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weekend reading (4)

Als ich mal wieder (vor allem meine eigenen) Sachen verlinkte.

Es ist Freitag, das heißt ich will euch wieder mit Links beglücken. Das ist vor allem so, weil ich bis gerade eben an der neusten Episode von „irgendwas mit meta“ geschnitten habe. Ich weiß nicht genau warum, aber dieser Podcast braucht oft sehr lange Zeit für die Postproduktion. Etwas, was unter der Woche ziemlich schwierig ist, wenn ich am Abend nochmal zwei Stunden am Stück dazu komme, bin ich oft genug so abgelenkt, dass ich wenig weiterkomme. Vermutlich liegt es aber auch daran, dass ich enorm perfektionistisch bin und versuche, ein möglichst flüßiges Gespräch nachzubilden und auch so gut wie jedes „Äh“ und jede Sprechpause herausschneide. Und den ganzen Quatsch, den Katja und ich dazwischen reden, sowieso.

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Podcasting

Als ich ein paar Gedanken über das Sprechen im Netz aufschrieb

Ein auf alt getrimmtes Mikrofon vor einer weißen Wand, an dem ein buntes Poster hängt.

Zu allererst: Die neuste Folgeirgendwas mit meta“ ist gestern kurz vor Mitternacht erschienen. Wir haben am Sonntag aufgenommen, Montag, Dienstag und Mittwoch habe ich daran geschnitten. Ich mag die Folge sehr gerne, weil ich mich an einigen Stellen mit Soundeffekten austoben konnte. Die Hoffnung, dass nicht nur ich das lustig finde, ist zumindest da und bisher hat mir noch niemand erzählt, dass er*sie es sehr nervig findet. Katja und ich sprechen in der aktuellsten Episode über Baby Shark, Marie Kondo, Birdbox, besprechen wie immer eine Episode BoJack Horseman und rezensieren einen Käse.

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Podcast-Empfehlungen

Als ich endlich mal alles, was ich gerne und regelmäßig höre, in Blogform aufschrieb.

Kopfhörer auf einem Tisch

Ich habe heute nicht so viel Lust, einen längeren Text zu verfassen, deswegen mache ich ein wenig klassisches Bloggen und gebe eine Liste an Podcast-Empfehlungen weiter. Und die Zeit drängt gerade, und ich will mich allerdings auch nicht weiter dafür rechtfertigen, was ich auf meinem Blog mache.

Politik

Ich bin ja der Meinung, dass so gut wie alles politisch ist, aber einige Podcasts beschäftigen sich sehr explizit mit Politik.
npr politics ist der Politik-Podcast des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in den USA. Die Journalist*innen des npr geben ihre Einschätzungen zu aktuellen Geschehnissen und fassen einmal die Woche die wichtigsten Entwicklungen der US-Politik zusammen. Ich mag es, dass da auch oft ein wenig persönliches beredet wird und oft versucht wird, Zusammenhänge zu erklären. Allerdings nicht immer besonders neulingsfreundlich.

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Der Vorsatz

Als ich mich selbst überzeugte, es doch zu probieren.

Alte Schwarzweiß-Fotografie eines Zeppelins.

Ich erwische mich in letzter Zeit immer wieder dabei, alte Blogeinträge zu lesen. Und heute, beim Lesen der Twittertimeline, dann der Einfall: Ich könnte mir ja dieses Jahr vornehmen, jeden Tag zu bloggen. Wir alle wissen, wie das mit Neujahrsvorsätzen so ist und jeden Tag zu bloggen wäre ein Unterfangen, das eigentlich zum Scheitern verurteilt ist, denn ich habe das in der 18-jährigen Geschichte dieses Blogs noch nie gemacht. Außerdem arbeite ich jetzt in einem Beruf, der vor allem darin besteht, jeden Tag zu bloggen. Ich halte mich oft davon ab, zu bloggen, weil ich in der Zeit ja auch an einem Artikel für die woxx (seit Oktober 2017 meine Arbeitgeberin und der Grund, weswegen ich zurück nach Luxemburg gezogen bin) arbeiten könnte.

