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Zwischenrufe

Ich darf mal kurz auf einige Dinge aufmerksam machen:

Es gibt ein interessantes neues literarisches Blog einer jungen Luxemburgerin: weit weg, das mir sehr gut gefällt. Die luxemburgische Blogosphäre ist zwar in den letzten Jahren und Monaten durchaus stark gewachsen, blogbuerg zählt fast 400 existierende und 160 aktive Blogs, aber die Vernetztheit hat nicht unbedingt zugenommen und es scheint mir, als stünden vor allem neue Blogs oft ziemlich alleine da. Zum Glück bin ich nicht der einzige, der sich darum kümmert.
Und wenn wir schon beim Thema „aktiv“ sind: Gedibbers ist nach fast einem Jahr wieder da. In zehn Minuten werden wir eine neue Episode aufnehmen, so dass es was zu hören gibt. Zumindest für Menschen, die Luxemburgisch können.

Des weiteren:
Die taz hat eine Lobrede auf das Radio geschrieben, was mich sehr freut.

Write Out Loud wurde von Thorben auf pianocktail kritisiert bzw. gelobt. Ich weiß nicht, ob das unmittelbar miteinander zu tun hat, aber die erste Auflage nähert sich dem Ende zu. Also zugreifen, wenn ihr euch für wirklich exzellente (und meine) junge luxemburgische Literatur interessiert! Wie bereits erwähnt, können Menschen, die in Wien leben, sich gerne bei mir melden, dann spart ihr euch das Porto!

Die Zeit hat einen interessanten Artikel über erneuerbare Energien und das dafür benötigte Stromnetz. Schade allerdings, dass der wichtigste Faktor, nämlich das Stromsparen und Senken des Energieverbrauchs, gar nicht angesprochen wird. Auch die „Batterie Europas“ (ich nehme an, Österreich wäre tendenziell auch eine solche?) sollte nicht als Wunderlösung gesehen werden, denn Pumpspeicherkraftwerke sind große Eingriffe in die Natur. Vielleicht sollte ich mal einen Artikel über erneuerbare Energien, Klimawandel und den ganzen Rest schreiben und dieses diffuse Gefühl, dass wir uns sehenden Auges in eine Katastrophe stürzen, nicht nur literarisch verwursten.

photo: A papier-mache cow on Mrs Mellor’s car, 1944Australian War Memorial‘s collection

Graffiti Research Lab

grl-teaser

Am vergangenen Donnerstag habe ich mir zusammen mit meinem Kumpel und Fotographen Jean-Marc das erste Laser-Tagging in Luxemburg vom Graffiti Research Lab angesehen. Und das war ziemlich cool. Das ganze war vorm nationalen Geschichtsmuseum, was nicht sehr weit von Radio ARA entfernt ist (OK, in Luxemburg ist nie etwas „sehr weit weg“ von irgendetwas, aber das Radio ist sehr nahe) und war so cool, dass ich mir kurzerhand Mikrofon und Aufnahmegerät schnappen ging und einen der Hacker von hackerspace.lu interviewt habe.

Hier das Interview:
[audio:http://www.graffiti.lu/audio/Crumble/2009/GRL.mp3]
Download als mp3

Bewegtbilder gibt es bei Eveant (für des Luxemburgischen nicht mächtigen auch mit englischen Untertiteln), Fotos von Jean-Marc nach dem Klick
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Radiowandern

Joël in Wien
Ich bin ja gerade dabei, durch halb Europa zu wandern und dabei sehr viel Radio zu machen, damit natuerlich auch einiges an Angst und Schrecken produzierend – die Folge aus Oberschlesien liefere ich nach, aber so richtig Zeit zum privat-bloggen bleibt dabei natuerlich nicht, allerdings ist ja das auch gerade das Schoene am Reisen, dass man fast nur „Postkarten“ verschicken kann. Betrachtet dies also als eine Art Postkarte. Das Motiv ist ja auch durchaus anregender als auf SnailMailpostkarten. Die Kulisse ist uebrigens Wien, das wir am Montag verlassen haben. Heute Nacht geht es weiter nach Leipzig. Die vierte und letzte Station ist Anfang November in Luxemburg.
Ansonsten findet ihr eine Unmenge an Fotos, Texten, Videos und natuerlich Hoerbeispielen auf dem Blog der Wiener funkschatten-Redaktion.
Die nächste Radiosendung vom Projekt gibt es am Montag, den 25. August von 18 bis 19 Uhr auf Radio Blau.

