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frühzeitige Sommerregentropfen im Kopf

Draussen regnet ‚s.

Es läuft einem kalt den Rücken herunter und man hat Lust auf Kontrollverlust.

Bei Soundcloud ergibt der Suchbegriff „Sex“ nicht all zu viele Treffer, aber der Mix der gerade läuft, fühlt sich so an, als würden sich unendliche viele Zungen  ihren Weg über die nackte Haut bahnen.

Dieses gespielt Zögerliche in der Musik, das dann aber im nächsten Schritt zu einer Allmachtsphantasie verleitet…

(Gastbeitrag der spaziergängerin)

Gedanken die Swing tanzen

(Danke, dass ich gastbloggen durfte. N Kuss auf die Stirn von ner ehemaligen Grinsekatze)

Die Pariser Obdachlose mit der dicken Katze an der Leine ist vielleicht der Messias.

In Island von einer Kontinentalplatte auf die andere springen wär ein schöner Zeitvertreib.

Die Frau auf H in der Stadt der Liebe trägt keine Socken in ihren Sandalen.

Auf der Rolletreppe fasst  ein älterer Herr seiner Frau an den Po.

Hab seit Monaten wieder geweint… im Hintergrund russische Volksmusik.

Die Frau im Porno sieht aus als würde sie gerade über ihre Steuererklärung nachdenken.

Der Concierge unsres Hotels hat Schluckauf.

Die Bäckerin aus der Nagelstraße hat ehrliche Augen.

Der siebzig-jährige gut gekleidete Herr in der Taschen-Buchhandlung in der Rue Saint-Honoré versucht sich rechtzeitig wegzudrehen.

Er hat „The Big Penis Book“ in der Hand.

Manchmal wär ich gerne Friedhofwärterin im Land der tanzenden Kuchen.

Auf dem Werbeplakat von Nike steht LIBERTE, EGALITE, FRATERNITE.

In  Tunesien wird aus politischen Gründen der Ausnahmezustand ausgerufen.

In Trier wegen des Winterschlussverkaufs.

Die Roma-Kinder können nicht auf dem Schoß ihrer Mutter schlafen, weil der Straßenmusiker zu laut ist.

Sommerregen, Beats schweben sanft über die nackte Haut.

Ein Blutsverwandter wird autopsiert.

Bald werde ich sie küssen.

Frau Portman macht das echt künstlerisch mit den Hautfetzen.

Der Busfahrer reimt und wünscht uns ein schönes Wochenende.

Am Montag.

keith jarrett’s soloconcerts und eine fragestellung bezüglich der faszination die von seifenblasen ausgeht

..werd ich zum augenblicke sagen: verweile doch,du bist so schön…

ja wieder n schäbiges zitat,nein lassen wir es mal so ausdrücken:

wieder n schäbiger ansatz,aber ich muss mal n bissl in die pötte kommen,hab das bedürfnis zu schreiben,mich auszudrücken,doch  menschen wie mir,die zeitweilig unter akutem sprachdurchfall leiden und für die reden desöfteren eher ne flucht als ein auf-den-kommen bedeutet,was wiederum mit einer angst vor eben gerade diesem punkt in zusammenhang zu bringen ist,fehlen praktischerweise in solchen momenten die worte und so kommt es dann zu nem uneleganten ausleihen von satzteilen jener menschen, denen es besser gelang sich mal literarisch auszukotzen

klingt aber schon wieder so dramatisch,verspür eigentlich gar keinen emotionalen brechreiz,will eigentlcih nur meine eindrücke ordnen…

so… jetzt wären wir dann auch wieder beim ersten satz angelangt…(verhältnismässig noch ne aktzeptable abschweifungsdauer find ich..)

ich möcht nämlich eigentlich den moment,den augenblick erfassen, doch ich bin einer derart überdimensionalen reizüberflutung (das überdimensional hätt man sein lassen können,da die überflutung doch ne dezente überdimensionalität beinhaltet) ausgesetzt ,dass dies mir nicht so recht gelingen mag…tja diese grossstädte…und diese kleinen mädels…die stolz sind, dass se die ersten 21 jahre ihres lebens überlebt haben und dann kommt einer und sagt:kleene,es fängt grad erst an…

so wird dann aus nem hochkarätigen chaoten,nem haushaltslegastheniker, der selbsternannten ads queen und ner kontaktsüchtigen, n aufräum junkie mit krankhaftem strukturier- und putzfimmel..meine mama wäre stolz auf mich…

meine geile altbauwohnung is ja auch jetzt ganz schön und  einladend eingerichtet,aber wen soll man einladen, wenn man  ne ausführliche sozialisierung mit der tapete und und der schicken retro stehlampe praktiziert…und mann,war ich müde..es fehlte eigentlich nur noch n glas mit cucident neben dem laptop und der tasse tee…