Vermutlich bringt es jedoch nichts, sich mit einem schlechten Gewissen von der kreativen Selbstentfaltung zurückzuhalten. Immerhin kann ich im Blog schreiben wie ich will, habe keinerlei Zeichenbegrenzungen. Oder um es mit meinen eigenen Worten zu sagen:

Je mehr ich in und mit Medien arbeite, bei denen es (natürlich) Einschränkungen gibt, schätze ich die grenzenlose publizistische Freiheit, die so ein Blog bietet, umso mehr. Beschließe ich morgen, einen Kochchannel auf Youtube aufzumachen, wäre das ebenso wäre das ebenso kein Problem wie ein ganzes Jahr lang nur Haikus zu veröffentlichen. Großartig!

14 Jahre bloggen: mein halbes Leben.

Ich habe nicht vor, einen Kochchannel auf Youtube aufzumachen, noch will ich hier jeden Tag Haikus veröffentlichen. Je mehr ich die Texte vom August 2015 – jenen Monat, in dem ich tatsächlich jeden Tag gebloggt habe – noch einmal gelesen habe, umso mehr schätze ich, was damals unter einem gewissen Druck passiert ist. Die Texte waren untereinander verwoben – nicht nur, die später zu meinem interactive fiction-Spiel „Ausgedachte Träume“ geworden sind, sondern auch die anderen, die eher Stimmungen einfingen. Selbst, wenn dieses Experiment kläglich scheitert, könnten immer noch ein paar Texte entstehen, deren Lektüre sich lohnt. Ich beklage täglich, zumindest innerlich, dass Plattformen wie Facebook, Twitter, Tumblr, usw. in Wirklichkeit ein walled garden sind, aus dem Inhalte kaum rauskönnen und aus denen sie vor allem jeden Moment wieder verschwinden könnten. Das Blog bleibt im Zweifelsfalls für immer.

Wieso also nicht es wagen? Ich habe August 2015 geschafft. Ich habe im November 2016 einen Roman geschrieben. Mein Beruf ist es, Texte zu schreiben, teilweise unter großem Zeitdruck. Ich weiß, dass ich jeden Tag, an dem ich nichts blogge, im Nachhinein bereue. Und wenn ich mich selbst immer mal wieder frage, ob ich noch eine eigene Stimme habe, nachdem ich so viele journalistische Texte geschrieben habe – gibt es einen besseren Ort, um die eigene Stimme zu festigen, auszuprobieren, zu dekonstruieren und wieder zusammenzusetzen als hier, in meinem virtuellen Zuhause, in der Behaglichkeit des großen Seelenzeppelins, das stets hoch über dem stürmischen Atlantik fährt und mir immer Heim und Schutzraum war? Es sprechen mehr Gründe dafür als dagegen. Scheitern kann ich später immer noch.

Ich will gar keinen großartigen Rückblick auf 2018 machen (zumindest nicht heute), aber vielleicht ein paar Notizen für jene, die hier noch mitlesen, aber mich nicht auf anderen sozialen Netzwerken verfolgen. Wie oben bereits geschrieben arbeite ich seit über einem Jahr bei der „linksalternativen“ (so nennen sie uns in der Presserevue im öffentlich-rechtlichen Radio) Wochenzeitung woxx, all meine Artikel finden sich unter diesem Link. Wenn ihr in Luxemburg lebt, kann ich euch ein Abo nur wärmstens empfehlen, ansonsten dürft ihr online gerne gratis mitlesen und vielleicht mal was in den Klingelbeutel werfen.

