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Rheinufer

Rheinufer, denke ich. Immer nur Rheinufer.
Ein Schiff mit bunten Girlanden zieht vorbei.
Du bist Ostern nicht Baden gegangen, hast dich nicht rheingewaschen und bereust das immer noch.
Rheinufer.
Dir fällt nichts ein, du blickst in den leeren, grauen Himmel und auch von da fällt nichts, kein Regen, kein Meister, keine Inspiration.
Rheinufer.

Rheinufer (cc by phototram)

Diese Stadt hat dir schon einmal nicht gut getan, dich in den Wahnsinn getrieben.
„Du Ratte!“. Irgendwo spricht jemand mit einem Telefon.
Ein schneeweißer Dom, Bahnhofskapelle, mit dem Dreck nur von Friedenstauben.
M., L., S. und B. verschwinden in einem U-Bahnschacht. Wie Rohrpost verlieren wir uns. zwischen zwei Rheinufern.
In meinem Kopf nur Ufer und U-bahn, nur Stadt und Plan, alles kreist sich um die Engel des Elfenbeinturms.
Als gäbe es keine andere Zeit. Es bleibt doch immer noch ein Ticket, eine Wegbeschreibung, ein Kölsch, ein Gedanke, ein anderes Mal, eine Decke, ein T-Shirt, ein Stift, ein Block, eine Lampe, sonst nichts.
Der Kreist schließt sich. Am Rheinufer?
Das ist nicht wahr.
Die Straße, die alle Romantik besiegt, führt nach Luxemburg.
Wie gut, dass ich die Bahn nehme.

(Photo cc by phototram)