äusserst fördernd war natürlich auch der kauf des überteuerten designer routers,den meine liebreizende mitbewohnerin nicht zur hälfte zahlen kann ,weil sie ihre geldsorgen lieber im sushi restaurant digestiv verarbeitet…

man kommt sich nämlich so derbe sozial vor, wenn man mit 10 menschen innerhalb einer stunde spricht und beachtet das detail, dass es sich um nen bildschirm n paar schäbige kilometer handelt, gar nicht…

3 tage später wars dann soweit,ach ja, hab zwischendurch trotzdem besuch und n ficus bekommen..,u-bahn entjungferung,hach,war ich stolz,dass ich den von den beiden die zur auswahl standen, die richtige genommen hab…weil der plakatkleb-typ mich drauf aufmerksam gemacht hat….

dann…haltestelle alexanderplatz…kribbeln in den zehen…was wartet am ende der treppe…fast orgasmisch könnte man die unruhe nennen,die meinen körper ergriff…und dann…ach nö….wars das schon? döblin hatte doch recht…

sofort wieder in die u-bahn rein..hoffnung auf besserung…potsdamer platz…da hast de doch schon irgendwas von gehört…da stehn so grosse gebäude…bei deren anblick man aufpassen muss, dass es einem nich in n mund rein regnet wenn man so bescheuert,künstlich begeistert kuckt, obwohl man nix davon versteht,die sind halt gross…und bei ner körpergrösse von 1,63 m hat das schon ne wirkung…desweitren muss man anmerken, dass der potsdamer platz flächenmässig schon grösser is als das dorf wo ich herkomm und ich glaub es sind sogar mehr strassen druff…

dann erste allergische reaktionen…4 blöcke der mauer…aber es waren nich sie die diesen juckreiz hervorriefen…es war der saber den touris..die anstatt die historischen infos die daneben standen zu lesen,sich mit vollem körpereinsatz damit beschäftigten ihre vollgeformten gesichter ,die jedoch ein leicht verunglückter ausdruck zierte,gegen den stein zu pressen,wahrscheinlich um zu haus sagen zu können,dass sie einen der wohl wichtigsten überreste der deutschen geschichte mit ihren körperflüssigkeiten gesegnet haben..

praktisch war es im übrigen auch, dass ich mit all den  reiseführern ,die man mir so im voraus geschenkt hatte,eigentlich im endeffekt nur die umzugskartons zum bersten brachte…hatte sie nicht gelesen…mit dem nicht wirklich ernstzunehmenden argument,sie würden mich in meiner vorfreude störn…

denn wenn man dann mal ganz gekonnt planos umherirrt und auf einmal vorm branderburger tor steht und das ohne vorwarnung..hach je…und das is auch noch wirklich kleiner als auf den fotos…

und nicht zu vergessen:das holocaust mahnmal: sieht auf n ersten blick aus wie ne fein säuberlich geordnete,aufgeräumte baustelle…wenn man sich an n rand stellt und nicht armlos is, kann man sogar ohne jenes wissen mit nem weitwinkel objektiv n foto machen ,wegen dem man dann denkt ,man könnte am nächsten tag bei national geographics anfangen…aber dann…erfährt man zwei tage später…dass man vielleicht auch mehr als 3 schritte daran vorbei hätte tätigen können…denn dieses stelenfeld wurde ja nich auf einer graden ebene erichtet…hatte also nicht diesen labyrinth-und einengungseffekt verspürt und hab mal richtig gekonnt dumm drauf losgeredet…

dann gings weiter durch dorotheenstrasse…muss sagen ,die 13 polizeiautos mit blaulicht waren da schon eindrucksvoller als dieses  politische gebäude…kann aber auch dran liegen,dass einen ab dem moment, wo man die luxemburgische abgeordnetenkammer,die aussieht wie n 7 sterne bordell,nix mehr schocken kann und dass man in luxemburg oft den eindruck hat, dass es weniger als 13 polizeiautos gibt,

es is nur immer eins zuviel ,vor allem wenn man ungestört sex haben möcht,zum beispiel an der brücke in der nähe des flughafens..da wird man dann ermahnt und die luxemburgischen bullen kommen mit der wohlüberlegten argumentation ,man könnte die brummifahrer irritiern,die sich auf der daneben befindlichen autobahn fortbewegen…

weiter gings dann an den ard studios vorbei ,wo man dann zeuge einer ausgeklügelten frechheit wird:bernd das brot,4 zenitmeter gross,als schlüsselanhänger,kostet 9 euro!