Ein anderes Herzensprojekt, das im Dezember 2018 gestartet ist, ist ein neuer Podcast namens „irgendwas mit meta“, den ich gemeinsam mit Katja mache. Wir reden einmal die Woche über Popkultur, bereden eine Folge BoJack Horseman und rezensieren einen Käse. Das klingt vielleicht etwas random, ist es auch, macht aber Spaß beim Zuhören. Ihr könnt uns auf soundcloud, spotify, Apple Podcasts oder halt auch irgendwasmit.pizza folgen. Wer dem Podcast helfen will, tut dies auf allen Plattformen und schreibt bestenfalls auch noch Rezensionen oder vergibt Sternchen und so.

Was mir 2018 auf langen Reisen geholfen hat, war Podcasts zu hören. Mein Lieblingspodcast war Big Gay Nerds. Wenn ihr auch nur im entferntesten etwas mit LGBTIQA, Pen and Paper-Rollenspielen oder Podcasts anfangen könnt: Hört mal rein! Sehr liebe Menschen, die ein sehr cooles Format aufgezogen haben und mich auf so mancher langen Reise unterhalten haben. Viel Zeit habe ich auch mit den Youtube-Formaten Shield of Tomorrow („Actual Play“ eines Star Trek-RPGs) und Shadowrun: Corporate SINs (ähnlich, nur mit Shadowrun) verbracht.

Jahreswechsel sind arbiträr und bedeuten eigentlich sehr wenig, aber das sollte uns nicht daran hindern, diese Tage selbst mit Sinn zu erfüllen. In diesem Sinn wünsche ich euch allen ein schönes neues Jahr und alle Kraft, eure Ziele (und die können durchaus auch sein, bis zum nächsten Tag zu überleben) zu erreichen.

Zwischenrufe

Ich darf mal kurz auf einige Dinge aufmerksam machen:

Es gibt ein interessantes neues literarisches Blog einer jungen Luxemburgerin: weit weg, das mir sehr gut gefällt. Die luxemburgische Blogosphäre ist zwar in den letzten Jahren und Monaten durchaus stark gewachsen, blogbuerg zählt fast 400 existierende und 160 aktive Blogs, aber die Vernetztheit hat nicht unbedingt zugenommen und es scheint mir, als stünden vor allem neue Blogs oft ziemlich alleine da. Zum Glück bin ich nicht der einzige, der sich darum kümmert.
Und wenn wir schon beim Thema „aktiv“ sind: Gedibbers ist nach fast einem Jahr wieder da. In zehn Minuten werden wir eine neue Episode aufnehmen, so dass es was zu hören gibt. Zumindest für Menschen, die Luxemburgisch können.

Des weiteren:
Die taz hat eine Lobrede auf das Radio geschrieben, was mich sehr freut.

Write Out Loud wurde von Thorben auf pianocktail kritisiert bzw. gelobt. Ich weiß nicht, ob das unmittelbar miteinander zu tun hat, aber die erste Auflage nähert sich dem Ende zu. Also zugreifen, wenn ihr euch für wirklich exzellente (und meine) junge luxemburgische Literatur interessiert! Wie bereits erwähnt, können Menschen, die in Wien leben, sich gerne bei mir melden, dann spart ihr euch das Porto!

Die Zeit hat einen interessanten Artikel über erneuerbare Energien und das dafür benötigte Stromnetz. Schade allerdings, dass der wichtigste Faktor, nämlich das Stromsparen und Senken des Energieverbrauchs, gar nicht angesprochen wird. Auch die „Batterie Europas“ (ich nehme an, Österreich wäre tendenziell auch eine solche?) sollte nicht als Wunderlösung gesehen werden, denn Pumpspeicherkraftwerke sind große Eingriffe in die Natur. Vielleicht sollte ich mal einen Artikel über erneuerbare Energien, Klimawandel und den ganzen Rest schreiben und dieses diffuse Gefühl, dass wir uns sehenden Auges in eine Katastrophe stürzen, nicht nur literarisch verwursten.

