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Traum ohne Inhalt

Als ich nach langer Zeit Mal wieder etwas träumte

Es ist einer jener Träume, wie ich sie oft habe. Nicht mit dem gleichen Inhalt, aber mit dem gleichen Muster. Ich bin irgendwo, es ist ungewohnt, es sind viele Menschen dort und ich suche irgendetwas oder muss etwas finden oder will mit irgendwem reden. Und dann kommt wie immer der Punkt, an dem mir alles zu viel ist und ich „nach Hause“ will, das nur immer merkwürdigerweise in dem gleichen Gebäude ist wie das, wo die Party oder sonstige Menschenansammlung stattfindet.

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Die Silvesternacht

Als ich zu meinem großen Erstaunen schon wieder einen Traum notieren konnte

Eine (vermutlich weiblich gelesene) Person, deren Gesicht unscharf und im Halbdunkeln liegt hält eine Wunderkerze. Der Großteil des Bildes ist schwarz.

Ich verbringe den Jahreswechsel bei S., die im Traum irgendwo im hohen Norden Luxemburgs wohnt. Wir haben etwas miteinander, oder zumindest habe ich das Gefühl, dass dem so ist und wir liebevoll miteinander umgehen und im Raum steht, dass wir Sex miteinander haben. Eigentlich sollte ich vor Mitternacht mit dem letzten Bus nach Hause fahren, stattdessen überlegen wir uns aber einen Plan, mit dem ich bis Mitternacht bleiben kann. Dazu müssen wir selbst einige Stationen mit dem Bus fahren, um einen analogen Fahrplan anzuschauen oder einfach zu testen, ob unsere Theorie stimmt. Wo genau „nach Hause“ ist, weiß ich nicht, es kommt mir vor als würde ich noch zum Flughafen müssen oder hätte eine längere Reise vor mir.

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Der letzte Mensch auf Erden

Ich fühlte mich gestern Abend so, als wäre ich der letzte Mensch auf Erden. Mir wurden traurige Dinge erzählt, ausserdem war ich wütend über mich selbst dass ich zwei kredikartengroße Karten im Dunkeln und betrunken miteinander verwechselt hatte und ich so eine Bankkarte anstatt meiner Buskarte hatte. Dann war der Tausch Buskarte gegen Bankkarte geplatzt, weil ich mein Handy nicht ständig mit mir rumtrug.
Und da saß ich, in meinen Ohren nur die 8bit-Lagerfeuermusik von pornophonique und auf dem Bildschirm nur Schreckensmeldungen. Es hätte mich eigentlich nicht gewundert, wenn sich ein Pop-Up mit dem Bild einer Großstadt, die gerade von den Space Invaders angegriffen wird, geöffnet hätte. Ich fühlte mich einsam und wusste noch nicht einmal wirklich wieso.

Und irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen und träumte wie wild.
Ich wachte (im Traum, aber das war einer der Träume, die einem nach den Aufwachen so plausibel erscheinen, weil all das andere Zeugs, das man geträumt hat, noch viel unplausibler war) irgendwo auf einem Fußboden auf. Der befand sich nach meinem Gefühl in meinem alten Kinderschlafzimmer, sah aber nicht so aus. Ich redete verwirrt mit Radiobekannten, die offensichtlich mein Erwachen beobachtet hatten und meinten, ich solle mal auf die Uhr schauen. Es war 16 Uhr. Im Traum fand ich es sehr plausibel, dass ich halt nur bis 16 Uhr (Samstags, also noch VOR meinem Einschlafen) auf diesem Fußboden geschlafen hatte. Wir gingen dann Essen und aßen unmengen von irgendwetwas, an das ich mich nicht erinnern, das im Nachhinein aber gut und gerne polnische Pfannkuchen und auch in einer polnischen Kantine gewesen sein kann.

