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Soundeffekte

Als ich über Töne schrieb

Ein analoges Mischpult mit Fadern und Knöpfen in verschiedenen Farben.

Wer regelmäßig irgendwas mit meta hört, denkt es sich vermutlich schon: Ich mag Soundeffekte. Eine meiner frühesten und liebsten Beschäftigungen beim Freien Radio war es, Jingles bzw. Spots zu produzieren. Ich habe leider keinerlei Ahnung von Musik und kann auch kein Keyboard spielen, sonst würde ich vermutlich öfters Begleit„musik“ zum Podcast spielen. Aber so kleine Spots für Fake-Podcasts (wie „Detective Joël“) oder sonstige Witz-Ankündigungen (wie „Katja und Joël spielen Pokémon Obst und Gemüse“) zu basteln bereit mir enorm viel Spaß. Nicht nur, weil ich dann endlich mal die kreativeren Effekte in Audacity ausprobieren kann, sondern auch, weil es für mich sehr befriedigend ist, ein wenig Musik und wacky Aufnahmen zusammenzustöpseln und nachher kommt etwas raus, das ich einfach sehr lustig finde.

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Überkompression und »Loudness War«

Das Thema hatten wir ja schon mal. Die SZ hat sich ebenfalls damit beschäftigt. Der Artikel beinhaltet wenig neues, ausser einem relativ interessanten Teil über die klassische Musik, der allerdings nicht wirklich die Fragen beantwortet, die in der Diskusion hier aufgekommen sind: Dass man Kompression einsetzen muss, um Musik mit einer hohen Dynamik überhaupt auf eine CD zu kriegen, ist klar. Inwiefern der »Loudness War« sich auch auf dem Klassikmarkt zu bemerken macht, darüber erzählt uns die SZ leider nicht viel oder im Grunde genommen das, was zu erwarten ist: man geht behutsam vor.

Hi-Fi is dead

Auf jeden Fall fast. Die Musikindustrie forciert die Produzenten, Stücke bis aufs letzte durch den Kompressor zu jagen, damit sie so laut wie möglich klingen. Dadurch ensteht das, was man gemeinhin als »Brei« bezeichnet. Die Rolling Stone (USA) hat ein exzellentes Dossier dazu zusammengestellt: The Death of High Fidelity.
Was noch dazukommt: Radiostationen jagen ihr Programm ebenfalls durch einen Kompressor, um im Gegensatz zur Konkurenz noch einmal lauter zu wirken. Was dabei rauskommt, muss ich niemanden mehr beschreiben.
(via Nerdcore)