Wien/Ratibor/Leipzig

Ich bin dann mal orange/mittendrinn/blau in Wien/Ratibor/Leipzig. Im schlimmsten Fall hört ihr jetzt 13 Tage lang nichts von mir, im besten Falle blogg ich täglich Reiseerlebnisse und A&S-Folgen. In jedem Fall ist der Versuch nach direkter Kommunikation, die nicht per SMS oder Mail stattfindet, relativ sinnlos. Kenner werden auf jeden Fall graffiti.lu beobachten, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Podcast: Angst und Schrecken in Tübingen

(Ja, diese Woche war mau. Ich versuche die Situation zu verbessern, aber es ist der Situation nicht gerade zuträglich, wenn man ewig in der Weltgeschichte herumgondelt.)
Es gibt Missionen, die sind wichtig für Gonzojournalisten. Und es gibt Missionen, die sind für Gonzojournalisten unerlässlich und müssen unbedingt angetreten werden. Eine solche unerlässliche Mission war mit einer Reise nach Tübingen verbunden…

[audio:http://media.switchpod.com//users/angschtaschrecken2008/angschtaschrecken69.mp3]
MP3-Download Podcast: Angst und Schrecken in Tübingen

Die Musik stammt von Revolution Void und steht unter einer cc-Lizenz.

Achtung! Der alte Switchpod-Feed funktioniert nicht mehr! Ich bitte euch deshalb, den Feedburner-Feed zu abonieren, da ihr ansonsten keine Benachrichtigungen über neue Folgen mehr bekommen werdet!

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Tübingen

Wie meine treuen twitter-Folger wissen, bin ich gerade in Tübingen, auf Einladung der Wüsten Welle, dem freien Radio hier. Und in Tübingen ist dieses Wochenende neben dem Jahrestreffen des Vereins Schwäbische Alb auch das RACT!-Festival. Drei Bühnen, Workshops, viele Stände und Liveübertragung der Wüsten Welle.
Wer meine Reiseerlebnisse schneller und vermeintlich lustiger verfolgen will, kann sich ja meine tweets ansehen. Ich wünsche noch ein erholsames und nettes Wochenende.

Wieder einmal Bodensee

Ich reise mittlerweile ja ständig herum, schreibe merkwürdige Text über meine Reisen, benutze ausserhalb meines Podcastes drogenspezifische Themen – was ist nur los mit mir? Ich kann euch das nicht so wirklich sagen, ich hatte einfach Lust darauf, so zu schreiben, und finde es nicht mal so schlecht, vom Stil her. Fingerübung oder mehr? Ist mir auch egal. Deshalb habe ich ein Blog.

Ich bin auf jeden Fall schon wieder einmal am Bodensee, auf dem Radiocamp in Markelfingen. Wie immer gibt es Zelte, Radioverrückte, Internet, viel zu viel Bier (oh méi!) und, dieses Mal neu, Uno-Spielen. Falls man mich übrigens mal richtig schlimm bei einem Spiel verlieren sehen will, muss man nur Uno mit mir spielen. Ich weiss nicht, wie ich es mache, aber ich verliere da ständig. Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings auch hinzufügen, dass wir mit verschärften Regeln gespielt haben.

Und dann halte ich morgen einen Workshop zu Angst und Schrecken. Wozu auch sonst?
Bin momentan ein wenig internetfaul, was wohl an dem gigantisch geilem Wetter und netten sozialen Kontakten liegt.

Rezensionsexemplar

Gestern lagen im Radiobüro drei Bücher rum, von denen man mir sagte, ich solle sie mitnehmen, sonst würden sie fliegen. Ich lasse ungern zu, dass Bücher ungelesen in die Papiersammlung wandern, dann lasse ich sie lieber ungelesen in meinem Regal stehen. Ich griff nach den Büchern und sah mir die Titel an. »Geschichte der Kommunistischen Partei Luxemburgs« und »Charles Marx ? Un Héros Luxembourgeois« sprangen mir sofort ins Auge. Beides erschienen im Verlag der Zeitung der hiesigen KP. Das liess mich erst einmal schlucken. Aber na ja, interessant ist es schon, und hey, ich habe im letzten Sommer das kommunistische Manifest gelesen und vor allem die Sprache nett gefunden.

Dann gab es da noch Taschenbuch, das sehr viel dicker als die Lobpreisungen auf die KP und kommunistische Helden ist und den spannenden Titel »Luxemburgische Avantgarde« trägt. Luxemburgische Literatur zwischen 1916 und 1922? Ich wusste nicht einmal, dass es sowas gegeben hat. Na ja, ich weiß im Allgemeinen nicht sehr viel über luxemburgische Literatur. Insofern scheint mir das doch mal ein spannender Fund zu sein, der besonders im Hinblick auf Les jeunes Mélancoliques interessant sein könnte.

Überkompression und »Loudness War«

Das Thema hatten wir ja schon mal. Die SZ hat sich ebenfalls damit beschäftigt. Der Artikel beinhaltet wenig neues, ausser einem relativ interessanten Teil über die klassische Musik, der allerdings nicht wirklich die Fragen beantwortet, die in der Diskusion hier aufgekommen sind: Dass man Kompression einsetzen muss, um Musik mit einer hohen Dynamik überhaupt auf eine CD zu kriegen, ist klar. Inwiefern der »Loudness War« sich auch auf dem Klassikmarkt zu bemerken macht, darüber erzählt uns die SZ leider nicht viel oder im Grunde genommen das, was zu erwarten ist: man geht behutsam vor.