schweigen wird dich nicht retten.“
Die Worte der Person, die wir einst Ruth nannten, sind wie gewohnt hart. Sie genießt es sichtlich, mich vorzuführen. Ich weiß nur nicht, wer das beobachten soll, denn wir sind alleine an diesem merkwürdigsten aller Orte. Es ist immer noch so kalt, ich kann gar nicht wirklich damit umgehen, denn mehr als meine Hände tief in die Jackentaschen zu stecken und nervös das Gewicht von einem Bein auf das nächste zu verlagern, kann ich auch nicht tun.

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Das Schweigen

Als ich nichts sagte.

„Hat das eigentlich aufgehört, mit den Menschen, in denen du P. wiedererkennst?“
Ich schweige nur. Fast möchte ich sagen, dass ich mein heiliges Recht, die Aussage zu verzweigern, wahrnehme, aber das muss ich nicht. Ich denke an Marshmallows und daran, was für ein komisches Wort sie sind. Wenn ich nicht darüber nachdenke, gibt es keine Antwort für die Person, die wir einst Ruth nannten. Wenn ich nicht darüber nachdenke, existiert das Problem nicht. Wenn ich jede Möglichkeit, es anzusprechen, elegant umschiffe und warte, bis sich das Thema von selbst wechselt, muss ich niemals darüber reden. Ich kann einfach für immer zwischen diesem unmöglich hohem Gras stehen und schweigen.

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Die Luftreibung

Als ich reglos zwischen den Grashalmen stand.

Fast kommt mir der Name, mit dem wir diese Person früher bedacht haben, über die Lippen. Aber die Person, die wir einst Ruth nannten, hat keinen Namen mehr – oder keinen, den ich aussprechen oder auch nur schreiben könnte. Ich sage nicht, während meine Mund halb geöffnet bleibt. Kalte Luft strömt hinein, mein Rachen wird alleine davon kratzig. Ich sehe niemanden, ich kann nicht einmal wirklich ausmachen, woher die Stimme gekommen ist. Die hohen Grashalme, zwischen denen ich stehe, wiegen sanft im Wind.

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Die Kassenperson

Als ich eine Stimme hörte.

Es ist so still. Und es ist so kalt. Am ärgsten merke ich an den Zehen, sie werden immer als erstes so kalt, dass ich mich über mein schlechtes Schuhwerk ärgere. Ich umarme mich selbst, obwohl ich ganz genau weiß, dass das überhaupt nichts hilft. Nicht, wenn meine Zehen kalt sind und ich dickere Socken oder zwei Lagen oder einfach bessere Schuhe anziehen sollte. Vielleicht sollte ich auch nicht mitten in der Nacht irgendwo herumstehen.

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Der rote Tee

Als ich an den Balkon dachte.

komischer rot-cyan-3D-Effekt auf einem Foto von einer Tasse mit rotem Tee. Es steht auf Holzlatten, auf denen auch gelbe Birkenblätter liegen. In der Tasse ist ein Löffel.

Ich werde daran erinnert, dass vor vier Jahren der Monat war, während dem ich einen Monat lang bloggte. Einfach nur, weil ich mir es vorgenommen hatte und es konnte. Ich finde meine Texte von damals natürlich besser als die kargen Skizzen, die ich heute auf dem Klo in mein Handy tippe, aber ich finde ja immer alle Texte, die älter als einen Monat sind, besser als das, was ich gerade produziere.

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