geschockt bewegte ich mich weiter und landete wieder mal gekonnt verpeilt und unvorbereitet in der friedrichstrasse…hier habe ich dann einen filmriss..wollte nur noch flüchten…diese monsterähnlichen,sabbernden touris und diese herde von unbeschreiblichen wesen weiblicher natur auf deren stirn ich nur verschwommen und in grossbuchstaben K…O…N…S..U..M…J…U..N..K..I..E vernehmen konnte, verursachten beim mir ein stärkeres trauma..

deswegen meld ich mich später wieder….mit meinem erlebnisbericht..vom kleinen gör aus der grossen stadt..hat mich gefreut leute

tja..dann erst mal danke für die überaus hilfreichen comments der absatz- und interpunktionsgenies…trotz eines derart hohen wissensstandes, möchte ich die herren trotzdem darauf hinweisen, dass es schon menschen vor der ungehobelten gastbloggerin gegeben hat, die sich beider utensilien nicht bedient haben.. stream of consciousness nannte sich diese richtung…wohl eine ansammlung von leuten wie mir, die es das ein oder andere mal wagten die regeln nicht zu beachten und einfach loszulegen…

mea culpa…werde mich dann wohl doch auf die ästhetik des textes konzentriern müssen..

dass ich nicht lache…

jetzt hab ich bei all diesem irrelevanten zeug auch noch die absolut überflüssige diskussion mit nem menschen,der mir eigentlich schon was wert sein müsste,verdrängen können. wie kann man sich so schnell verliern…das gefühl von familiärer zusammengehörigkeit existierte nie wirklich und trotzdem wundert es mich irgendwie, dass ich mir noch immer ungewollt fragen stelle…fakten…diese art von verbundenheit war nie vorhanden. es tut nur manchmal weh mitzubekommen, dass man weniger als ein geduldeter gast aber dann zeitweise auch wieder mehr ist..fast zuviel…die mutter die ihr kind so sehr liebt, dass sie nie aktzeptieren können wird, dass es zu früh verschwand…doch dieses thema..diese liebe verdrängt man nur all zu oft…auch den weg den die eigenen eltern beschritten haben lernte man kennen, man verkraftete ihn nur nicht…auf der einen seite befreien solche informationen von der illusioun die eigenen eltern seien unantastbar, doch auf der anderen seite macht mir ihre verletzbarkeit die, wie sich herausstellte,überaus grösser ist, als ich es je einzuschätzen gewagt hätte, angst. ( ja wenn man den satz jetzt noch mal lies, ergibt er einen sinn und der syntax ist korrekt..)

hass-liebe passt in diesem kontext schon ziemlich gut und doch fühlt es sich immer wieder für einige minuten so an, als würde ich ersticken, wenn sie von ihrer –>verpflichtung für mich da zu sein sprechen…

in diesen momenten bricht die nacht manchmal unverhofft und zu früh über meinen spaziergang herein…und dann diese blockade, die einfach auf der tatsache basiert, dass gar keine verbindung mehr besteht und doch soviele vorwürfe im raum stehen,was diese stärke anbelangt

..ja..genau die person die sich wünschte, es würde ihr manchmal jemand folgen oder sie zumindest von weitem beobachten,wenn sie ihren weg geht, darf mit keiner hilfe rechnen,da sie anscheinend zu stark ist..wie kann jemand solch eine eigenschaft gegen einen verwenden? geduldet: ja, mit respekt darf man trotzdem nicht rechnen…

es fühlt sich sehr komisch dies hier niederzuschreiben, da man sich schämt hier rumzujammern, und trotzdem gibt es so viele andere menschen die auf diesem niveau auch versagen und es nie verkraften werden..ich werde jedoch versuchen in gemässigten abständen nach hinten zu blicken,tief luft holen, und trotzdem weitergehn…