In einem anderem Traum oder in einer anderen Szene befanden wir uns dann auf einem gigantischen Jahrmarkt, einer Kirmes, die sich gefühlsmäßig aber merkwürdigerweise auf dem Marktplatz von E. (also dort, wo hier immer die Kirmes stattfindet) befand. Dort sollten wir von einem Arzt untersucht werden, was nötig war, bevor wir irgendeine Reise antreten konnten. (Kontextmäßig vermute ich mal irgendeinen weiteren Radioaustausch) A. war als erste dran, und der Arzt, der (was mir wiederum sehr logisch nicht unlogisch vorkam) hinter einem im sich im Aufbau befindendem Essenverkaufsstand befand und A. irgendein Untersuchungsinstrument zeigte. Es sah aus wie ein Otoskop, nur ungleich dicker und mit einer blauen Scheibe an der Spitze. A. schreckte zurück und meinte, ich sollte doch als Erster gehen. Ich fragte mich, welche Körperöffnung dieses Instrument begutachten sollte, vor allem, wenn es auch an mir angewendet werden sollte. [Oh FSM, jetzt kommen die Freudiander wieder und interpretieren das alles!]

Irgendwann war es dann an mir, aber ich musste furchtbar aufs Klo. Ich fragte den Arzt, ob ich noch kurz aufs Klo könnte, ehe ich mich der Untersuchung unterziehen müsste. Und da fing mein Unterbewusstsein an, zu mashupen und legte einen Traum rein, den ich schon einma geträumt hatte. Ich sah ein Schild mit dem Klosymbol und eine Art Tunnel. Und obwohl beides unmittelbar miteinander verknüpft war, musste ich erst eine ziemlich lange Treppe hochgehen und durch einen Tunnel rennen (das seltsamerweise ein wenig nach Sci-Fi-Dekoration aussah) bevor ich dann merkte, dass ich dort schon einmal gewesen war und damals schon nicht das Klo dort gefunden hatte. Ein Déja-Vue im Traum. Ich denke, ich habe das schon mal geträumt und errinnerte mich im Traum daran, als ob meine Traumwelt in sich stimmig wäre. (Was ich bei näherem Nachdenken SEHR scary finde und mir Schauer über den Rücken jagt. [Und ich frage mich, wie Frühmenschen mit Träumen umgegangen sind – mit so einer Erfahrung muss der Erste, der sie macht (und irgendwann muss es ja einen „Ersten“ gegeben haben) erstmal umgehen)
Wir, ich hatte eine Gruppe von gesichtlosen „Bekannten“ hinter mir, machten kehrt, kamen aber nicht am Eingang raus sondern irgendwo hinter dem Rummelplatz, was irgendwo zwischen Schrottplätzen und Schrebergärten war. Es gab wohl Termindruck, denn ich stachelte einen meiner Begleiter zur Eile an und schickte die Anderen auf einen anderen, längeren Weg.

Der Arzt war nicht mehr hinter dem jetzt fertig aufgebauten Essensstand. Einer der Mitarbeiter sagte mir, er sei jetzt in seinem Haus und zeigte mir die Richtung. Das Haus des Arztes stellte sich als weiße Kuppel heraus. Er erwartete uns bereits. Anstatt einer Untersuchung warf er nur seinen DVDplayer und Projektor an und meinte, er würde sich eine Folge von Star Trek: Voyager mit uns ansehen. Stattdessen lief aber eine merkwürdige Timeline, die aussah wie irgendein flashinterface, das ich kenne, aber nicht genau benennen kann. Der Doktor meinte noch, es gäbe ja nicht viele Star Trek Fans und ich meinte dann es gäbe „hier“ aber einige. Wobei das „hier“ sowas wie „an Bord“/“in dieser Gemeinschaft“ bedeute.

Und immer wieder: Wieso noch Drogen nehmen? Wieso noch Alkohol trinken? Wieso noch vor die Tür gehen?
Achja, um diese Träume zu vergessen…