photo: A papier-mache cow on Mrs Mellor’s car, 1944Australian War Memorial‘s collection

heiter scheitern

heiterscheitern

Ich bin vor einiger Zeit durch einen Link von Nele über den Podcast heiter scheitern gestolpert. Ein queeres Stößchen aus den Zonen der Unbewohnbarkeit beschreiben die drei Podcasterinnen aus Hamburg ihr Projekt. Es erinnert ein wenig an den wohl bekannteren Spreeblick-Podcast. Leute sitzen irgendwo und reden über Zeugs und das wird aufgenommen. Während Johnny und Tania Spreeblick meistens über ihr Privatleben und lustige Begebenheiten daraus erzählen und dabei von Thema zu Thema springen, so haben Marlen, Steff und Joke immer schon ihr Grundthema Queer. Und jeder Podcast behandelt einzelne Facetten bzw. mehr oder weniger spezifische Themen aus queerer Sicht.

Horizonterweiterung ist garantiert, so leben die Drei z.B. in einer funktionierenden, Dreierbeziehung. Und man verzeihe mir meine Unwissenheit, aber auch wenn ich das Konzept Polyamory kannte, so wusste ich einfach bis vor kurzem nicht, dass es sowas gibt und wie das funktioniert. Auch wenn ich empfehlen würde, bei der ersten Folge anzufangen, wenn man keine/wenige Vorkentnisse hat, so fand ich die Folge über Beziehungen und die über I kissed a girl am interessantesten.

Absolute Hörempfehlung.
Übrigens merkwürdig, wie sehr meine Anforderungen an Radiosendungen und an Podcasts varieren. Ich finde solche Gesprächspodcasts toll und überlege schon, in einer eventuellen WG einen einzuführen, während ich sowas im Radio niemals hören würde bzw. Musikpausen einbauen würde. Aber funktionieren beide Medien tatsächlich so unterschiedlich? Oder könnte man auch eine anderthalbstündige Diskusionssendung im (freien) Radio ohne Unterbrechungen senden?

Photo cc by celesteh

Vorgelesen: Chronos

Ich hatte letztens Lust, ein paar meiner Texte vorzulesen. OK, eigentlich ging es um ein Geburtstagsgeschenk.
Aber da ich es jetzt auch blöd finden würde, die entstandenen Tondokumente wieder zu löschen oder auf meiner Festplatte fragmentieren zu lassen, habe ich beschlossen, sie doch in unregelmäßigen Abständen zu bloggen.

Den Anfang macht die aufwändigste Produktion, die Vertonung des Textes Chronos

[audio:http://soulzeppel.in/wp-content/uploads/2009/02/chronos.mp3]
mp3 download (2,83 MB)

(Und ja, ich sage „güibt“ anstatt „gibt“. Ist mir aber erst zu spät aufgefallen.)
Die eingesetzten Töne stammen von freesound.org

Podcast: Angscht a Schrecken um Chrëschtmaart

Eigentlich habe ich mich schon viel zu oft über Weihnachten ausgelassen. Aber getreu dem Motto „Alle Jahre wieder“ kann ich auch dieses Jahr nicht davon lassen, mich über die Auswirkungen dieses Festes auf den öffentlichen Raum zu echauffieren …

[audio:http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken03/angschtaschrecken87.mp3]
MP3-Download Angscht a Schrecken um Chrëschtmaart

Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.

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Podcast: Angscht a Schrecken an der Rockhal

Das Konzerthallenequivalent zum öffentlichen Rundfunk ist in Luxemburg die Rockhal. Etwas, das sich Rockhalle nennt und die Hälfte der Zeit nur einen merkwürdigen Koch präsentiert und dann auch noch vom Staat kommt, kann man ruhig manchmal kritisieren. Und wenn man Gonzojournalist ist, muss man das sogar…

[audio:http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken03/angschtaschrecken86.mp3]
MP3-Download Angscht a Schrecken an der Rockhal

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