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Der wasserdichte Bluetoothspeaker

Als ich duschte.

Ich dusche, so wie Menschen es tun, wenn sie Körperhygiene betreiben wollen. Dabei höre ich einen Podcast über meinen wasserdichten Bluetoothspeaker, was genauso absurd ist wie es klingt. Irgendwann driften meine Gedanken ab. Sie wandern in ein Gebiet, in dem ich lange nicht war, vor allem nicht unter der Dusche. Ich merke es nicht einmal, bis es passiert und ich wieder ein Zwiegespräch führe.

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Das All-you-can-eat-Buffet

Als ich einen Stich versetzt bekam.

Ungeahnt kommt ein Gefühl auf. Ich habe etwas gelesen, das mich erinnert hat, obwohl ich gar nicht weiß, ob ich mich nicht vielleicht irre, ob es überhaupt eine Bedeutung hat. Ein fieser, grüner giftiger Stich zwischen meine weichen Rippen. Ich versuche nicht an die Stadt und den Balkon und die Oktoberverzweiflung zu denken, sondern an luxemburgische Landstraßen. Nie werde ich verstehen, wie weit der Himmel über den Kuhweiden sein kann, wie gigantisch der Horizont über dem Asphalt zwischen den Dörfern.

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Der aufgeheizte Asphalt

Als ich einen bestimmten Song hörte.

Ich höre das Lied, das ich damals gehört habe, als ich zum ersten Mal aus G. nach Hause gefahren bin und mir bereits ausgemalt habe, dass das, was gerade erst begonnen hatte, irgendwann zu Ende sein würde. Der Bus war noch nicht aus der Stadt und ich bereits melancholisch über eine Zeit, die eben erst begonnen hatte. Das ganze Album hörte ich auf der Rückfahrt, euphorisiert. Es wurde über die Zeit zu dem Soundtrack dieses Jahres, zum Soundtrack dieser schlechten Beziehungen, von denen ich von Anfang an hätte wissen können – oder wusste ich es gar?

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Das Überkochen

Als ich all meinen Mut zusammenfasste.

„Wo waren wir?“
Die Person, die wir einst Ruth nannten, schaut mich etwas verwundert an. Als habe unser Gespräch einfach eine Woche pausiert. Dabei stehen wir seit gefühlten Ewigkeiten in dieser nutzlosen Kälte unter diesem nutzlosen Himmel, im hohen Gras, das nicht sein sollte, bestückt mit Raureif, den ich nicht ausstehen kann, weil ich Angst davor habe, mich daran zu schneiden, so scharf wirkt er in meiner unterkühlten Hand, wenn ich sie gedankenverloren wie ich bin aus der Tasche ziehe und an einem Grashalm entlang reibe.

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Die Idylle

Als ich durch Dörfer fuhr.

Das Lachen hört nicht auf. Ich erkenne, wie merkwürdig meine Feststellung geklungen haben muss, wie selbstverständlich sie war. Natürlich die die Person, die wir einst Ruth nannten, nicht P. Sie tut jetzt so, als habe sie das nicht selbst in den Raum gestellt, als hätte sie nicht von einem großen Streit gesprochen.

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Die Filterkaffeemaschine

Als ich den Blick zuwandte.

„Schau mich an.“
Ich blicke stur weiter in den Himmel, der tatsächlich lila wurde. Ich möchte meine Gedanken darauf konzentrieren, mich zu fragen, ob das heißt, dass die Sonne bald aufgeht.
„Na los. Trau dich.“
Ich weiß ganz genau, dass ich mich nicht trauen sollte. Aber der Himmel ist so undankbar, er ist einfach nur ein Stück Pappe, das ungleichmäßig und ohne große Lust und Mühe eingefärbt wurde. Ich sehe ganz genau, dass er nur Kulisse ist, dass es sich nicht um einen echten Himmel handelt. Außerdem ist es noch immer kalt.

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Die Versenkung

Als ich mein Schweigen brach.

„Dein Schweigen wird dich nicht retten.“
Die Worte der Person, die wir einst Ruth nannten, sind wie gewohnt hart. Sie genießt es sichtlich, mich vorzuführen. Ich weiß nur nicht, wer das beobachten soll, denn wir sind alleine an diesem merkwürdigsten aller Orte. Es ist immer noch so kalt, ich kann gar nicht wirklich damit umgehen, denn mehr als meine Hände tief in die Jackentaschen zu stecken und nervös das Gewicht von einem Bein auf das nächste zu verlagern, kann ich auch nicht tun.

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Das Schweigen

Als ich nichts sagte.

„Hat das eigentlich aufgehört, mit den Menschen, in denen du P. wiedererkennst?“
Ich schweige nur. Fast möchte ich sagen, dass ich mein heiliges Recht, die Aussage zu verzweigern, wahrnehme, aber das muss ich nicht. Ich denke an Marshmallows und daran, was für ein komisches Wort sie sind. Wenn ich nicht darüber nachdenke, gibt es keine Antwort für die Person, die wir einst Ruth nannten. Wenn ich nicht darüber nachdenke, existiert das Problem nicht. Wenn ich jede Möglichkeit, es anzusprechen, elegant umschiffe und warte, bis sich das Thema von selbst wechselt, muss ich niemals darüber reden. Ich kann einfach für immer zwischen diesem unmöglich hohem Gras stehen und schweigen.

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