eigentlich fängt der spaziergang gerade erst an…

wie sich herausstellte habe ich wohl doch etwas abstraktere kompetenzen was die welt der literatur anbelangt..bei diesem satz handelt es sich um einen euphemismus, ein ergebnis unbeholfner auto-manipulation…eigentlich möchte ich mich hier nur ansatzweise eloquent auskotzen..soviel zu meinem schreiberischen talent..schon komisch.. dass man sich die frage stellt ob freundschaft wirklich daraus besteht einem freund einen platz in der virtuellen welt zu schaffen damit jener sich einbilden kann er sei nicht allein.in diesem fall würde ich diese frage mit ja beantworten.einen grossen dank an joel..bin derzeit in einem zustand der teilweise aus professionnellem krampf und einer mir zeitweise unerklärlichen offenheit besteht..liebe deinen nächsten so wie dich selbst..sticht eine gewisse wahrheit dahinter? ich bringe es nicht fertig meine gedanken in einem heft festzuhalten da es mir so sinnlos scheint es nur für mich selbst zu schreiben und doch bin ich in keinsterweise davon überzeugt dass die welt auf meine literarischer ergüsse gewartet hat. eigentlich hab ich nur angst mit mir allein zu sein…wie so oft geht es nicht um die physische präsenz eines zweiten sondern darum zu wissen dass..ja…spaziergang…ein wort das nicht gerade wie massageöl langsam einen wunderschönen weiblichen oberkörper entlangt rinnt..es illustriert trotzallem meiner bildlichen vorstellung des lebens..es handelt sich hierbei auch nicht um das typische gassi ( hätte jemand die güte mir zu verraten wo solche ekelhaften wörter herstammen?) gehn mit dem kleinen kläffer..es geht mir um diesen prozess der kontinuierlichen beobachtung während der fortbewegung. es gibt momente in denen man sich niederlassen sollte..augenblick verweile doch du bist so schön.. goethe war schon n begabter knabe und verhilft mir sogar noch zu na auto-satire da ich mich noch nicht wirklich mit der situation zu recht finde und den schritt noch nicht wage mich selbst ernst zu nehmen.. dieses sich-zeit-nehmen und den moment geniessen bereitet mir im moment grosse probleme..das s-z auf der tastatur zu finden übrigens auch..suche EIGENTLICH ( hätte jemand ein patent für dieses wort, würde ich wohl für jenen die erhabenste geldquelle darstellen, die wörzter passen auch nicht zueinander aber ich bin müde und erlaubs mir halt…) nur einen weg um diese blockade los zu werden..und doch laufe ich sogar hier vor mir selbst weg…die wurzel des ganzen entsprang unintressanterweise leider in der schule..auch wenn ich es lange zu verstecken versuchte bin ich genauso auf der suche nach mir selbst wie alle anderen..und glaubte auch ein gewisses gleichgewicht erreicht zu haben ( gleichgewicht könnte in diesem fall schon fast als wortwitz gehandelt werden, wüsste jeder potentielle leser dieses blogs dass die autorin auf dem gebiet der anorexie gewisse erfahrungen sammelte, ob diese nötig waren oder doch eine weniger tragende rolle spielten sei zu diesem moment dahinn gestellt).wenn man schulisch gesehn zu spät merkt dass man sich in die falsche richtung bewegt und es zu diesem moment leider kein zurück gibt stellen fakten leider eine grosse belastung dar..ein halbes jahr und dann könnte dieser eine schritt getan sein und doch stellt er für mich momentan eine hürde dar deren überwindung sich ausserhalb meiner vorstellungskraft befindet…spielt die ablenkung sich jedoch auch noch in einem bereich ab den man als konstruktiv, produktiv oder was immer bezeichenen könnte wird es kompliziert…das bedürfnis diese einmal noch mal eine kleine etappe zu überspringen scheint zu feigen motiven zu entstammen…ich werde es versuchen..da sind noch viel zu viele wege die ich noch nicht gegangen bin die vielleicht nicht auf mich warten, die ich jedoch beschreiten möchte..womit ich bei einer ganz anderen frage angelangt wäre: woher kommt diese hoffnung oder dieses ständige bedürfnis neu anfangen zu wollen und zu glauben dass da nicht undedingt was grosses und doch was positives auf einen wartet? natürlich kann man keine städte errichten in denen nur gleichaltrige menschen herumlaufenund einem der blick in die zukunft als schutzmassnahme verwehrt wird und doch macht es mir manchmal angst das schicksal einzelner menschen mitzubekommen..ich spreche nicht vom freund des freundes der freundin der an ner überdosis krepierte sondern von jenen menschen die irgendwann verlernt haben zu leben..carpe diem..ja..dieser spruch provoziert einen gewissen brechreiz vor allem wenn jene leute ihn benutzen die weder die bedeutung darin sehen, noch ein einziges weiteres lateinisches wort kennen und trotzdem stolz sind dass sie diese beiden nach häufigem anstarren behalten haben..auf der einen seite hat dieser imperativ einen sehr nervenaufreibenden nachgeschmack und doch kann man ihn mit dem bild des spaziergangs in verbindung setzen..es ist unmöglich jeden tag vollends mit allen sinnen und vorzeigbaren resultaten zu erleben und doch kann man sogar unproduktiv produktiv beim nicht agieren agieren..dies ist mein ziel…es gilt sovieles wahrzunehmen bevor es sich langsam auflöst…

Gastbloggerin

Aus aktuellen(?) Anlass hat mein Blog habe ich dann nun endlich, nach Jahren des Wartens, Fragens und des eigentlich schon nicht mehr daran Glaubens dann nun endlich eine Gastbloggerin. Heute Abend wird sie ihr Debüt haben. Der Nick der charmanten Dame: spaziergängerin. Mehr wird zu ihrer Identität von mir nicht verraten. Ich wünsche gute Unterhaltung, faire Behandlung einer bisherigen Nicht-Bloggerin und viele Kekse.